Am Beginn des 21. Jahrhunderts ruhten die Hoffnungen auf Veränderungen wieder einmal auf Lateinamerika. Die dortige Linkswende markierte das «Ende des Endes der Geschichte» und in Venezuela wurde unter Präsident Hugo Chávez der Sozialismus wieder salonfähig. Mit dem Rückenwind kräftig steigender Rohstoffpreise gelangen der Bolivarischen Revolution von Chávez nicht nur vielbeachtete soziale Entwicklungserfolge, sondern auch die Wirtschaft erreichte hohe Wachstumsraten. Der karibische Sozialismus schien sich positiv von den gescheiterten Modellen des «real existierenden Sozialismus» abzuheben.
Doch bald wurden die Erfolgsmeldungen spärlicher und Nachrichten von Verschwendung, Korruption sowie zunehmenden autoritären Tendenzen untergruben den Modellcharakter.
Neu 2019-1.HJ (Thema)
Mit diesem Networking-Buch knüpfen Sie erfolgreich Kontakte
Tijen Onaran verrät in ihrem Buch "Die Netzwerkbibel", worauf es beim Netzwerken wirklich ankommt.
Kontakteknüpfen mittels Networking ist im Zuge der Digitalisierung einerseits einfacher, andererseits auch komplexer geworden: es gibt ein Überangebot an digitalen Plattformen, immer mehr Events und immer mehr Entscheider und Multiplikatoren, die wichtig erscheinen. Gleichzeitig hat Networking an Bedeutung gewonnen: ein tragfähiges Netzwerk und die richtigen Kontakte helfen, sich als Experte zu positionieren und beruflich erfolgreich zu sein - das gilt für Führungskräfte ebenso wie für Berufseinsteiger.
Der Aufdecker der US-Nation ruft zum Ungehorsam
Sind die goldenen Zeiten des Journalismus vorüber? Zeitungsreporter konkurrieren mit den Rund-um-die-Uhr-Nachrichten der Kabelsender, Berichte werden nur oberflächlich recherchiert und vorschnell veröffentlicht, weil die Zeit fehlt, an einer sich entwickelnden Story zu arbeiten. Niemand will sich mit investigativem Journalismus die Finger verbrennen: zu teuer, zu zeitintensiv, zu unsicher die Ergebnisse - und zu anfällig für Klagen.
Die Rote Armee entstand Anfang des Jahres 1918. Die Truppe erhielt ihre Feuertaufe in den Kämpfen des Bürgerkrieges und bei der Abwehr der ausländischen Intervention. In etlichen fast vergessenen Kriegen und verdeckten Militäroperationen der 20er und 30er Jahre mussten sich Soldaten und Kommandeure bewähren. Eine tragische Zäsur war die Terrorwelle, die sich ab 1937 gegen das Offizierskorps der Roten Armee richtete. Diese Enthauptung der Truppe hatte verheerende Auswirkungen auf deren Kampfwert, was sich vor allem im sogenannten Winterkrieg gegen Finnland und in den ersten Monaten nach dem Überfall der Wehrmacht zeigte. Die Armee musste sich im Abwehrkampf erneuern – eine Herausforderung, die mit hohem Blutzoll bestanden wurde.
Der vorliegende Essay ist keine Abrechnung mit der Beratung, wohl aber eine Relativierung ihrer verbreiteten Deutungsanmaßungen und Wirkungsversprechen. Diese entstammen dem Bemühen um gelingende Interventionen, ohne zu erkennen, auf welche eigenartigen Wissenskonstruktionen man dabei zurückgreift. Insbesondere versäumt die "wissende Beratung" - so die hier zugrundeliegende These - jeglichen Zweifel an der Konstruktivität ihres eigenen professionellen Wissens, welches den synaptisch verdichteten Deutungsmustern der Beraterinnen und Berater entstammt - häufig genug durchmischt mit ganz persönlichen Erfahrungen in eigenen Persönlichkeits- und Beziehungskrisen.
"Der Weg zur Bildung führt über den Beruf und nur über den Beruf" - schrieb Eduard Spranger den Bildungsidealisten ins Stammbuch: Das klassische Bildungsideal ist am Ende. Ungeheuerlich?
Rolf Arnold, Mitbegründer konstruktivistischer Pädagogik und John Erpenbeck, oft als Kompetenzpapst apostrophiert, behaupten in diesen Dialogen, leichthin im Ton, hammermäßig in der Sache, ebenso Ungeheuerliches:- Wissen ist keine Kompetenz- Wissens"vermittlung" gibt es gar nicht- Kompetenz baut ebenso stark auf Emotionen wie auf Wissen- die Gesellschaft der Zukunft ist weniger Wissens- als Kompetenzgesellschaft- die Bildung der Zukunft ist Kompetenzreifung.
Die Anstalt ist eine Institution im deutschen Fernsehen: Anlaufstelle für Andersdenkende, Rettungsanker für Rebellen und das Medium für Mainstream-Muffel. Max Uthoff, Claus von Wagner und ihr Redakteur und Mitautor Dietrich Krauß wollen Stimme sein für Unerhörtes und Ungehörtes. Bei der Wahl ihrer Mittel kennt sie keine Tabus: Es gibt knallharte Recherchen mit angeklebten Bärten, Komik im Kollektiv und Tafelunterricht als Unterhaltungsprogramm. Die Sendung mit der Maus für Erwachsene.
Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen, euphorische Aufbrüche und Revolutionen. Die iranische Revolution, Thatchers Neoliberalismus oder die Öffnung Chinas veränderten ebenso die Welt wie die Aufnahme der BoatPeople, der AKW-Unfall von Harrisburg oder der sowjetische Einmarsch in Afghanistan.
Frank Bösch nimmt uns mit auf eine faszinierende Zeitreise zu den Quellen unserer Gegenwart. 1979 gilt als "das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts" (Peter Sloterdijk) und wird als der "Beginn der multipolaren Welt von heute" (Claus Leggewie) bezeichnet.
"Wenn heute in China ein Sack Reis umfällt, bebt die ganze Welt." Theo Sommer
China hat sich in wenigen Jahrzehnten vom Armenhaus im Mao-Look zur Hightech-Nation gewandelt. Vielspurige Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die Zentren. Oft heißt es, die Technologie sei nur importiert, ja geraubt, und die sozialen und ökologischen Probleme seien übermächtig. Doch das ist eine gefährliche Täuschung, wie Theo Sommer eindrucksvoll zeigt. Wer sein luzides Buch voller überraschender Fakten und Zusammenhänge gelesen hat, wird China und den Westen mit anderen Augen sehen.
Dargestellt werden möglichst alle Juden aus der Gemeinde Zell a. Main, die im Nationalsozialismus ermordet oder vertrieben wurden oder in Nazi-DCeutschland verblieben sind. Absicht des Buches ist es, einen Beitrag zur Erinnerung zu bieten. Es geht nicht um Schuld, vielmehr hat sich damalige Schuld in heutige Verantwortung gewandelt.
In Zell a. Main lebten von 1822 bis ca. 1925 über 100 Jahre lang Juden. Was war eigentlich mit diesen Menschen aus Zell im Nationalsozialismus? Waren sie bereits gestorben? Waren sie ins Ausland geflohen und in alle Welt zerstreut? Oder litten sie in Deutschland unter dem NS-Terror? Waren sie gar in die Vernichtungslager verschleppt und ermordet worden?