Der Weg durch den Februar
Roman
Anna Seghers war bereits ein Jahr lang Emigrantin im Pariser Exil, als sich im Februar 1934 die österreichischen Arbeiter:innen gegen das faschistische Dollfuß-Regime erhoben. In fünf Tagen wurde der Aufstand niedergeschlagen. Der »Februar« war eine der Generalproben des europäischen Faschismus.
Zehn Wochen nach der Niederschlagung machte sich Anna Seghers auf die Suche nach den Spuren des Aufstands. 1935 erschien »Der Weg durch den Februar« im Pariser Exilverlag »Edition du Carrefour«.
»In diesem Buch«, schreibt Seghers, »sind die österreichischen Ereignisse in Romanform gestaltet. Manche Vorgänge sind verdichtet worden; man suche nicht nach den Namen der Personen und Straßen. Doch unverändert dargestellt sind die Handlungen der Menschen, in denen sich ihr Wesen und das Gesetz der Ereignisse gezeigt hat.«
Die Kühnheit der vielsträngigen Komposition dieses Romans ist viel gerühmt worden.
Leseprobe (Luchterhand, 5. Auflage 03.1988, Internetarchiv)
Wikipedia (DE): Der Weg durch den Februar
Rezension
Messerscharf: Neu entdeckt: Anna Seghers’ Roman »Der Weg durch den Februar« von 1935 erzählt, wie Österreich in den Faschismus taumelte: Ein Roman wie ein früher Eisenstein, wie Fritz Langs »M«, wie »Kuhle Wampe«, wie ein Rosselini, wie ein Film noir – nur: besser! Von bettina-hartz.de 07.04.2024
Autoreninfos
Erstellt: 04.02.2026 - 08:10 | Geändert: 04.02.2026 - 08:28