Mit dem Ende von Obamas Präsidentschaft gruppieren sich die Rechtspopulisten in den USA neu - und sie haben nicht nur den Linken und Demokraten den Kampf angesagt, sondern auch den Republikanern. Seit die Bewegung vor acht Jahren entstand, hat sie beachtliche Erfolge gegen das Establishment in Washington erzielt. Alte Parteihasen wie John Böhner mussten gehen, Jeb Bush, der Liebling der Moderaten, scheiterte kläglich in den Vorwahlen. Es gibt nun gleich zwei Kandidaten, die sich auf die Tea Party berufen, und die sehr unterschiedlich sind: Ted Cruz und Donald Trump. Die Basis von Cruz sind die ultrakonservativen Bibeltreuen, er wird von radikalen Abtreibungsgegnern und Waffennarren unterstützt; Trump hingegen tritt zwar öffentlich als starker Mann auf, insbesondere gegen Immigranten und gegen den Freihandel mit China, tatsächlich aber steht eher den Libertären nahe; er war früher Demokrat.
Neue Rechte (Thema)
Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an - das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen.
Die Pegida-Märsche und der Aufstieg der AfD sprechen eine deutliche Sprache: Es ist wieder salonfähig geworden, gegen eine vermeintliche "Überfremdung" zu wettern und Minderheiten zu diskriminieren.
Einziges Buch zu dem hochbrisanten Thema: 'Italiens Faschisten des 3. Jahrtausends'. Seit 10 Jahren existiert die populistische Bewegung Casa Pound Italia. Ihre Wurzeln sieht sie im historischen Faschismus zu Beginn der 1920er Jahre; in der Zeit als der italienische Faschismus noch nicht Regime, sondern eine Bewegung mit revolutionärem Anstrich war und sich mit Terror und Gewalt den Weg zur Macht ebnete.
Wer sind die Rechtsintellektuellen von heute? Die Neue Rechte unterscheidet sich vom Nazi-Klischee. Statt Springerstiefel und Bomberjacke tragen sie Anzüge, geben sich bieder und sitzen in Rechtsanwaltskanzleien, Universitäten und Medienhäusern.
Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss. Wer heute die Gesellschaft zu beschreiben versucht, stößt auf ein grundlegendes Problem: Die alten Grenzziehungen funktionieren nicht mehr.
Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten Identitären Bewegung, die sich als Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind.
Die radikale Rechte hat hohe Erwartungen. Bei der Europawahl 2014 wollen verschiedenste Parteien aus zahlreichen Ländern vom rechten Rand in das Europaparlament ziehen. Seit Jahren eint diese Parteien und Bewegungen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus das Nein zur Europäischen Union. Ein Nein zur EU bedeutet aber kein Nein zur Europawahl. In Brüssel wollen sie sich gegen das "Völkergefängnis", das "Bürokraten, Wirtschaftslobbyisten und Einwanderungsideologen errichtet" hätten, einsetzen.