Fred Hampton (1948–1969) war ein US-amerikanischer Bürgerrechts- und Black-Power-Aktivist sowie Vorsitzender der Illinois-Sektion der Black Panther Party. Bereits als Jugendlicher engagierte er sich gegen rassistische Diskriminierung und für Bildungs- und Bürgerrechtsprojekte. Ende der 1960er Jahre wurde er zu einer der bekanntesten Führungspersönlichkeiten der Black-Panther-Bewegung. Hampton setzte sich für soziale Programme wie kostenlose Frühstücksangebote für Kinder, Gesundheitsversorgung und politische Bildung ein. Besonders bekannt wurde sein Bemühen, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen – darunter Afroamerikaner, Puerto-Ricaner und arme weiße Arbeiter – in einer gemeinsamen politischen Bewegung zusammenzuführen, die als „Rainbow Coalition“ bekannt wurde. Aufgrund seines politischen Einflusses geriet er ins Visier des FBI-Programms COINTELPRO, das verschiedene Bürgerrechts- und Protestbewegungen überwachte und bekämpfte. Am 4. Dezember 1969 wurde Hampton bei einer Polizeiaktion in Chicago im Alter von 21 Jahren erschossen. Die Umstände seines Todes lösten langjährige Kontroversen aus; Kritiker bezeichneten die Aktion als politisch motivierte Tötung, während Behörden sie zunächst als rechtmäßigen Polizeieinsatz darstellten. Spätere Untersuchungen und Gerichtsverfahren führten zu Entschädigungszahlungen an die Angehörigen. Hampton gilt bis heute als eine der symbolträchtigsten Figuren der Black-Power-Bewegung und des afroamerikanischen politischen Aktivismus.
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