Diese Ausgabe der Zeitschrift RotFuchs versteht sich als ein linkes Diskussionsorgan, das eine scharfe Kritik am westlichen Imperialismus und der aktuellen deutschen Außenpolitik übt. Das zentrale Thema ist die historische Aufarbeitung des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, wobei die Autoren die enormen Opfer der Roten Armee würdigen und gleichzeitig vor einer gefährlichen Kontinuität deutscher Machtansprüche warnen. In den Texten wird die heutige Unterstützung für die Ukraine als ein „dritter Anlauf“ des deutschen Militarismus interpretiert, der laut den Verfassern durch Russophobie und eine fatale Nähe zur NATO das Risiko eines nuklearen Konflikts erhöht. Neben diesen geschichtspolitischen Analysen befasst sich das Heft mit aktuellen geopolitischen Spannungen, insbesondere einem fiktiv oder perspektivisch beschriebenen globalen Hybridkrieg, in dem sich eine neue strategische Allianz zwischen Russland, China und dem Iran gegen die Vorherrschaft des US-Finanzkapitals formiert. Insgesamt verfolgt die Quelle das Ziel, eine radikale Antikriegshaltung zu mobilisieren und die Leser von der Notwendigkeit einer diplomatischen Umkehr gegenüber Russland zu überzeugen.
Lateinamerika (Thema)
Dieses Buch erzählt von der Wirkmächtigkeit eines Feminismus »von unten«, der nicht für individuelle Rechte kämpft, sondern für die radikale Transformation des Lebens von allen, die in einem patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Ausbeutungssystem unterdrückt werden. Die feministischen Bewegungen in Lateinamerika zeigen, dass wir uns nur befreien können, wenn wir gemeinsam kämpfen.
Als die Journalistin Sophia Boddenberg 2014 in Lateinamerika ankommt, entsteht dort eine feministische Massenbewegung.
Röhrende Kettensäge, Rockermähne, Rumgezeter: Ende 2023 übernahm Javier Milei die Präsidentschaft in Argentinien. Aus Parlamentswahlen im Herbst 2025 ging er, flankiert von der US-Regierung, gestärkt hervor. Auch international heißt es über den selbsternannten Anarchokapitalisten oft, er bringe Argentinien nach Jahrzehnten der Misswirtschaft wieder auf Vordermann.
Doch woraus besteht sein ultraliberales Schockprogramm? Wer profitiert von, wer leidet unter der Rosskur?
Ein packender Roman vor dem Hintergrund des Militärputsches in Chile
Deutsche Übersetzung 50 Jahre nach dem Staatsstreich in Chile 1973
Zwanzig Jahre, nachdem sie als Richterin abgesetzt wurde und aus ihrem Heimatland Chile nach Berlin floh, kehrt Laura Larco in die Kleinstadt Pampa Hundida zurück, eine in den Weiten der Atacama-Wüste verlorene Oase. Gleichzeitig kehrt auch Major Cáceres dorthin zurück, der damals, nach dem Militärputsch gegen den Präsidenten Salvador Allende, Kommandant eines Lagers für politische Gefangene nahe der Stadt gewesen war.
Die Drogenbekämpfung in den Anden kann als Prototyp gelten. Das Buch analysiert Grundlinien, Triebkräfte, Erfolge und Widersprüche dieser Politik und liefert damit unverzichtbare historische Grundlagen für die aktuelle Reformdebatte zur internationalen Drogenpolitik.
Für den Dialog der Kulturen
Seit der Wahl von Evo Morales zum Präsidenten Boliviens 2005 genießt das Andenland im Herzen Südamerikas internationale Aufmerksamkeit: Nichts weniger als eine Neugründung Boliviens versprach der indigene Präsident, der selbst aus ärmsten Verhältnissen stammt.Seither wurden die Energieressourcen nationalisiert, eine Landreform in Angriff genommen und eine außenpolitische Neuorientierung in die Wege geleitet.
Außer Che Guevara ist kein anderer lateinamerikanischer Freiheitskämpfer so oft abgebildet, verklärt und umgedeutet worden wie Simón Bolívar. Norbert Rehrmanns Standardwerk über die Ikone der Rebellion, den brutalen Kriegsherrn - und vor allem den langlebigen politischen Mythos.
Als Hugo Chávez sein Land im Jahr 2000 in »Bolivarische Republik Venezuela« umtaufte, berief er sich explizit auf das Erbe des »Libertador«, des Amerika-Befreiers Simón Bolívar (1783-1830). Doch worin bestand das Projekt Bolívars - und ist es kompatibel mit der Politik des 21. Jahrhunderts?
Ein Buch wie eine Naturgewalt
Was muss geschehen, damit drei verfeindete Frauen zu Verbündeten werden? Die Stimmen des Yucumã erzählt mit der Wucht eines Wasserfalls von willensstarken Frauen, verfeindeten Familien und einem gemeinsamen Kampf um das Überleben der Natur.
Die Suche nach NS-Verbrechern und Kollaborateuren in Südamerika.
Südamerika wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Fluchtpunkt zahlreicher NS-Verbrecher und Kollaborateure. Es gab jedoch bald vielseitige Bemühungen, die Justizflüchtigen aufzuspüren und sie vor Gericht zu bringen.
Daniel Stahl nimmt die Akteure dieser »Nazi-Jagd« – Privatpersonen, nichtstaatliche und staatliche Institutionen– in den Blick. Er zeigt, dass die Nazi-Jagd nicht allein als Nachgeschichte des Nationalsozialismus zu verstehen ist, die den Wandel im Umgang mit NS-Verbrechen widerspiegelte und gleichzeitig vorantrieb.
»Zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen kirchenkritische Fernsehsendungen haben sich jüngst Vertreter aus den beiden deutschen Großkirchen verabredet. Anlaß sind 'besonders unangenehme' Dokumentationssendungen des Publizisten Ernst Klee, die im Hessischen Rundfunk gesendet wurden und werden. Klee legt ohne jedwede Beschönigung das Fehlverhalten der Kirchen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bloß: Verwicklungen in Aktivitäten der Euthanasie und des Antisemitismus bis hin zu der organisierten Fluchthilfe für Nazi-Bonzen nach Lateinamerika nach Kriegsende.