Zwischen den Kriegen - Eine Literaturzeitschrift »jenseits von Markt und Modenschau« als Faksimile-Ausgabe mit Nachwort und Stellenkommentar. Ende 1952 riefen die beiden Hamburger Jungautoren Werner Riegel und Peter Rühmkorf eines der eigenwilligsten Zeitschriftenprojekte ins Leben. Da ihnen Verlag, Vertrieb und Kapital fehlten, stellten sie ihre Blätter gegen die Zeit kurzerhand selber her: als Autoren, Verleger und Vertreiber. Bis zu Riegels Tod 1956 erschienen 26 hektographierte Hefte, die auf etwa 10 Druckseiten eigene Gedichte, Fremdzitate und Essays miteinander kombinierten. Geheftet und verpackt wurden sie an 150 ausgesuchte Leser verteilt oder verschickt. Der ideelle Anspruch der Blattmacher kannte keine Grenzen.
Zeitschrift (Thema)
"Der Ziegelbrenner" war eine anarchistische Zeitschrift, die von September 1917 bis Dezember 1921 in München und Köln erschienen ist. Verantwortlich für Herausgabe, Schriftleitung und Inhalt war der der hinsichtlich seiner Identität gänzlich undurchsichtige Schauspieler und Schriftsteller Ret Marut, der später in der Münchner Räterepublik eine herausragende Rolle im revolutionären Pressekampf spielen sollte.
Ret Marut (das Pseudonym eines dt. Anarchisten) wurde später unter dem Autoren-Pseudonym B. Traven weltberühmt.
Die Welt erlebt Krieg in der Ukraine. Sie erlebt, wie Staaten für ihre Selbsterhaltung – wer dieses „Selbst“ ist und was dazu gehört, definieren sie selbst – in großem Stil über Leichen gehen. Und die Menschen, welt- und vor allem europaweit, reagieren: mit bedingungsloser Selbstverpflichtung zu moralischer Parteinahme.
Geht’s noch?
Die Sache wird nicht besser, wenn die nachdenkliche Privatperson zu dem weisen Schluss kommt, dass irgendwie keine der Mächte, die als Kriegsparteien gegeneinander über Leichen gehen, ihre kostbare uneingeschränkte Parteinahme verdient. Weiterlesen ...
Globale Ungleichheiten rücken seit Jahrzehnten immer wieder in den Blick - sei es im Zusammenhang mit Verschuldung, Rohstoffkriegen oder Migrationsbewegungen. Die Prokla 198 beschäftigt sich nun mit den globalen Abhängigkeiten unserer wirtschaftlichen Ordnung. Die Verschiedenheit der Produkte, die in einzelnen Ländern hergestellt werden, und deren Position im internationalen Finanzsystem sind hier konstituierend, nicht weniger relevant aber sind politischer Einfluss und koloniale Kontinuitäten. Die Texte fokussieren auf asymmetrische Stoff- und Ressourcenströme, die zu den globalen ökonomischen und ökologischen Ungleichheiten beitragen.
Griechenland ist in der Krise. Anstelle von Solidarität gab es jedoch Häme; die Griechen mussten sich als Faulenzer, korrupte Staatsbedienstete und notorische Steuerzahlungsverweigerer beschimpfen lassen.
Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, August 1914: Autoren blicken auf die Städte Europas, Zusammengestellt vom Netzwerk der Literaturhäuser. Was hat die Menschen in den verschiedenen Städten Europas im Sommer 1914 bewegt, was haben sie in ihren Zeitungen lesen können und was haben sie selbst gedacht oder geschrieben?