»Hijacking Memory«
Zur Instrumentalisierung des Holocaust durch die Neue Rechte
Rechte Kräfte wie die AfD, Viktor Orbán oder Steve Bannon verfolgen seit einigen Jahren eine Strategie, die gefährliche Erfolge zeigt. Wenn ihnen vorgeworfen wird, sich rassistischer oder gar neofaschistischer Methoden zu bedienen, haben sie oft eine schnelle Antwort parat: Wer bedingungslose Solidarität mit Israel verkündet, kann kein Nazi sein. Die Beiträger_innen eruieren diese berechnende Rhetorik und zeigen, wie die Instrumentalisierung des Holocaust durch die Neue Rechte die demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaft gefährdet.
Kapitel-Übersicht
Einleitung
Seiten 9 - 24
Wer sind die Nazis? Wer sind die Juden?
Seiten 27 - 43
Der Missbrauch der Erinnerung an den Holocaust
Seiten 45 - 59
Antisemitismus in Geschichte und Politik
Seiten 61 - 73
Israel als der verfolgte »kollektive Jude« unter den Nationen innerhalb der Orthodoxie des »neuen Antisemitismus«
Seiten 75 - 99
Israels Politisierung des Holocausts
Seiten 101 - 108
Verblendet beim Erinnern der Gegenwart? Frag Franz
Seiten 109 - 119
Vom Verleugnen zum Bekennen
Seiten 121 - 152
Was ist schiefgelaufen?
Seiten 153 - 164
Ein kolonialisiertes Palästina ist die falsche Antwort auf die Schuld der Welt
Seiten 165 - 175
Philosemitischer McCarthyismus
Seiten 179 - 196
Der Antisemitismus im Rahmen des globalen Rechtsextremismus
Seiten 197 - 216
Kulturelle Verschiebungen in der Logik des Kampfes gegen Antisemitismus in Deutschland
Seiten 217 - 238
Gekapert aus der Mitte
Seiten 239 - 249
Die Singularitätsthese und die deutsche nationale Identität
Seiten 251 - 261
Wie die AfD über Holocaust, Jüdinnen und Juden und Israel spricht – und schweigt
Seiten 263 - 273
Trittbrettfahrer der Geschichte?
Seiten 275 - 291
Die USA als »Neues Israel«
Seiten 293 - 315
Leere Symbole
Seiten 317 - 333
Der Missbrauch des Holocaust und der fluide russische Nationalismus heute
Seiten 335 - 349
Jenseits der Universität
Seiten 351 - 361
Paradigmenwechsel im Holocaust‐Gedächtnis in Ungarn
Seiten 363 - 378
Wie man eine Tagung missversteht
Seiten 379 - 382
Wie die polnische Rechte die Geschichte der Shoah neu schreibt
Seiten 383 - 399
»Ich akzeptiere nicht, dass ich ein Antisemit bin, wenn ich Israel kritisiere.«
Seiten 401 - 417
Biographien
Seiten 421 - 429