Rotfuchs 338 - Mai 2026
Kriegsprofiteure
Die vorliegende Ausgabe von „RotFuchs“ vom Mai 2026, kritisiert den imperialistischer Expansionskurs des Westens, wobei insbesondere die militärischen Konflikte im Iran und in der Ukraine als Werkzeuge zur Sicherung globaler ökonomischer Vorherrschaft dargestellt werden. Ein zentrales Motiv des Textes ist die Entlarvung von Kriegsprofiteuren, namentlich der Rüstungs- und Energiekonzerne, die laut den Autoren auf Kosten der Arbeiterklasse und durch die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur astronomische Gewinne erzielen. Parallel dazu werden Bemühungen um internationale Solidarität, etwa durch russische Öllieferungen oder humanitäre Hilfe für Kuba, als notwendiger Widerstand gegen ein System aus Sanktionen und Blockaden gewürdigt. Schließlich hinterfragt das Dokument kritisch den westlichen Wertebegriff, der als ideologische Fassade für Machtinteressen und die Unterdrückung abweichender politischer Identitäten gedeutet wird.
Inhaltsverzeichnis Rotfuchs Ausgabe Mai 2026
| Artikel-Titel | Autor | Seite |
| Solidarität mit Kuba | Wennys Díaz Ballaga | 2 |
| Vorgeschichte des Iran-Krieges | Wolfgang Bittner | 3 |
| US-Soldaten gegen den Krieg | Achim Seider | 3 |
| Aktuelle Entwicklungen im Iran- und Ukraine-Konflikt | Oberst a.D. Gerhard Giese | 4 |
| Krieg – Profit – Macht | Dietmar Hänel | 6 |
| Kommt die EU-Spionageeinheit? | Dr. Ralf Hohmann | 7 |
| Der Rachefeldzug des deutschen Imperialismus | Dr. Holger Michael | 9 |
| Deutsche Werte | Uli Jeschke | 10 |
| Ramstein und der Angriffskrieg auf Iran | Rainer Braun | 12 |
| Es geht gegen Rußland | Sevim Dagdelen | 13 |
| Ostermärsche 2026 | Gregor Putensen / Lühr Henken | 14 |
| Die friedlichen deutschen Volksparteien | Reiner Neubert | 15 |
| Blühende Landschaften | Dr. Ulrich Sommerfeld | 16 |
| Mai: Streikfähig statt kriegstüchtig | Rainer Perschewski | 17 |
| Klenner zu Habermas | Hermann Klenner | 18 |
| Bahn in der Krise | Nicht angegeben | 19 |
| Chinas Weg in die Zukunft | Yesey Pérez López | 20 |
| Afrika – Der Traum meiner Kindheit | Georges Hallermayer | 21 |
| Die DDR half China in schwieriger Zeit | Konrad Herrmann / Frank Schumann | 22 |
| KZ Sonnenburg (Teil 2) | Torsten Postrach | 24 |
| Oberhausen: Erinnerung als Auftrag | Nico Grönke | 26 |
| Buchkunst für kleine (und große) Leseratten | me. | 27 |
| Geheimtagung im Museum Karlshorst | Platon Gontscharow | 28 |
| Aufruf: Rußland ist nicht unser Feind | Christiane Reymann / Daniela Schramm | 29 |
| Rückblick um der Zukunft willen | Peter Hoff | 30 |
| Der 1. Mai in Moskau (RF-Archiv) | Stephan Hermlin | 32 |
Zusammenfassung
Lagebericht Mai 2026: Geopolitische Konflikte, Kriegsprofite und der strategische Kurs Deutschlands
Das vorliegende Briefing-Dokument synthetisiert die aktuellen Entwicklungen der globalen Lage im Frühjahr 2026. Im Zentrum stehen der völkerrechtswidrige Angriff der USA und Israels auf den Iran, die ökonomischen Profiteure dieser Eskalation sowie die tiefgreifende Neuausrichtung der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik.
Zentrale Erkenntnisse:
- Militärische Eskalation im Nahen Osten: Der am 28. Februar 2026 begonnene Krieg gegen den Iran hat trotz einer Waffenruhe ab dem 8. April keine Entspannung gebracht. Der Iran erweist sich aufgrund technologischer Unterstützung durch Russland, China und die DVRK als militärisch widerstandsfähiger als vom Westen kalkuliert.
- Ökonomische Kriegsführung: Die Energiepreise werden durch die gezielte Ausschaltung iranischer und russischer Ressourcen auf hohem Niveau gehalten. Davon profitieren insbesondere US-amerikanische LNG-Konzerne und die internationale Rüstungsindustrie.
