Zukunftsängste Abstieg der Mitte Ressentiments - Eine Flugschrift. Ein stärker werdendes rechtspopulistisches Protestmilieu sowie ein rapider Anstieg extrem rechts motivierter Gewalt kennzeichnen die gegenwärtige Situation. Diese Entwicklung ist Ausdruck zunehmender gesellschaftspolitischer Polarisierung und Entsolidarisierung. Befeuert wird sie durch politische und mediale Drohkulissen gegenüber Flüchtlingen.
Dass die »Flüchtlingsfrage« und »der Islam« zur Projektionsfläche von Ängsten und Ressentiments werden konnten, hat mit tiefer liegenden ökonomisch-sozialen Problemlagen zu tun. Die Erosion der gesellschaftlichen Mitte und daraus resultierende Abstiegsängste sind ein zentraler Faktor. Die Verteilungsverhältnisse zementieren Ungleichheit und beschneiden
Neue Rechte (Thema)
In Deutschland ist der Rechtspopulismus laut und deutlich geworden: Sichtbar bei den Pegida-Demonstrationen, hörbar in öffentlichen Debatten wie "Deutschland schafft sich ab" und politisch in Verbindungen zur neuen Partei AfD.
Deutschlands Neokonservative spielen sich als Querdenker und Tabubrecher auf - und sagen doch nur das, was schon immer falsch war und auch durch die hundertste Wiederholung nicht richtiger wird.
Der gesellschaftliche Umgang mit den Morden des NSU zeugt von seiner Einbettung in ein medial vermitteltes und institutionell verfestigtes Wissen über Migration, rassistische Gewalt und ihre Ursachen, bei dem Migration und Kriminalität eng miteinander verknüpft sind.
Die Pegida-Märsche und der Aufstieg der AfD sprechen eine deutliche Sprache: Es ist wieder salonfähig geworden, gegen eine vermeintliche "Überfremdung" zu wettern und Minderheiten zu diskriminieren.
Einziges Buch zu dem hochbrisanten Thema: 'Italiens Faschisten des 3. Jahrtausends'. Seit 10 Jahren existiert die populistische Bewegung Casa Pound Italia. Ihre Wurzeln sieht sie im historischen Faschismus zu Beginn der 1920er Jahre; in der Zeit als der italienische Faschismus noch nicht Regime, sondern eine Bewegung mit revolutionärem Anstrich war und sich mit Terror und Gewalt den Weg zur Macht ebnete.
Wer sind die Rechtsintellektuellen von heute? Die Neue Rechte unterscheidet sich vom Nazi-Klischee. Statt Springerstiefel und Bomberjacke tragen sie Anzüge, geben sich bieder und sitzen in Rechtsanwaltskanzleien, Universitäten und Medienhäusern.
Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss. Wer heute die Gesellschaft zu beschreiben versucht, stößt auf ein grundlegendes Problem: Die alten Grenzziehungen funktionieren nicht mehr.
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat seit ihrer Gründung im Frühjahr 2013 erstaunliche Erfolge erzielt, zieht in ein Parlament nach dem anderen ein und scheint auf dem besten Weg, die politische Landschaft nachhaltig zu verändern.
Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten Identitären Bewegung, die sich als Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind.