Wie kein anderer steht der Theologe Dietrich Bonhoeffer für Zivilcourage, Einmischung in die Politik, Pazifismus und Nächstenliebe. Dabei gab es für ihn weder konfessionelle noch nationale oder soziale Grenzen. Der evangelische Pfarrer lebte das, was er forderte, sein Mut wurde ihm schließlich zum Verhängnis. In seiner Biographie begibt sich Alois Prinz auf die Spuren Bonhoeffers und zeichnet nach, wie er zum aktiven Widerstandskämpfer wurde, der hin- und hergerissen zwischen Selbstbewusstsein und Selbstzweifeln seinen Platz in der Welt suchte. Prinz gelingt ein faszinierendes Portrait dieses mutigen Mannes, der besonders heute ein Vorbild für viele Menschen ist.
Attentat (Thema)
Dallas, 22. November 1963: John F. Kennedy ist ermordet und die Hintergründe des Attentats auf den Präsidenten werden vertuscht. Ein junger Polizist kommt in Dallas an, mit einem Überstellungsmandat und 6000 Dollar. Eine höllische Reise durch die wildesten Jahre der amerikanischen Geschichte beginnt - eine atemlose Irrfahrt durch explodierende amerikanische Träume.
Nachdem seine Mutter ihm zuvor ein paar Akkorde auf dem Banjo beigebracht hatte, gründete John Lennon zusammen mit ein paar Kumpels aus der Schule 1956 die Band „The Quarrymen“. Wenige Jahre später benannten sie sich um in „The Silver Beatles“ – der Rest ist Musikgeschichte. Die Beatles wurden zur erfolgreichsten Band aller Zeiten und John Lennon zur Legende. Er schuf mit „Help!“ oder „Imagine“ Songs, die jedes Kind kennt, und war das Gesicht der Friedensbewegung. Die renommierte Rockjournalistin Lesley-Ann Jones beleuchtet Lennons Weg vom britischen Vorort in den internationalen Rockolymp ganz neu und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Frauen, die ihn umgaben und prägten.
Auch 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 beschäftigen uns die Ereignisse dieses Tages. Die Autoren geben eine Übersicht über Errichtung und Funktion des "Führerhauptquartiers" in Ostpreußen sowie über zentrale politische Entscheidungen, die dort getroffen wurden. Im Mittelpunkt des Bandes aber stehen die Abläufe des 20. Juli 1944 in der "Wolfschanze", von Stauffenbergs Ankunft bis zu Hitlers nächtlicher Rundfunkansprache.
Heydrich tobt. Gerade erst hat der "Reichsprotektor von Böhmen und Mähren" das ehrwürdige Konzerthaus Rudolfinum zum "Haus der deutschen Kunst" umwidmen lassen, da entdeckt er unter den Komponistenstatuen auf dem Dach einen Juden: Mendelssohn-Bartholdy.
Der SS-Anwärter Julius Schlesinger erhält den Befehl, sich um dessen Beseitigung zu kümmern. Aber das ist schwieriger als gedacht. Denn erstens ist er nicht schwindelfrei und will nicht aufs Dach. Und zweitens finden die beiden mitgebrachten Tschechen, Becvár und Stankovský, nicht heraus, wer der Fragliche ist - denn die Statuen tragen keine Namen.
Da hat Schlesinger eine Idee: Eben erst hat er gelernt, dass Juden die größten Nasen hätten.
"→ MK-ULTRA gab ihm die Macht, über Leben und Tod anderer Menschen zu entscheiden."
Grausame Menschenversuche in Geheimgefängnissen, neue Foltermethoden, bewusstseinsverändernde Drogen in Fake-Bordellen und nicht nachweisbare Gift-Attentate - alles im Auftrag der CIA und amerikanischer Präsidenten. Das ist nicht der Plot eines Hollywoodstreifens, sondern Teil der Biografie des Chemikers Dr. Sidney Gottlieb, einer der tödlichsten Geheimwaffen der CIA bis in die 1970er-Jahre. Als Leiter des streng geheimen MK-ULTRA-Projekts forschte er an Wegen, das Bewusstsein von Menschen zu kontrollieren. In Geheimoperationen war Gottlieb außerdem federführend bei Attentatsversuchen der CIA auf missliebige Regierungschefs wie Fidel Castro, Tschu En Lai oder Patrice Lumumba.
