Baruch de Spinoza (1632-1677) gehört zu jenen frühen Philosophen der Aufklärung, die durch kritische Befragung für die heutige Zeit wiederentdeckt werden können. Denn die Gedanken seines Hauptwerks, der Ethik, nach der geometrischen Methode dargestellt, führen in ihrer metaphysischen Spekulation über das Wesen Gottes und der Natur direkt hin zu drängenden ökologischen Fragen unserer Zeit. Darüber hinaus hat Spinoza sich in kleineren Schriften, so etwa dem Tractatus Theologico-Politicus, mit der Vereinbarkeit von Naturrecht und Staatsordnung auseinandergesetzt.Helmut Seidel gelingt es, Spinoza nicht nur als "kostbare Antiquität" darzustellen, sondern frei vom Staub der Jahrhunderte als aktuellen Vordenker einer Toleranz, "die nicht wie ein schönes Ideal über der Wirklichkeit schwebt, sondern sich der Schwierigkeiten ihrer Verwirklichung voll bewußt ist".
Neu 2020-2.HJ (Thema)
Yuval Noah Harari, einer der aufregendsten Denker der Gegenwart, erzählt in seinen ersten beiden Büchern von Aufstieg des Homo Sapiens zum Herrn der Welt und von der Zukunft unserer Spezies. Nun schaut er auf das Hier und Jetzt und widmet sich den drängen Fragen unserer Zeit.
Chile galt lange als das Vorzeigeland Lateinamerikas mit hohen Wirtschaftswachstumszahlen und politischer Stabilität. Aber das neoliberale Wirtschaftsmodell, das Ex-Diktator Pinochet dem Land hinterlassen hat, führte zu einer fast vollständigen Privatisierung der Sozialleistungen und der Konzentration des Vermögens in den Händen einiger weniger. In der Nacht des 18. Oktober 2019 entlud sich der jahrzehntelang angestaute Unmut der Bevölkerung in Chile. Was aufgrund der Fahrpreiserhöhung der Metro in Santiago um 30 Pesos begann, wurde zu einem nationalen Aufstand. Die Chileninnen haben die Nase voll von niedrigen Löhnen und Renten, teuren Krankenversicherungen und hohen Studiengebühren.
Über 300 Menschen wurden nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland durch rechtsmotivierte Gewalttäter gejagt, verfolgt, verprügelt, gefoltert, misshandelt und getötet. Zu Opfern wurden die ermordeten Menschen - Jüdinnen, People of Color, Sintize und Romnja, Punks, Obdachlose, Antifas - einzig und allein aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Religion, ihrer Lebensweise oder ihres politischen Engagements. Kein Vergessen ist die erste vollständige Dokumentation bekanntgewordener tödlicher Gewalttaten durch Rechte in Deutschland nach 1945.
Dieses Mal ist alles anders, dieses Mal kann es gar nicht so schlimm werden wie beim letzten Mal. Denn dieses Mal steht die Wirtschaft auf soliden Füßen und außerdem gibt es diesmal viel bessere Kontrollmechanismen als beim letzten Mal. Wann immer es in der Geschichte der Menschheit zu Krisen kam, diese oder ähnliche Sätze waren jedes Mal zu hören. Doch was ist dran an derartigen Behauptungen?
Nicht besonders viel, haben Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart herausgefunden. In akribischer Arbeit haben die beiden Autoren die Finanzkrisen der letzen acht Jahrhunderte in über 66 Ländern analysiert.
Ein Fotoband. Schauen wir uns heute, im Herbst 2020, um und betrachten ganz nüchtern die Fakten unserer Existenz und unser soziales Miteinander, dann stellen wir mit Erschrecken fest, dass fast alle unsere Grundrechte per Verordnungen ausser Kraft gesetzt wurden. Dass uns die Selbstbestimmung genommen wurde, die Reisefreiheit, die Unverletzlichkeit der Wohnung, letztendlich die Würde. Wir werden gezwungen, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen, die es uns unmöglich macht, die Gesichter der anderen zu sehen, man zwingt uns zu social distancing, unsere Kinder werden der Freude am Leben beraubt und auf unbedingten Gehorsam konditioniert. Die alten Menschen werden in die Einsamkeit verbannt, für Wochen, Monate - eventuell Jahre?!
Die Zeit, in der Hildegard von Bingen lebte, war eine Zeit des Umbruchs. Es waren die oberen hundert, wahrscheinlich nicht einmal tausend Personen in ganz Europa, die auf diese Fülle von Nahrungsmitteln, die von Hildegard beschrieben werden, zugreifen konnten. Z. B die Verwendung von Gold, Diamanten, Wild etc. Handwerker, Bauern, Soldaten, also eigentlich der Großteil des Volkes, musste mit dem das Auslangen finden, was der Boden oder der Wald hergaben. Man kann aber davon ausgehen, dass bei einem Großteil der Bevölkerung Wildpflanzen Teil der täglichen Ernährung waren. Dies erscheint deshalb als logisch, weil Pflanzen, die wild wachsen, keine Pflege brauchen und gratis sind.
Die wahre Geschichte hinter dem Mythos.
Der Historiker und Mafia-Experte John Dickie liefert die erste umfassende und seriöse Geschichte der Freimaurer – des Geheimbunds, der seit seiner Gründung im 18. Jahrhundert die Geschicke des Westens entscheidend mitbestimmt hat. Mozart, Goethe und Friedrich der Große gehörten dazu. George Washington, Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill auch. Genauso wie Louis Armstrong, Walt Disney und vielleicht auch Brad Pitt. Sie alle eint der wohl mächtigste und mysteriöseste Geheimbund der Welt, die Freimaurer-Loge. Von Winkel und Zirkel im Grundstein des Kapitols bis zur Pyramide auf dem amerikanischen Dollarschein – die Symbole der Freimaurer sind eingegangen in die westliche Ikonographie der Macht. Aber wie weit reicht ihre Macht wirklich?
Aldous Huxleys dystopisches Meisterwerk -- illustriert von Reinhard Kleist1932 erschien einer der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts: »Schöne neue Welt« - ein heimtückisch verführerischer Aufriss unserer Zukunft, in der das Glück verabreicht wird in Form einer Tablette. Sex und Konsum fegen alle Bedenken hinweg, und Fertilisationsstationen haben das Fortpflanzungsproblem gelöst. Es ist die beste aller Welten ... bis einer von außen kommt und einen Abgrund aus Arroganz und Verzweiflung entdeckt. Reinhard Kleist illustriert und gestaltet Aldous Huxleys dystopisches Meisterwerk: ein aufwendig ausgestatteter Prachtband im modernen Gewand, der Kleist-Fans wie Bibliophile begeistern wird.
Es bleiben nur noch 15 Jahre um eine verheerende Klimakatastrophe zu verhindern und die Wirtschaft und Infrastruktur klimaneutral zu gestalten. Ohne soziale Gerechtigkeit scheitert der Klimaschutz und ohne radikalen Klimaschutz gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Die zusammenhängenden Krisen sind ohne eine radikale Umverteilung von Reichtum, wirtschaftlicher und politischer Macht nicht zu überwinden. Wir stehen vor einer grundlegenden Weichenstellung: autoritäre Entwicklung des Kapitalismus oder ein sozialer und ökologischer Systemwechsel? Es ist Zeit, Partei zu ergreifen.