Wie wollen wir in Zukunft leben? Es gärt. Kaum wird das Ende der Krise eingeläutet, nimmt die nur ihren nächsten Anlauf. Millionen Menschen fürchten sich vor der Zukunft. Eine winzige Minderheit besitzt Milliarden. Die Mittelschicht wird zerrissen. Angst und Armut lassen bürgerliche Konsense bröckeln.
Arbeit (Thema)
In was für einer Welt leben wir eigentlich? Philipp Schönthaler beschreibt die Herausforderungen und Zumutungen unserer alltäglichen Arbeits- und Lebenswelten. Jeder Tag ist ein Kampf um optimiertes Aussehen, optimierte Arbeitsziele, optimierte Arbeitsplätze, optimierte Berufseinstellungen.
Wie werden wir morgen arbeiten? Diese Frage bewegt immer mehr Menschen, und doch wissen wir viel zu wenig darüber, wie die Arbeitswelt heute und in Zukunft tatsächlich aussieht.
Wirtschaft ist Leben, Ökonomie kennt nur Gewinne. Mit Fleiß, Geschick und Anstand haben wir Bürger in Betrieb und Familie in den vergangenen sechzig Jahren eine lebendige Wirtschaft aufgebaut.
Eine Krankenschwester, ein Sozialarbeiter, ein Banker befinden: Ich möchte meine Arbeit gern gut machen, aber ich kann es mir nicht leisten. Was ist los mit einer Gesellschaft, in der man es sich nicht leisten kann, gute Arbeit zu machen?
Der Kapitalismus steuert auf eine Weltwirtschaftskrise zu. Damit gewinnen die bereits in den achtziger Jahren entwickelten krisentheoretischen Thesen und Analysen von Robert Kurz, die von der vereinigten Restlinken wie vom bürgerlichen Wissenschaftsverständnis stets grundsätzlich zurückgewiesen wurden, weit mehr als bisher an Realitätsgehalt.