Als Ludwig Bergmann in den fünfziger Jahren die Reise aus der DDR in ein Dorf im subtropischen Teil Chinas antritt, weiß er noch nicht, dass dies sein Leben verändern wird. Als Ingenieur bei einem Bauprojekt beteiligt, lernt er die stille, aber mutige junge Chinesin Sun kennen, die er von Anfang an bewundert. Die Gefühle Bergmanns geraten jedoch in einen Konflikt, als er plötzlich auf seine alte Studentenliebe Lydia trifft.
Roman (Thema)
In einer Zukunft, in der die Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität "Bubble" verbringen, verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit, Erinnerung und Programmierung. Kajus, ein stiller Beobachter in dieser künstlich perfektionierten Welt, versucht zu begreifen, was noch echt ist. Sind es Gefühle, Freundschaft oder nur Datenströme, die das simulierte Glück am Laufen halten?
Mit kühler Klarheit und philosophischer Tiefe entwirft Un Kaunait ein erschütternd gegenwärtiges Zukunftsbild.
Eine bestürzende Bestandsaufnahme aktueller Konflikte und ein seltenes Dokument der Liebe.
"Warum habe ich nichts kommen sehen?", fragt sich Nours Vater verzweifelt, als diese ohne Abschied nach Falludscha aufbricht, um sich dem IS anzuschließen. Zwischen Vater und Tochter beginnt ein leidenschaftlicher Briefwechsel. Der liberale Islamgelehrte beschwört Nour zurückzukommen und versucht sie davon zu überzeugen, dass der IS nichts von dem verkörpert, was für ihn den Islam ausmacht. Nour dagegen ist fasziniert von der neuen Glaubensgemeinschaft und entschlossen, durch Handeln die Welt zu verändern. Nach und nach wachsen in ihr jedoch Zweifel bis hin zum Abscheu. Schließlich trifft sie eine radikale Entscheidung.
Victor Hugos letzter Roman »1793« galt den Schriftstellerkollegen als wenig geglückt. Gleichwohl ist er ein beredtes Zeugnis für die künstlerische Durchwirkung der realen Geschichte der Französischen Revolution mit fiktionalen Schicksalserzählungen. Geschult an dem großen schottischen Erzähler Walter Scott gilt dieses Alterswerk als Beispiel romantischer Gestaltungskunst - und das in Zeiten des sich etablierenden literarischen Realismus.
Ein Meisterwerk der italienischen Literatur: Mit beinahe kindlicher Wahrhaftigkeit und zarter Wärme erzählt Elsa Morante die Geschichte von Ida und ihren beiden sehr unterschiedlichen Söhnen im faschistischen Rom. Ein unvergesslicher, zauberhafter Roman - in hochgelobter Neuübersetzung.
Bis zur Erschöpfung hetzt die verwitwete Lehrerin Ida in Rom zwischen den Armenvierteln San Lorenzo und Testaccio hin und her, müht sich ab, ihre beiden Söhne durchzubringen.
Ein fesselnder Tatsachenroman über die entscheidende Schlacht des ersten Indochinakriegs Indochina Mitte 1953: General Henri Navarre, neuer Oberkommandierender der französischen Truppen, weiß, dass er die vietnamesische Befreiungsarmee im Partisanenkampf nicht bezwingen kann. Er will der Viet Minh endlich in einer offenen Feldschlacht begegnen. Dien Bien Phu nahe der laotischen Grenze scheint ihm dafür geeignet.
Ein Leben wie ein Drama. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.
Anfang April öffnet sich der Vorhang für einen autobiografischen Roman, der so ehrlich ist, dass er wehtut. "FRITZ oder Wer nie sein Brot mit Tränen aß" ist die rückhaltlose Abrechnung eines Mannes, der kein Blatt vor den Mund nimmt - und der genau deshalb zur seltenen Spezies westdeutscher Autoren gehört, die sich ihr Leben lang ein unverkrampftes Verhältnis zur DDR bewahrt haben.
Ein packender Roman vor dem Hintergrund des Militärputsches in Chile
Deutsche Übersetzung 50 Jahre nach dem Staatsstreich in Chile 1973
Zwanzig Jahre, nachdem sie als Richterin abgesetzt wurde und aus ihrem Heimatland Chile nach Berlin floh, kehrt Laura Larco in die Kleinstadt Pampa Hundida zurück, eine in den Weiten der Atacama-Wüste verlorene Oase. Gleichzeitig kehrt auch Major Cáceres dorthin zurück, der damals, nach dem Militärputsch gegen den Präsidenten Salvador Allende, Kommandant eines Lagers für politische Gefangene nahe der Stadt gewesen war.
Ein warmherziger Roman über Flucht, Hoffnung und die Kraft der Literatur
Von einem Mann, den die Literatur am Leben hält
Gaza-Stadt 2014: In einer versteckten Gasse stößt der Fotojournalist Julien auf einen alten Mann, der inmitten von Büchern lebt. Nabil Al Jaber öffnet seine Buchhandlung mit Tagesanbruch, liest auf ihrer Schwelle und schenkt denen, die zu ihm kommen, ein eigens für sie ausgewähltes Buch.
Der blinde Aamir arbeitet als Brotverkäufer. Auch ohne zu sehen, weiß er genau, wie das Brot beschaffen ist, und kennt die Stimmen der Kundschaft wie auch diejenige von Hamdan, dem jungen Bäckergehilfen, zu dem er ein beinahe väterliches Verhältnis pflegt. Als bekannt wird, dass in einer Baumkrone beim nahe gelegenen Grab des heiligen Abdalati dessen Gesicht erschienen ist und bereits einige Bitten um Wunder Gehör gefunden haben, beschließt Aamir trotz großer Bedenken, Abdalati zu besuchen ...