Wird bei einem Kind die Diagnose ADHS gestellt, sind die Eltern zumindest anfangs oft erleichtert. Sie haben nun die Gewissheit, dass die "Andersartigkeit" ihres Kindes einen Namen hat. Doch wie geht es danach weiter? Die erfahrene Psychotherapeutin Ruth Huggenberger liefert konkrete Anregungen und Ratschläge, die Eltern von ADHS-betroffenen Kindern helfen, anhand von adäquaten Strategien das gesamte Familiensystem zu entlasten. ADHS betrifft oftmals die gesamte Familie - immer häufiger wird die Störung auch bei Erwachsenen festgestellt. Auch Eltern können unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung leiden. Sie finden in diesem Buch wertvolle Hinweise, wie auch ihre Ressourcen gestärkt und wie sie mit den Symptomen im Alltag zurechtkommen. Die Autorin zeigt, wie sich die Störung vom Vorschulalter bis ins Erwachsenenalter auswirken kann und gibt praktische Tipps, welche Strategien in der Erziehung und im Alltag erfolgreich sein können.
Psychotherapie (Thema)
Eine neue Methode zur Heilung sexueller Traumata
Franz Ruppert beschreibt, wie sexuelle Psychotraumata entstehen und wie sie sich ausprägen können, zum Beispiel in Form von Vergewaltigungen, Kinder- und Erwachsenenpornografie sowie Prostitution. Diese Traumata zeigen sich in unterschiedlichsten psychischen und physischen Symptomen, unter denen die Betroffenen massiv leiden können.
Aufbruch in ein neues Ich
Maria Sanchez plädiert in ihrem Buch für eine neue Psychologie. Sie blickt kritisch auf die (Mode)-Themen Selbstoptimierung und Potenzialentfaltung und entlarvt diese als langfristig unwirksam und oftmals sogar schädlich. "Durch diese Art des Umgangs mit uns selbst", so Sanchez, "befeuern wir unabsichtlich die Ursache für zahlreiche psychische Probleme, unter denen wir leiden." Der Grund: Alles, was wir tun, um innerlich anders oder besser zu werden, bekräftigt unbewusst, dass wir noch nicht in Ordnung sind. Genau durch diese innere Haltung bleiben wir jedoch ewig im Kampf mit uns selbst verhaftet. Der Leidenskreislauf kann auf diese Weise nie enden. Kurzfristig und oberflächlich mag sich manches ändern, aber im Kern bewegen wir uns nicht.
Obwohl sich weite Teile der Bevölkerung gegen Krieg aussprechen, wird mittels vielfältiger Strategien versucht, diese Haltung zu untergraben. Beispiele sind die neue Militarisierung und der offene Wandel der Bundeswehr von einer Verteidigungs- zu einer Interventionsarmee. Dabei wird systematisch ausgeblendet, dass Kriege Menschen traumatisieren, in der Regel weitere Konflikte nach sich ziehen und letzten Endes Vernichtung bedeuten. Im vorliegenden Band werden verschiedene Strategien, den Krieg im öffentlichen Bewusstsein als Normalität zu etablieren, analysiert und somit das Ausgeblendete wieder sichtbar gemacht.
Neoliberale sozio-ökonomische und politische Transformationen seit den 1990er Jahren haben gravierende Auswirkungen auf pädagogische und therapeutische Institutionen. Diese Auswirkungen arbeitet Miriam Anne Geoffroy in ihrer Darstellung einer bislang in Deutschland noch kaum bekannten inklusiven psychoanalytisch-pädagogischen Einrichtung heraus: der École Expérimentale de Bonneuil-sur-Marne, gegründet 1969 bei Paris von Maud Mannoni. Sie beleuchtet dabei die emanzipatorischen Ansätze sowie die theoretischen und historischen Hintergründe der antipsychiatrisch und psychoanalytisch (lacanianisch) orientierten "gesprengten Institution", die psychoanalytische Theorien über zwischenmenschliche Beziehungen auf institutionelle Strukturen überträgt.
Der vorliegende Essay ist keine Abrechnung mit der Beratung, wohl aber eine Relativierung ihrer verbreiteten Deutungsanmaßungen und Wirkungsversprechen. Diese entstammen dem Bemühen um gelingende Interventionen, ohne zu erkennen, auf welche eigenartigen Wissenskonstruktionen man dabei zurückgreift. Insbesondere versäumt die "wissende Beratung" - so die hier zugrundeliegende These - jeglichen Zweifel an der Konstruktivität ihres eigenen professionellen Wissens, welches den synaptisch verdichteten Deutungsmustern der Beraterinnen und Berater entstammt - häufig genug durchmischt mit ganz persönlichen Erfahrungen in eigenen Persönlichkeits- und Beziehungskrisen.
Auch wenn die eigene Vergangenheit von Psychotraumata gekennzeichnet war, kann es gelingen, sich selbst wieder lieben zu lernen und anderen Menschen mit Empathie zu begegnen. Ermutigende Beispiele weisen den Weg, wie Täter-Opfer-Verstrickungen aufgelöst werden können und das Ziel einer möglichst traumafreien Gesellschaft erreicht werden kann. Franz Ruppert, der durch zahlreiche psychotherapeutische Publikationen als Trauma-Spezialist ausgewiesen ist, konzentriert sich in diesem Buch auf einen Aspekt, der in den Trauma-Debatten oft zu kurz kommt: Es ist die Täter-Opfer-Dynamik, die zu einer Endlosschleife der seelischen Verletzungen führt.
Renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen machen sich in diesem Buch auf die Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Sie zeigen die Konturen eines neuen Paradigmas der Verbundenheit auf, das die Welt nicht länger als eine Ansammlung voneinander isolierter Teile wahrnimmt, sondern als ein lebendiges Netz, in dem alles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist.
Das Individuum ist heute mit der gesellschaftlichen Leitidee konfrontiert, alles sei möglich und jedes Ziel erreichbar. Das führt zu einer weit verbreiteten Angst, die eigenen Potenziale nicht voll auszuschöpfen und ein unbedeutendes, erfolgloses Leben zu führen. Die Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls wird so erschwert. Die Vorherrschaft einer kommerzialisierten Selbsthilfekultur der Selbstoptimierung verhindert eine intensive Beschäftigung mit grundlegenden existenziellen Fragen.
Effektive Kurzzeit-Psychotherapie in Modulen für Heilpraktiker, Psychotherapeuten und zur Selbstanwendung. Mit zahlreichen Fallbeispielen, Übungen und Audiomeditationen.