- Deutschlands neue Rolle: Unter Bundeskanzler Friedrich Merz vollzieht die Bundesrepublik den Wandel vom Unterstützer zum aktiven Kriegsführer gegen Russland, manifestiert durch strategische Verteidigungsabkommen mit der Ukraine und die geplante Stationierung von US-Angriffswaffen ab 2026.
- Innerstaatliche Folgen: Die massiven Rüstungsausgaben (geplant bis zu 300 Milliarden Euro bis 2035) führen zu einem sozialen Kahlschlag in Deutschland, während die industrielle Basis, insbesondere in Ostdeutschland, weiter erodiert.
1. Der Iran-Krieg 2026: Strategie und militärische Realität
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und den Libanon am 28. Februar 2026 markiert den vorläufigen Höhepunkt einer langfristigen US-Interventionsstrategie.
Militärische Dynamik und technologische Parität
Entgegen westlicher Einschätzungen konnte der Iran empfindliche Gegenschläge führen. Berichten zufolge wurde die israelische Luftverteidigung (Iron Dome, Arrow 2/3) durch neuartige elektromagnetische Störsysteme zeitweise deaktiviert.
- Unterstützung durch Verbündete: Russland und China liefern modernste Militärtechnologie, darunter S-500 Luftverteidigungssysteme, Su-35 S Flugzeuge und Hyperschallwaffen. Die DVRK unterstützt über geheime Versorgungswege mit Panzerabwehrmitteln und Mittelstreckenraketen.
- Seekrieg: US-Flugzeugträgergruppen wurden durch iranische Küstenschutz-Komplexe und Hyperschallraketen der Huthis auf Sicherheitsabstand (bis zu 1500 km) gezwungen. Die „USS Eisenhower“ verlor nach Beschuss vorübergehend ihre Manövrierfähigkeit.
- Zivile Opfer: Trotz der Konzentration auf Infrastruktur werden vermehrt zivile Ziele angegriffen, darunter eine Grundschule in Minab mit über 175 Toten durch US-Tomahawk-Raketen.
Die Rolle der Ramstein Air Base
Das pfälzische Drehkreuz Ramstein fungiert als unverzichtbares Nervenzentrum für die US-Operationen. Ohne die dortige Relaisstation für die Satellitensteuerung von Drohnen wäre die präzise Zielerfassung im Nahen Osten technisch kaum realisierbar. Die Bundesregierung macht sich durch die Bereitstellung dieser Infrastruktur zur Mittäterin an völkerrechtswidrigen Angriffen.
2. Kriegsprofiteure und ökonomische Auswirkungen
Kriege werden als „Geschäftsmodelle“ zur Gewinnmaximierung genutzt, wobei die Kosten auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt werden.
Energiemärkte und LNG-Strategie
Die Verknappung des Angebots durch die Zerstörung russischer Pipelines (Nord Stream 2) und Angriffe auf iranische Gasfelder dient der Rentabilität US-amerikanischer Flüssiggasanlagen.
- Texas-Katar-Connection: Ab dem 2. Quartal 2026 soll eine Riesenproduktionsstätte für LNG in Texas (Eigentümer: ExxonMobile, Chevron, QatarEnergy) liefern.
- Gewinnmitnahmen: Allein deutsche Mineralölkonzerne erzielten im Zeitraum März/April 2026 zusätzliche Gewinne von 1,18 Milliarden Euro.
Rüstungsboom
Die westlichen Rekordausgaben für Aufrüstung treiben die Aktienkurse in die Höhe. Die Rheinmetall-Aktie verzeichnete in den letzten 10 Jahren einen Anstieg von über 2000 %. Konzerne wie Rheinmetall beseitigen Konkurrenz durch Aufkäufe kleinerer Unternehmen und sichern sich staatlich finanzierte Rekordaufträge.
3. Deutschland als aktiver Kriegsführer gegen Russland
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat eine neue Dimension der Kriegsbeteiligung erreicht.
Die deutsch-ukrainische Rüstungsallianz
Durch die Unterzeichnung strategischer Verteidigungsabkommen im April 2026 übernimmt Deutschland die Rolle eines „Premiumpartners“ im Krieg gegen Russland.
- Bilaterale Strategie: Anstelle multilateraler Lösungen tritt eine Rüstungsallianz, die die Produktion von Langstreckendrohnen direkt in der Ukraine vorsieht, um Angriffe tief im russischen Territorium zu ermöglichen.
