Die Drogenbekämpfung in den Anden kann als Prototyp gelten. Das Buch analysiert Grundlinien, Triebkräfte, Erfolge und Widersprüche dieser Politik und liefert damit unverzichtbare historische Grundlagen für die aktuelle Reformdebatte zur internationalen Drogenpolitik.
Lateinamerika (Thema)
Für den Dialog der Kulturen
Seit der Wahl von Evo Morales zum Präsidenten Boliviens 2005 genießt das Andenland im Herzen Südamerikas internationale Aufmerksamkeit: Nichts weniger als eine Neugründung Boliviens versprach der indigene Präsident, der selbst aus ärmsten Verhältnissen stammt.Seither wurden die Energieressourcen nationalisiert, eine Landreform in Angriff genommen und eine außenpolitische Neuorientierung in die Wege geleitet.
Außer Che Guevara ist kein anderer lateinamerikanischer Freiheitskämpfer so oft abgebildet, verklärt und umgedeutet worden wie Simón Bolívar. Norbert Rehrmanns Standardwerk über die Ikone der Rebellion, den brutalen Kriegsherrn - und vor allem den langlebigen politischen Mythos.
Als Hugo Chávez sein Land im Jahr 2000 in »Bolivarische Republik Venezuela« umtaufte, berief er sich explizit auf das Erbe des »Libertador«, des Amerika-Befreiers Simón Bolívar (1783-1830). Doch worin bestand das Projekt Bolívars - und ist es kompatibel mit der Politik des 21. Jahrhunderts?
Ein Buch wie eine Naturgewalt
Was muss geschehen, damit drei verfeindete Frauen zu Verbündeten werden? Die Stimmen des Yucumã erzählt mit der Wucht eines Wasserfalls von willensstarken Frauen, verfeindeten Familien und einem gemeinsamen Kampf um das Überleben der Natur.
Die Suche nach NS-Verbrechern und Kollaborateuren in Südamerika.
Südamerika wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Fluchtpunkt zahlreicher NS-Verbrecher und Kollaborateure. Es gab jedoch bald vielseitige Bemühungen, die Justizflüchtigen aufzuspüren und sie vor Gericht zu bringen.
Daniel Stahl nimmt die Akteure dieser »Nazi-Jagd« – Privatpersonen, nichtstaatliche und staatliche Institutionen– in den Blick. Er zeigt, dass die Nazi-Jagd nicht allein als Nachgeschichte des Nationalsozialismus zu verstehen ist, die den Wandel im Umgang mit NS-Verbrechen widerspiegelte und gleichzeitig vorantrieb.
»Zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen kirchenkritische Fernsehsendungen haben sich jüngst Vertreter aus den beiden deutschen Großkirchen verabredet. Anlaß sind 'besonders unangenehme' Dokumentationssendungen des Publizisten Ernst Klee, die im Hessischen Rundfunk gesendet wurden und werden. Klee legt ohne jedwede Beschönigung das Fehlverhalten der Kirchen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bloß: Verwicklungen in Aktivitäten der Euthanasie und des Antisemitismus bis hin zu der organisierten Fluchthilfe für Nazi-Bonzen nach Lateinamerika nach Kriegsende.
»Fidel ist Fidel«, hat der kubanische Präsident Raúl Castro über diese Fotografien gesagt, die seinen Bruder zeigen, umringt von Massen oder nah im Porträt – historische Momente, sensibel festgehalten vom renommierten Filmemacher und Fotografen Roberto Chile. Von den vielen Bildern hat er eine persönliche Auswahl für eine Ausstellung im Januar 2016 zusammengestellt, die in dieser deutschen Exklusivausgabe des gleichnamigen Fotokatalogs, herausgeben von der Tageszeitung junge Welt, gezeigt werden.
Ergänzt wird der Fotoband um eine DVD mit zahlreichen Kurzfilmen Chiles, der den kubanischen Revolutionsführer als persönlicher Kameramann zwischen 1984 und 2006 quer über die Insel und ins Ausland begleitete. An der Seite Castros hat er entscheidende Kapitel der kubanischen Geschichte für das kollektive Gedächtnis filmisch aufbereitet.
Violeta ist die inspirierende Geschichte einer eigensinnigen, leidenschaftlichen, humorvollen Frau, deren Leben ein ganzes Jahrhundert umspannt. Einer Frau, die Aufruhr und Umwälzungen ihrer Zeit nicht nur bezeugt, sondern am eigenen Leib erfährt und erleidet. Und die sich gegen alle Rückschläge ihre Hingabe bewahrt, ihre innige Liebe zu den Menschen und zur Welt.
Isabel Allende hat eine fulminante historische Saga geschrieben, die miteinander verwobenen Geschichten zweier junger Menschen, die auf der Suche nach Familie und Heimat sind. Sie erzählt von den Opfern, die Eltern bringen, und es ist ein Liebesbrief an die Kinder, die unvorstellbare Widrigkeiten überleben - und die niemals aufhören zu träumen und zu hoffen.
Vor 40 Jahren, Oktober 1982, erschien Isabel Allendes fulminanter Debütroman La casa de los espíritus, Das Geisterhaus - eine Familiensaga, die zum Welterfolg und in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde: Isabel Allende erzählt die wechselhafte Geschichte der Familie des chilenischen Patriarchen Esteban Trueba und seiner hellsichtigen Frau Clara und führt uns mit ihrer atemberaubenden Fabulierkunst durch eine Zeit, in der persönliche Schicksale und politische Gewalt eng miteinander verwoben sind. Der Erfolg dieses Epos verdankt sich dem hinreißenden Erzähltemperament Isabel Allendes: Mit Phantasie, Witz und mit Zärtlichkeit malt die Autorin das bunte Tableau einer Familie über vier Generationen hinweg.