Das Buch handelt von jungen Menschen palästinensischer Herkunft, die in Palästina und Israel leben oder deren Eltern und Großeltern dort gelebt haben. Sie haben Diskriminierung und Gewalt in vielen Varianten erfahren, von rassistischer Ausgrenzung und Benachteiligung, Flucht und Vertreibung, Aufwachsen in Flüchtlingslagern, militärischer Unterdrückung bis zur physischen Vernichtung. Das Buch macht die erlebte Geschichte dieser jungen Menschen sichtbar und zeigt, wie sie sich wehren und zu befreien versuchen.
Nahostkonflikt (Thema)
Israel/Palästina ist die sinnbildliche Hochspannungsleitung: Wer sie berührt, den trifft der Schlag. Unter Starkstrom wird auch der Konflikt diskutiert - oft jedoch ohne eine gemeinsame faktische Grundlage für ein Gespräch zu haben. Doch wie konnte der Konflikt in Israel/Palästina überhaupt solch tödliche Ausmaße erreichen? Dieses Buch stellt die ethnischen Säuberungen und wirtschaftlichen Verbrechen in den Fokus, die den Nahen Osten in den vergangenen anderthalb Jahrhunderten geprägt haben.
Zusammenhänge von Völkermord, Rassismus, Imperialismus und Kolonialismus
»Stop genocide«, »Schluss mit dem Genozid«, wird auf vielen Demonstrationen gefordert: Infolge der israelischen Kriegsführung in Gaza ist das Thema im Fokus wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Internationale Gerichtshof prüft einen Vorwurf, der schwerer kaum wiegen kann: Genozid, das größte Verbrechen im Völkerstrafrecht, kennzeichnet die Absicht, eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.
Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober und dem Beginn der verheerenden Angriffe des israelischen Militärs auf den Gazastreifen gründete sich in Wien die jüdisch-arabische Friedensinitiative Standing Together Vienna. Diese Initiative, inspiriert von der gleichnamigen Bewegung in Israel-Palästina, hält regelmäßig Mahnwachen für alle israelischen und palästinensischen Opfer ab und fordert einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung der Geiseln und einen gerechten Frieden.
In ihrem bahnbrechenden Werk, das ursprünglich im Jahr 2006 veröffentlicht wurde, taucht die renommierte Journalistin, Historikerin und Nahostwissenschaftlerin Helga Baumgarten tief in die Feinheiten der Hamas ein und bietet eine umfassende und aufschlussreiche Untersuchung, die heute noch genauso relevant ist wie bei ihrer ersten Veröffentlichung. Indem sie die Hamas in ihren breiteren soziopolitischen Kontext einordnet, beleuchtet Baumgarten die Komplexität und die Herausforderungen, mit denen die palästinensische Gesellschaft konfrontiert ist, sowie die breitere Dynamik, die die Region prägt.
Palästina: Befreiung in den Staat von Helga Baumgarten erscheint nun in einer leicht überarbeiteten Neuauflage. Das Werk das den jahrzehntelangen Kampf der Palästinenser um Freiheit und nationale Selbstbestimmung illustriert, bietet eine präzise Analyse der politischen, sozialen und historischen Entwicklungen, die zur Entstehung der palästinensischen Identität führten. Baumgartens fundiertes Wissen macht dieses Buch zu einem unverzichtbaren Beitrag zur Diskussion über den Nahostkonflikt und dessen Zukunft.
Das Buch besteht aus zwei Teilen.
In ersten Teil unternimmt Helga Baumgarten eine historisch-politische und ökonomische Analyse des israelischen Siedlerkolonialismus mit seiner zunehmend rassistischen Ausprägung gegen arabische und muslimische Menschen. In Teil 2 bietet Norman Paech die erste in die Tiefe gehende historisch-juristische Analyse der israelischen Politik auf der Basis des internationalen Rechts. Er untersucht dabei die juristischen Grundlagen dieses Konflikts, der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zwischen jüdischen Siedlern und der arabischen Bevölkerung besteht.
Seit mehr als 60 Jahren leben Hunderttausende von Palästinensern als israelische Staatsbürger innerhalb der Grenzen des Staates, der am Ende des Konflikts von 1948 gegründet wurde. Die israelischen Palästinenser, die einen prekären Mittelweg zwischen den jüdischen Bürgern Israels und den enteigneten Palästinensern im Westjordanland und im Gazastreifen einnehmen, haben eine äußerst komplexe Beziehung zu dem Land entwickelt, das sie ihre Heimat nennen; in den unzähligen Diskussionen über das israelisch-palästinensische Problem werden ihre Erfahrungen jedoch oft übersehen und vergessen.
Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 forderte über 1100 Tote, darunter zahlreiche Zivilisten. Die Folgen sind bis heute gravierend. Sehr persönlich und berührend schildern zwei Freundinnen ihre Erlebnisse in Israel und den Palästinensergebieten im Zusammenhang mit diesem traumatischen Anschlag. Die beiden Nahostexpertinnen schildern aus unterschiedlichen Perspektiven ganz offen ihre Erfahrungen und Ängste, sprechen sich gegenseitig Mut zu und ringen zugleich um Verständnis für die Sichtweise der jeweils anderen.
1936: Das Jahr, als im Nahen Osten die Gewalt ausbrach. Nur wer die Wurzeln des Nahostkonflikts kennt, kann die Krise besser verstehen
Im Frühjahr 1936 brach im Heiligen Land eine arabische Rebellion gegen die jüdischen Einwanderer und die britische Mandatsmacht aus. Der Aufstand dauerte drei Jahre, kostete Tausende Menschen das Leben und markiert den Beginn der Gewaltgeschichte des Nahen Ostens.