Abu Mohammad al-Dschaulani (Thema)

  • Abu Mohammad
    → „Vater von Mohammad“
    → typische Kunya (Ehren-/Kampfname)
  • al-Dschaulani (al-Julani)
    → bedeutet „der aus den Golanhöhen (al-Jawlān)“
    → sogenannte Nisba (Herkunftsbezeichnung)

Abu Mohammad al-Dschaulani (Jahrgang 1982) ist ein syrischer Islamist und Anführer der Miliz Haiʾat Tahrir asch-Scham (HTS). Sein bürgerlicher Name lautet Ahmad Husain asch-Scharʿa. Er wurde in Saudi-Arabien geboren und wuchs in Syrien auf. Al-Dschaulani schloss sich zunächst dschihadistischen Gruppen im Irak an und war dort im Umfeld von al-Qaida aktiv, bevor er nach Beginn des syrischen Bürgerkriegs eine führende Rolle in bewaffneten Gruppierungen in Syrien übernahm.

Er gründete die al-Nusra-Front, die zunächst als syrischer Ableger von al-Qaida galt, und spielte eine zentrale Rolle bei deren Entwicklung und späteren Umstrukturierung. In den folgenden Jahren distanzierte sich seine Organisation formal von al-Qaida und benannte sich mehrfach um, zuletzt in Haiʾat Tahrir asch-Scham. Unter seiner Führung kontrolliert die Gruppe Teile der Provinz Idlib und tritt dort sowohl militärisch als auch politisch in Erscheinung.

Al-Dschaulani ist eine zentrale Figur im syrischen Konflikt und steht im Fokus internationaler Beobachtung und Sanktionen. Seine politische und militärische Strategie wird als Versuch beschrieben, die Kontrolle über oppositionelle Gebiete zu konsolidieren und zugleich internationale Anerkennung zu gewinnen.

Wikipedia (DE): Abu Mohammad al-Dschaulani  | Wikipedia (EN): Abu Mohammad al-Julani