Im Dezember 1987 wird Ingrid Strobl, Journalistin und Autorin, in ihrer Kölner Wohnung festgenommen, nach Paragraf 129a StGB - Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Sie hatte einen Wecker der Marke Emes Sonochron gekauft, für einen Bekannten, wie sie sagte, der sie darum gebeten hatte. Dieser Wecker wurde als Zeitzünder bei einem Sprengstoffanschlag der "Revolutionären Zellen" auf ein Lufthansagebäude verwendet, bei dem ein Sachschaden entstand. Mit dem Anschlag wurde gegen die Abschiebepraxis von Asylsuchenden protestiert, was Ingrid Strobl befürwortete.
Sie weigert sich, den Namen des Bekannten zu nennen, und bleibt in Untersuchungshaft.
Mitten in seiner Vorlesung an der Kölner Universität wird Lennart Halm herausgerufen: ein Kriminalbeamter teilt ihm mit, dass seine Zwillingsschwester Luise an diesem Morgen bei einem Attentat auf die Metro in Barcelona umgekommen sei. Der IS habe sich zu der Tat bekannt.
Halm geht benommen nach Hause, denkt, fassungslos vor Trauer und Entsetzen, über seine Schwester und ihr besonderes Verhältnis zueinander nach, verfolgt die Sondersendungen im Fernsehen und fliegt nach Barcelona, noch am gleichen Tag. Dort gelandet, nimmt er sofort ein Taxi zu der Metrostation, wo der Anschlag verübt worden war - 82 Tote, eine davon seine Schwester.
Halm will wissen, wie sie, die in letzter Zeit wenig Kontakt zu ihm hatte, in Barcelona gelebt hat. Er findet die Wohnung, bricht dort ein und wundert sich, wie kärglich es dort aussieht: Er erinnert sich an ihre letzten Mails, in denen sie gegen die Konsumgesellschaft wütete und von neuen, "höheren Zielen" sprach.
Im Polizeikommissariat, das die Ermittlungen führt, wird ihm gesagt, seine Schwester habe "dunkle Flecken" in ihrem Leben gehabt.
Yuval Noah Harari ist Autor der Weltbestseller
Eine kurze Geschichte der Menschheit, Homo Deus und
Lektionen des 21. Jahrhunderts.
Doch er ist auch ein ausgewiesener Militärhistoriker des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Mit dem vorliegendem Buch, das nun erstmals auf Deutsch erscheint, hat er wissenschaftliches Neuland betreten und die Kommandooperationen im Zeitalter der Ritter untersucht. Attentate, Entführungen, Sabotage - die dramatischsten Aktionen der Spione und Geheimagenten des Mittelalters. Eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Lektüre für alle Harari-Fans, die diesen faszinierenden Autor einmal von einer anderen Seite kennenlernen wollen.
Schon im Mittelalter und in der frühen Neuzeit gab es nicht nur große Schlachten und langwierige Belagerungen von Festungen und Städten, sondern auch gezielte Attentate, Entführungen und Sabotagen, die unter geringem Materialaufwand von nur wenigen Spezialkräften durchgeführt wurden.
Der 20. Juli 1944 zählt zu den Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das missglückte Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler und der anschließende Umsturzversuch sind zum Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus geworden. Von den Ereignissen völlig überrascht, hatte das NS-Regime in Bezug auf die Gruppe der Verschwörer sofort festgelegt, dass in der Öffentlichkeit nur von einer "ganz kleinen Clique" die Rede sein dürfe - eine Formulierung, die mitunter noch heute das Bild des Widerstandskreises prägt.