Lewis Milestone (1895–1980) war ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent russischer Herkunft. Er wurde als Leib (Lev) Milstein in Kischinjow im damaligen Russischen Kaiserreich (heute Chișinău, Republik Moldau) geboren und wanderte nach dem Ersten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten aus. Milestone gehörte zu den prägenden Regisseuren der klassischen Hollywood-Ära und wurde zweimal mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet: 1929 für Die Schlachtenbummler (Two Arabian Knights) und 1930 für Im Westen nichts Neues (All Quiet on the Western Front). Die Verfilmung von Erich Maria Remarques Antikriegsroman gilt als sein bedeutendstes Werk und zählt zu den einflussreichsten Antikriegsfilmen der Filmgeschichte. Zu seinen weiteren bekannten Filmen gehören Von Mäusen und Menschen (1939), A Walk in the Sun (1945), The Strange Love of Martha Ivers (1946), Pork Chop Hill (1959), Frankie und seine Spießgesellen (Ocean's 11, 1960) sowie Meuterei auf der Bounty (1962). Milestones Regiestil verband technische Innovationen mit einer realistischen Bildsprache und beeinflusste zahlreiche spätere Filmschaffende.
Wikipedia (DE): Lewis Milestone | Wikipedia (EN): Lewis Milestone