Mandelbaum Verlag (Verlag)

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Homepage (Stand: 14.12.2024):  https://www.mandelbaum.at

04.2023 , Deutsch

Die Polizei setzt gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen durch. Dabei formt und ordnet sie Gesellschaft mit Gewalt. Die Frage nach der Gewalt ist aber mit jener nach Gerechtigkeit verbunden. Je mehr die sozialen Umstände sich zuspitzen desto dringlicher wird diese Frage. Wie unumstößlich ist die Vorstellung, dass wir eine Form von Gewalt brauchen, um in Gerechtigkeit zu leben? Woher kommt die Idee der gesellschaftlichen Notwendigkeit einer Polizei? Alissa Starodub analysiert, wie und warum die Polizei entstanden ist - um sich mit ihr auf einer theoretischen, politischen und praktischen Ebene auseinanderzusetzen.

ISBN 978-3-99136-503-7 04.2023 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Nachdem in den ersten Jahrzehnten der organisierten Arbeiter:innenbewegung die zum Anarchismus offenen »Radikalen« den Ton angaben, wurde 1889 in Hainfeld die SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) als Kompromiss mit den Gemäßigten gegründet, das »Schaf im Wolfspelz«. Bis heute steht die Linke in Österreich im Schatten der Sozialdemokratie. Robert Foltin zeichnet nichtsdestotrotz ein vielfältiges Bild dieser Linken: von den radikalen Arbeiter:innenund Soldatenräten am Ende des Ersten Weltkriegs über den kommunistischen Widerstand gegen zwei faschistische Diktaturen bis hin zur »Neuen Linken« nach 1968.

ISBN 978-3-99136-500-6 14,00 € Portofrei Bestellen

1957 beginnt Moritz Margulies, seinem Freund aus Czernowitzer Kindheitstagen Briefe zu schreiben, in denen er mit klarem Blick und erstaunlichem Humor sein abenteuerliches Leben bis zur Flucht aus einem französischen Lager für Widerstandskämpfer 1944 erzählt. Nach 60 Jahren findet seine Tochter die Briefe in einem Koffer auf dem Dachboden.

Margulies ist 17 Jahre alt, als er in einem Czernowitzer Gymnasium einen antisemitischen Professor ohrfeigt und dafür von der Schule fliegt. Er zieht ins Rote Wien, verliebt sich, wendet sich von seinen zionistischen Idealen ab und wird Kommunist. Mit dem Verbot der KP tritt er in die Illegalität ein, wird 1936 zum ersten Mal verhaftet. Als er acht Monate später entlassen wird und abgeschoben werden soll, entwischt er mit einem gefälschten Pass nach Prag.

ISBN 978-3-85476-931-6 18,00 € Portofrei Bestellen

Die Große Erzählung der Moderne ist am Ende. Fortschreitendes Wirtschaftswachstum führt immer tiefer in ökologische Katastrophen. Die wachsende Ungleichheit unterminiert die Demokratie, zunehmende Unsicherheiten fördern autoritäre Tendenzen. Die herkömmliche Politik scheitert an einer Lösung der komplexen Vielfachkrise: An deren Wurzel steht nämlich die Entbettung der Ökonomie aus Beziehungen. Wirtschaftliches Handeln muss sich im Gegensatz dazu wieder an Bedürfnissen ausrichten. Dafür braucht es solide ethische Grundlagen und eine Theorie Solidarischer Ökonomie.

ISBN 978-3-85476-895-1 29,00 € Portofrei Bestellen
1. Auflage 18.11.2022 , Deutsch

Ärzt:innen haben seit jeher die Aufgabe, Krankheiten zu erkennen und Leiden zu lindern. Doch das Selbstverständnis der NS-Ärzt:innen war ein grundlegend anderes. In einem Staat, dessen Ideologie durch den Sozialdarwinismus theoretisch fundiert wurde und dessen Legitimation sich auf die Optimierung der Erbanlagen des Herrenmenschen stützte, galt es, zwischen »lebenswert« und »lebensunwert« zu differenzieren. Für die Mordaktionen an behinderten Menschen verwendeten die NS-Ärzt:innen den Begriff »Euthanasie«, ein Wort, das ursprünglich aus dem Griechischen stammt und »schöner Tod« bedeutet. Der euphemistisch verwendete Begriff Euthanasie verstellt den Blick auf die wahren Ursachen des Massenmordens.

