Ali ibn Abi Talib (um 600–661) war ein bedeutender frühislamischer Führer, Cousin und Schwiegersohn des Propheten Mohammed sowie der vierte Kalif des islamischen Reiches. Er wuchs im Umfeld Mohammeds auf und gehörte zu den ersten Anhängern des Islam. Nach dem Tod des Propheten spielte Ali eine zentrale Rolle in den politischen und religiösen Auseinandersetzungen der frühen islamischen Gemeinschaft. Seine Amtszeit als Kalif war von inneren Konflikten geprägt, darunter der Erste Bürgerkrieg (Fitna). Ali wurde 661 in Kufa ermordet. In der sunnitischen Tradition gilt er als rechtgeleiteter Kalif, während er im schiitischen Islam als erster Imam und legitimer Nachfolger Mohammeds eine herausragende Stellung einnimmt. Seine Reden und Briefe wurden später in verschiedenen Sammlungen überliefert und haben bis heute Einfluss auf islamisches Denken und Recht.

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