Israels Apartheid gegen die Palästinenser*innen. Ein grausames Herschaftssystem und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Amnesty International 22.02.2022
Siehe auch
— Editorial (Malte Lühmann)
— Türkische Rüstungsproduktion und ihre Grenzen (Axel Gehring)
— Veränderung und Umwandlung – Zur Selbstauflösung der PKK (Rojdan Akkaya)
— Grenzüberschreitungen – Systemische Gewalt gegen Migrant:innen (Johanna Bröse)
— Transnationaler Friedensaktivismus – IPPNW-Delegationsreisen nach Kurdistan (Gisela Penteker)
— Ankaras Afrikapolitik: Einflussnahme am Beispiel Somalia (Emre Şahin)
Der brutale Krieg, den Israel als Reaktion auf den Hamas- Angriff vom 7. Oktober 2023 gegen den Gazastreifen begann - oder die Operation "Eiserne Schwerter", wie sie offiziell heißt -, war ein wichtiger Meilenstein in der blutigen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts. In diesem Buch nimmt Avi Shlaim Israels Politik gegenüber dem Gazastreifen kompromisslos unter die Lupe.
EDITORIAL
Staatsräson und Völkermord
Liebe Leserinnen, liebe Leser, in Gaza geschieht ein Völkermord, wird ein Hungerplan umgesetzt - vor unser aller Augen. Die Reaktion der Politiker, Militärs, Manager und Journalisten des sogenannten Wertewestens offenbart eine atemberaubende Verkommenheit. Auch wenn eifrig daran gearbeitet wird, den Genozid schönzuschreiben und zu vernebeln - die Wirksamkeit dieser Anstrengungen schwindet. Die Propaganda tönt so hohl wie sie ist, ihr Herrschaftsanspruch muss zunehmend mit Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden.
Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sieht sich Europa vor das Ende einer Friedensordnung gestellt, die nach 1945 von den sogenannten Siegermächten ausverhandelt worden war und die anhand von Grenzen, militärischer Sicherung und Wiederaufbauhilfen eine fragile Ordnung zu etablieren suchte, die wir westliche Demokratie nennen.
Doch was wäre, verstünden wir Demokratie nicht mehr als Staatsform, sondern als die Fähigkeit von lokalen Gemeinschaften, sich selbst zu verwalten? Welche neuen Formen von Verantwortung, von Souveränität und Selbstbestimmung würden aus einem ernst gemeinten Föderalismus erwachsen? Und welches politische Verständnis von Gesellschaft brauchen wir im 21. Jahrhundert für den Frieden, das fragilste und höchste Gut, das wir haben?
Dem Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie gilt das Marxsche Denken als Ausgangspunkt einer kritischen Reflexion gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen. In diesem Sinne versammelt die vierte Ausgabe des Jahrbuchs Beiträge zu Krieg, Geopolitik und Imperialismus, dem gefängnis-industriellen Komplex sowie zur jüngsten Entwicklung der internationalen Staatenwelt, allen voran der Ukrainekrieg und der Krieg in Gaza.
Der Autor, Dr. Dan Steinbock, geht bei der Analyse der Situation im Nahen Osten wie ein sorgfältiger Arzt vor, der den dringend zur Behandlung anstehenden Patienten Israel, untersucht. Er geht gründlich, aber nicht zu detailliert, auf die Vorerkrankungen und die Ursachen der Situation ein, analysiert dann die Situation wie die Scheibendarstellungen eines MRTs. Wie kaum ein anderer vor ihm schafft er es, das Gesamtbild zu erklären, ohne sich in Details zu verlieren.
Auch diejenigen, welche glauben, sie kennen die Geschichte Israels, werden überrascht sein, doch wieder etwas Neues zu erfahren.
Dan Steinbock erklärt ausführlich die Entstehung der Völkermordkonvention und warum nicht nur Gaza beweist, dass die ursprünglichen Absichten, welche mit dieser Vereinbarung erreicht werden sollten, scheiterten. Aber in diesem Scheitern liegt nun die Chance, einen neuen Anlauf zu nehmen, und endlich koloniale und imperiale Mächte zu zwingen, grundlegende Menschenrechte zu beachten.
"Der 12-Tage-Krieg gegen den Iran" ist ein chronologische Aufarbeitung der Ereignisse im Juni 2025, als Israel und die USA einen Angriffskrieg gegen den Iran führten, angeblich, um ihn davon abzuhalten, eine Atombombe zu entwickeln. Das Buch beschreibt kurz die Vorgeschichte des Konfliktes, und geht dann auf die täglichen Ereignisse aus Sicht mit vielen Details und weiterführenden Quellenangaben ein. Im Anhang des Buches wird versucht zu erklären, was zu der offensichtlich fehlgeleiteten Ansicht von westlichen Gesellschaften über den iranischen Staat geführt hatte.
In einer Welt, die von "regelbasierter Ordnung" spricht, enthüllt Jochen Mitschka in "Gaza - Teil 4: Ein 'regelbasierter' Völkermord" die brutale Realität eines systematischen Verbrechens.
Vom Schatten des 12-Tage-Kriegs gegen den Iran bis zu den endlosen Angriffen auf Libanon und Syrien: Dieser Band dokumentiert chronologisch die Ereignisse von Mai bis Oktober 2025 – Tötungen, Vertreibungen, Zerstörung von Lebensgrundlagen und die Komplizenschaft des Westens.
Wie in den vorherigen Bänden über die Krise im Nahen Osten, die durch den Völkermord in Gaza einen kritischen Höhepunkt erreichte, ist auch dieser Band eine chronologische Beschreibung der Ereignisse, und die Angaben zu Analysen, entsprechend der zeitgenössischen Einschätzung und wurde NICHT später "angepasst". (Außer in seltenen Fällen durch Fußnoten.)