ISBN 978-3-85476-927-9 1. Auflage 18.11.2022 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Hans-Jürgen Krahl war ein unglaublicher Revolutionär: Um 1968 gab es niemanden, der den Versuch einer »historisch angemessenen Vermittlung von Theorie und Praxis« derart intensiv betrieben hat wie er. Als Vorstandsmitglied des SDS lieferte er wichtige Überlegungen zur Organisation der Studierendenbewegung. Er stellte sich nicht nur entschieden gegen eine autoritäre Wende der Bewegung, sondern setzte ihr ein Modell antiautoritärer Emanzipation entgegen. Als einer der Theorieköpfe von '68 debattierte er mit den Intellektuellen der Frankfurter Schule auf Augenhöhe und arbeitete an einer eigenständigen Weiterentwicklung der Kritischen Theorie. Trotz seines frühen Todes mit 27 Jahren hinterließ er ein faszinierendes Lebenswerk, das auch heute einen wichtigen Fundus für Theorie und Praxis der antiautoritären Linken bietet.

ISBN 978-3-85476-910-1 18,00 € Portofrei Bestellen
Hrsg. Josef Mühlbauer und Leo Xavier Gabriel

Die Imperiale Lebensweise beruht auf kapitalistischen, wachstumsgetriebenen Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Sie zeitigt verheerende soziale und ökologische Folgen. Es gibt allerdings Gründe, warum diese Lebensweise dennoch hegemonial geworden ist. Diese liegen einerseits in ihrer institutionellen Verankerung, andererseits ist sie für die Mittelschichten - nicht nur im globalen Norden - zur Gewohnheit geworden. Eine Abkehr von diesen Gewohnheiten ist trotz der zunehmenden Krisenhaftigkeit nur schwer vorstellbar. Wie kann diese Lebensweise verändert werden ? Wie können Alternativen aussehen?

ISBN 978-3-85476-945-3 16,00 € Portofrei Bestellen
09.2022 , Deutsch

Und wenn unsere Zivilisation zusammenbrechen würde? Nicht etwa in einigen Jahrhunderten, sondern noch zu unseren Lebzeiten? Weit entfernt von den Voraussagen der Maya und anderer millenaristischer Eschatologien kündigt eine größer werdende Anzahl von Autor:innen, Wissenschaftler:innen und Institutionen das Ende der industriellen Zivilisation an, das heißt das Ende der Bedingungen für ein Leben, wie wir es bis jetzt gekannt haben.Pablo Servigne und Raphaël Stevens erläutern die Ursachen für einen möglichen Zusammenbruch und geben uns einen multidisziplinären Überblick zu einer Forschungsrichtung, die sie »Kollapsologie« nennen. Heutzutage hat die Utopie die Seiten gewechselt: Utopisch ist von nun an diejenige Person, die glaubt, alles könne so weitergehen wie bisher.

ISBN 978-3-85476-920-0 09.2022 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

"Emmanuel Mbolelas Buch ist deshalb so beeindruckend, weil es nicht nur ein Buch der mutigen, detailgenauen Brandmarkung ist, sondern auch ein Buch der unausrottbaren Hoffnung. Ein Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens." JEAN ZIEGLER

Emmanuel Mbolela schreibt in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation kongolesischer Flüchtlinge mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen.

ISBN 978-3-85476-456-4 14,90 € Portofrei Bestellen

Ein kleines Gespenst geht um in den Debatten - das Gespenst des Ökosozialismus. Rechtspopulist:innen werfen grünen Parteien Ökosozialismus vor, diese distanzieren sich. Sogar der Papst weiß: »Diese Wirtschaft tötet«, aber was ist die Alternative zum fossilen Kapitalismus? Seit den 1970er-Jahren diskutieren Philosoph:innen und Ökolog:innen, Anarchist:innen und Marxist:innen, Aktivist:innen und Sozialdemokrat:innen, Feminist:innen und Grüne über die Utopie des Ökosozialismus. Was sind ihre Kritiken am kapitalistischen Wachstum ? Wie sollten sich Ökosozialist:innen organisieren? Taugt der Ökosozialismus als Motivation für eine nachhaltige Gesellschaft? Geht es um Revolution oder Transformation? Welche Bedürfnisse drücken sich in der Rede von einem system change aus?

ISBN 978-3-85476-918-7 14,00 € Portofrei Bestellen