- Militärisch-Industrieller Komplex: Es entsteht eine Verzahnung unter deutscher Hegemonie. Zudem gibt es Bestrebungen, kriegspflichtige Ukrainer aus Deutschland zurückzuführen.
- Nukleares Risiko: Die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen (Dark Eagle, Tomahawk) in Deutschland ab 2026 macht die Bundesrepublik zum potenziellen Ziel russischer Präventivschläge.
Der soziale Preis der Aufrüstung
Die Erhöhung des Wehretats auf 128 Milliarden Euro im laufenden Jahr und das Ziel von 5 % des BIP bis 2035 erzwingen drastische Kürzungen in anderen Bereichen:
- Gesundheit und Rente: Es droht ein Kahlschlag in der Krankenversorgung und bei den Rentenleistungen.
- Wohnungsbau: Während in Deutschland über eine Million Wohnungen fehlen, investiert die Regierung in sozialen Wohnraum in der Ukraine.
4. Bestrebungen für einen EU-Geheimdienst
Unter Führung von Ursula von der Leyen gibt es Pläne zur Zentralisierung der Spionageabwehr und Auslandsaufklärung.
| Initiative | Akteure | Zielsetzung |
| „Dedicated Cell“ | EU-Kommission | Spezialeinheit gegen „hybride Bedrohungen“ aus Russland. |
| „Euro Eyes“ | BND (Konstantin von Notz / Roderich Kiesewetter) | Europäischer Geheimdienstverbund nach dem Vorbild der „Five Eyes“. |
| Niinistö-Bericht | Sauli Niinistö | Forderung nach vollwertiger Geheimdienstkooperation zur Überwindung nationaler Beschränkungen. |
Die Bestrebungen stoßen auf Widerstand beim französischen DGSE und dem britischen MI6, die eine deutsche Dominanz befürchten.
5. Globale Alternativen: China und Kuba
Während der „Wertewesten“ auf Konfrontation setzt, verfolgen andere Staaten langfristige Entwicklungsstrategien.
Chinas 15. Fünfjahresplan (2026–2030)
Die chinesische Regierung setzt auf eine „qualitativ hochwertige Entwicklung“.
- Wachstumsziele: Ein BIP-Wachstumsziel von 4,5 % bis 5,0 % für 2026.
- Schlüsselkonzepte: Reform und Innovation, Sozialwohlfahrt („Investition in den Menschen“), grüne Entwicklung und globale Offenheit.
- Solidarität: China betont die Teilhabe anderer Länder an seinen Entwicklungschancen, im Gegensatz zur unilateralen Sanktionspolitik der USA.
Kuba: Widerstand gegen die Blockade
Trotz verschärfter US-Sanktionen (Ausrufung des nationalen Notstands durch Donald Trump am 29. Januar 2026) erfährt Kuba internationale Unterstützung.
- Medizinische Hilfe: Die Initiative „Granma 2.0“ brachte 14 Tonnen Hilfsgüter aus Mexiko nach Havanna.
- Energie: Russland sichert die Versorgung durch die Entsendung von Öltankern (z.B. „Anatoli Kolodkin“ mit 100.000 Tonnen Erdöl), um lebenswichtige Systeme aufrechtzuerhalten.
6. Industrieller Niedergang und innerer Widerstand
In Deutschland wächst die Diskrepanz zwischen Regierungspolitik und der Lebensrealität der Bürger.
- Deindustrialisierung: Am Beispiel Eberswalde zeigt sich das Scheitern der „blühenden Landschaften“. Die Schließung des Tönnies-Fleischwerks (ehemals größtes Europas) und der Niedergang des Kranbaus markieren das Ende industrieller Traditionen.
- Widerstand: Die Ostermärsche 2026 verzeichneten eine rege Beteiligung. Aktivisten fordern „Streikfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit“ und kritisieren die SPD und die Grünen für den Verrat an ihren ursprünglichen Werten.
- Historische Parallele: Kritiker warnen vor einem wiederkehrenden „Russenhaß“ und einer Propaganda, die wie 1914 und 1939 die Füße der Arbeiterklasse stillhalten soll, während sie in den Krieg getrieben wird.
Fazit: Die Quellen zeichnen das Bild einer Welt am Abgrund, in der imperiale Machtansprüche und Profitinteressen über das Völkerrecht und die soziale Sicherheit gestellt werden. Die strategische Autonomie Europas wird durch die Bindung an die US-Politik und interne rüstungspolitische Ambitionen Deutschlands untergraben.