Lufthansa (Thema)
Ob Gewerkschaften, Unternehmen oder Parteien: Organisationen prägten die Geschichte des 20. Jahrhunderts ganz maßgeblich. Daher ist die Beschäftigung mit diesen - oftmals umstrittenen - Gebilden und ihren Hervorbringungen einer der Schwerpunkte zeithistorischer Forschung. Gerade in Deutschland erlebte die Geschichtsschreibung zu Organisationen durch die Aufarbeitung möglicher NS-Kontinuitäten in Behörden oder Ministerien einen bemerkenswerten Boom, dem bisher allerdings eine übergreifende Selbstreflexion fehlt.
Anhand prägnanter Beispiele diskutiert dieser Band erstmals grundlegende Probleme bei der Analyse von Organisationen im Schnittfeld von Sozial- und Geschichtswissenschaft.
Erstmalige Gesamtdarstellung der Geschichte der Lufthansa seit der Gründung 1926
Dieses Werk zeichnet erstmals umfassend die Entwicklung der Lufthansa seit ihrer Gründung 1926 nach - von ihren Pionierzeiten über ihre Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum Wiederaufschwung nach dem Krieg und ihrem Aufstieg zu einem Global Player der Luftfahrt. Die vorliegende Gesamtdarstellung der bewegten Unternehmensgeschichte basiert auf erstmals ausgewerteten Quellen und beleuchtet neben politischen, wirtschaftlichen sowie technischen Zusammenhängen auch die Markenidentität, die nicht zuletzt durch stets innovatives Design geprägt wurde.
Die Geschichte eines deutschen Vorzeigekonzerns
Mit Adler und Kranich legt der Historiker Lutz Budrass die erste umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung der Lufthansa-Geschichte vor: von der geheimen Aufrüstung in der Weimarer Republik über den Einsatz von Zwangsarbeitern im NS-Regime bis zum ersten Flug nach der Wiedergründung 1955. Seine Studie macht deutlich, warum der Lufthansa-Konzern in der Bundesrepublik nicht ohne die Brücke zur Vorgeschichte in der Weimarer Republik verstanden werden kann.
Wer war Klaus Bonhoeffer? Während Leben und Wirken Dietrich Bonhoeffers akribisch erforscht sind, gibt es bisher keine einzige Monographie über dessen Bruder. Dabei war Klaus nicht nur der ältere, sondern er ist Dietrich auch in mancher Hinsicht vorangegangen - nicht zuletzt auf dem Weg in den Widerstand gegen Hitler. Entsprechend seiner Persönlichkeit war Klaus im Kampf gegen die Diktatur in gewisser Weise sogar der Entschiedenere von beiden.
Der Band führt in die soziologische Mobilitätsforschung ein und schließt dabei an das "Mobilities Paradigm" an. Im Anschluss an die Darstellung soziologischer Traditionslinien werden verschiedene Gegenstände dieser Forschungsrichtung wie Formen räumlich flexibilisierter Arbeitsverhältnisse, Pendel- und Reisepraktiken, Freizeitverkehr, multilokale Lebensformen und Migration vorgestellt.
Das neue Buch der Wirtschaftsnobelpreisträger.
Ungleichheit, Armut, Migration, freier Handel, Wirtschaftswachstum und Umweltfragen sind die Probleme, die weltweit täglich die Schlagzeilen beherrschen. Hierzu wären Wissen und Rat von Wirtschaftswissenschaftlern dringend gefragt. Die für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Armutsforschung bekannten Ökonomen Esther Duflo und Abhijit Banerjee halten in diesem Buch ihren Kollegen provokant den Spiegel vor: Katastrophale Krisen wie die Lehman-Pleite haben sie verschlafen, oft verstellen ideologische Vorbehalte den Blick, und bei Streitthemen wie dem Euro haben sie sich gescheut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Duflo und Banerjee zeigen anschaulich, was gute Ökonomie stattdessen zur Lösung der dringenden Weltprobleme beitragen kann.
Im Dezember 1987 wird Ingrid Strobl, Journalistin und Autorin, in ihrer Kölner Wohnung festgenommen, nach Paragraf 129a StGB - Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Sie hatte einen Wecker der Marke Emes Sonochron gekauft, für einen Bekannten, wie sie sagte, der sie darum gebeten hatte. Dieser Wecker wurde als Zeitzünder bei einem Sprengstoffanschlag der "Revolutionären Zellen" auf ein Lufthansagebäude verwendet, bei dem ein Sachschaden entstand. Mit dem Anschlag wurde gegen die Abschiebepraxis von Asylsuchenden protestiert, was Ingrid Strobl befürwortete.
Sie weigert sich, den Namen des Bekannten zu nennen, und bleibt in Untersuchungshaft.



