Alander Baltosée (Jahrgang 1963) ist ein deutscher Autor, Journalist, Verleger, Künstler und Gärtner, der sich vor allem mit ökologischer Transformation, gemeinschaftlichen Lebensformen und gesellschaftlichem Wandel beschäftigt. Die Deutsche Nationalbibliothek bzw. deren GND führt ihn mit diesen fünf Tätigkeitsfeldern und verknüpft seine Arbeit ausdrücklich mit dem von ihm geprägten Begriff der „Ökoligenz“. Nach längeren Reisen und Erfahrungen in einem Gemeinschaftsprojekt auf der Kanareninsel La Gomera kehrte Baltosée 2008 nach Deutschland zurück.
Seither entwickelt und verbreitet er Konzepte für nachhaltige, gemeinschaftlich organisierte Lebens- und Wirtschaftsformen. Unter „Ökoligenz“ versteht er die Verbindung menschlicher emotionaler und rationaler Intelligenz mit der „ökologischen Intelligenz“ natürlicher Systeme und deren praktische Umsetzung in einer nachhaltigen Lebensweise. Er initiierte das Magazin „Adanath“, arbeitet für das mit Bobby Langer gegründete Projekt Ökoligenta und gründete den Verlag des Wandels, über den er seit 2018 auch als Verleger tätig ist. Zu seinen Büchern gehören „Paradies der Sinne – Eine zauberhafte Reise in die Natur La Gomeras“ (2008), „WandelOasen – Das Handbuch für solidarische Dörfer und nachhaltige Kommunen“ (2018/19) und der umfangreiche Roman „Jamilanda – Der Zauber einer ökoligenten Wandeloase“ (Neuauflage 2022).
Besonders „Jamilanda“ verbindet seine gesellschaftlichen Vorstellungen mit Literatur: Baltosée entwirft darin eine Gemeinschaft, in der bereits existierende ökologische, technische und soziale Ansätze zu einem alternativen Lebensmodell zusammengeführt werden. Sein Ansatz zielt dabei nicht nur auf individuellen Umweltschutz, sondern auf einen weitreichenden gesellschaftlichen Umbau hin zu dezentralen, gemeinwohlorientierten und möglichst von Großunternehmen und staatlichen Strukturen unabhängigen Gemeinschaften.
Verlag des Wandels | Ökoligenta