Als Donald Trump zum ersten Mal Präsident wurde, ging ein Richard Rorty zugeschriebenes Zitat viral: Wenn die »kulturelle Linke«, so Rorty 1998, materielle Fragen weiterhin ignoriere, werde es einen Bruch geben - »something will crack«. »Ärmere Wähler« würden einen starken Mann an die Macht bringen, es drohe eine Rückkehr des Sadismus.

So hellsichtig diese Prognose war, hat der Fokus auf die »woken« Linken und die »Verlierer« in Debatten über Trump & Co. doch einen blinden Fleck erzeugt. Geht man davon aus, dass Politiker wie Trump, Tino Chrupalla oder der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sich auch selbst wählen, kommt schließlich eine andere »Klassenfraktion« in den Blick: konservative Männer, die ihr eigenes Unternehmen leiten.

ISBN 978-3-518-12813-8 1. Auflage 11.03.2026 20,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Originalausgabe

Aus diesem Milieu stammen nicht nur Vorläufer wie Silvio Berlusconi und Christoph Blocher, sondern auch Unterstützer wie etwa Elon Musk oder Peter Thiel. Genau diese Gruppe der kleinen und großen politischen Unternehmer nehmen die Beiträge in diesem Band unter die Lupe. Verfolgt wird dabei testweise die These, dass der Rechtspopulismus nicht in erster Linie eine spontane Revolte »ärmerer Wähler« darstellt, sondern ein gezielt vorangetriebenes Projekt.

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Leseprobe des Verlags

Pressestimmen

»Ist die ›woke Linke‹ der Brandbeschleuniger des rechten Autoritarismus? Wissenschaftler liefern in [diesem] erhellenden Sammelband eine viel beunruhigendere Erklärung.« Peter Laudenbach Süddeutsche Zeitung 14.04.2026

»Dieser Sammelband leidet nicht unter dem Problem, unter dem sonst viele Sammelbände leiden. Die insgesamt sieben Beiträge passen zueinander. Obwohl sich die Ansätze erheblich unterscheiden, gibt es von der Einleitung bis zum Schlussaufsatz so etwas wie einen roten Faden. « Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.03.2026

»Sehr interessante und relevante Beiträge.« ZEIT-Podcast »Was jetzt?« 17.03.2026

»Instruktive Essays rekonstruieren, wie zu Beginn der 1990er-Jahre in den USA in neoliberalen Thinktanks die These entwickelt wurde, dass es eine Allianz aus reicher Anti-Staats-Revolte und gesellschaftspolitisch konservativen, antiliberalen Volksteilen brauche, wenn man Einfluss gewinnen wolle.« Robert Misik Der Falter 13.05.2026

»Welche Kräfte repräsentiert der Mann mit dem orangen Make-up wirklich? In der Flut an Publikationen, die diesem Rätsel nachzugehen versuchen, sind zwei neue Werke erschienen, die interessante Aufschlüsse geben. Das erste ist der Sammelband ›Oben rechts‹« Daniel Binswanger Republik 27.03.2026

»Die Beiträge sind … glücklicherweise nicht so ›vulgärmarxistisch‹, wie manche Formulierungen vermuten lassen.« hpd - Humanistischer Pressedienst 17.03.2026

»Die Aufsätze zeigen uns, dass wir über diesen Rechtsruck noch einmal anders nachdenken müssen.« Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Wohlstand für Alle 17.03.2026

Autoreninfos

Melinda Cooper ist Professor für Soziologie an der Australian National University, die sich auf neoliberale und neue konservative Machtphilosophien spezialisiert hat. Sie ist Autorin von Family Values and Counterrevolution (Familienwerte und Konterrevolution) und Mitherausgeberin der Phenomenal World Serie (Fantastische Welt). (Quelle: Australian National University)

Anton Jäger ist ein belgischer Politikwissenschaftler und Historiker des politischen Denkens. Er studierte Politik und Philosophie an der University of Essex sowie Politische Ideengeschichte an der University of Cambridge, wo er auch über die politische Theorie des amerikanischen Populismus promovierte. Nach Forschungsaufenthalten an der Université libre de Bruxelles, der KU Leuven und der Cornell University lehrt er Geschichte des politischen Denkens und Politische Theorie am Department of Politics and International Relations der University of Oxford. 

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des politischen Denkens, der Demokratietheorie, dem Populismus sowie den Beziehungen zwischen Kapitalismus und Demokratie. Jäger ist Autor mehrerer Bücher, darunter Hyperpolitik. Extreme Politisierung ohne politische Folgen sowie Welfare for Markets (mit Daniel Zamora) und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in wissenschaftlichen und überregionalen Medien.

Offizielle Biografie (University of Oxford): Anton Jäger  |  Verlagsbiografie: Anton Jäger

Moira Weigel ist Assistant Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University. Weigel ist Autorin des Buches Dating. Eine Kulturgeschichte und hat zusammen mit Ben Tarnoff den Band Voices from the Valley. Tech Workers Talk About What They Do – and How They Do It herausgegeben. Suhrkamp (29.07.2026)

Erstellt: 29.07.2026 - 18:22  |  Geändert: 29.07.2026 - 18:35