5 Silberner, Edmund: Zur Jugendbiographie von Johann Jacoby
113 Grab, Walter: Die Revolutionspropaganda der deutschen Jakobiner 1792/93
157 Rosdolsky, Roman: Der Streit um die polnisch-russischen Staatsgrenzen anläßlich des polnischen Aufstandes von 1863
Arbeiterbewegung (Thema)
5 Andréas, Bert; Mönke, Wolfgang: Neue Daten zur "Deutschen Ideologie"
161 Pelger, Hans: Zur demokratischen und sozialen Bewegung in Norddeutschland im Anschluß an die Revolution 1848
247 Monz, Heinz: Unbekannte Kapitel aus dem Leben der Familie Ludwig v. Westphalen
5 Mayer, Paul: Die Geschichte des sozialdemokratischen Parteiarchivs und das Schicksal des Marx-Engels-Nachlasses
199 Gruner, Erich: Die Erste Internationale und die Schweiz
241 Silberner, Edmund: Zur Hess-Bibliographie
315 Šolle, Zdeněk: Die Sozialdemokratie in der Habsburger Monarchie und die tschechische Frage
5 Naʿaman, Shelomoh: Zur Geschichte des Bundes der Kommunisten in Deutschland in der zweiten Phase seines Bestehens
83 Silberner, Edmund: Moses Hess und die Internationale Arbeiterassoziation
147 Monz, Heinz: Die Bevölkerungsstruktur einer mitteleuropäischen Stadt und ihrer Region im Jahr 1802 im Vergleich zu den Jahren 1961/64
Walter Ulbricht kam aus SPD und Arbeiterbewegung, gehörte zu den KPD-Gründern, war Abgeordneter des Reichstags, Widerstandskämpfer gegen Hitler, Emigrant, nach der Befreiung SED- und DDR-Mitbegründer; mehr als 20 Jahre bestimmte er wesentlich die Geschicke des ersten sozialistischen deutschen Staats.
5 Schraepler, Ernst: Der Bund der Gerechten
31 Koszyk, Kurt: Franz Ludwig Sensburg und der Münchner "Vorwärts" von 1848/49
55 Naʿaman, Shelomoh: Lassalles Beziehung zu Bismarck - ihr Sinn und Zweck
87 Schüddekopf, Otto-Ernst: Karl Radek in Berlin
5 Weisser, Gerhard: Vorwort
9 Mayer, J. P.: Alexis de Tocqueville
19 Klein, Johannes: Ästhetische und soziologische Literaturbetrachtung
27 Hirsch, Helmut: Die Berliner Welcker-Kundgebung
Die hier gesammelten Studien von Wolfgang Abendroth behandeln exemplarisch den Aufstieg der deutschen Arbeiterbewegung im 19. Und beginnenden 20. Jahrhundert, ihre Rolle in der Weimarer Republik, im Widerstand gegen die Diktatur des Dritten Reiches und ihren Neubeginn nach 1945. Komplementär zu den historischen Analysen verstehen sich die Porträts von Theoretikern gesellschaftlicher Emanzipation (Lukács, Bloch, Adorno, Marcuse).
Der Erste Weltkrieg wälzte in Europa nicht nur Staaten und Gesellschaften grundlegend um, sondern auch das Leben der 1857 geborenen sozialistischen Vorkämpferin für die Emanzipation der Frauen, Clara Zetkin. Sie verlor ihren zweiten Ehemann und einige ihre engsten Freunde: Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Leo Jogiches und Karl Liebknecht. Ihre Entscheidung, nach der Ermordung von Rosa Luxemburg 1919 von der USPD zur KPD zu wechseln, ließ sie einerseits mit ihrem Vorsatz brechen, neben SPD und USPD keine dritte Arbeiterpartei zu goutieren, gestattete ihr aber andererseits, ihren politischen Auffassungen treu zu bleiben.
Klappentext der Erstausgabe im Agis Verlag von 1932:
Georg Glaser, 21 alt, vor Monaten noch Fürsorgezögling, beschreibt in Form einer Selbstbiographie die Erlebnisse eines Kriegsjungen. Er ist immer allein. Und das einzige, was er hat, ist: Hunger! Der Krieg ist aus. Der Vater kommt zurück. Er hat den Jungen nie gesehen, prügelt ihn, und der Junge läuft davon. Schluckebier hetzt durch die Dörfer. Bettelt, stiehlt und verbirgt sich bei den Straßenmädchen der Stadt. Dann steckt man ihn in die Fürsorge. Schluckebier sieht plötzlich, dass es noch tausend andere Schluckebiers gibt, und dass alle diese Schluckebiers Hunger haben. Hunger und Schläge und ein bisschen Kameradschaft untereinander – das ist alles, was die Fürsorge ihnen geben kann.