Was passiert, wenn man frisch von der Universität kommt, kaum Russisch spricht – und plötzlich Geschäfte in geheimen Nuklearstädten Sibiriens macht, die früher nicht einmal auf Landkarten verzeichnet waren?
In dieser Folge von *„Alexander von Bismarck im Dialog“* erzählt Michel von seinen außergewöhnlichen Erfahrungen im Russland der 1990er-Jahre. Seine erste Reise führte ihn 1993 nach Moskau und schließlich tief nach Sibirien. Dort begegnete er Bürgermeistern, ehemaligen KGB-Strukturen und einer Welt im radikalen Umbruch. Aus ersten kleinen Projekten wurden immer größere Vorhaben – von medizinischen Einrichtungen über Sicherheitstechnik bis zu einem millionenschweren Holzwerk.
Es geht um minus 45 Grad, Wodka-Abende, geschlossene Städte, deutsche Unternehmen wie Siemens, Nokia und Rohde & Schwarz, komplizierte Finanzierungen, russische Staatsgarantien und ein Projekt, das immer wieder kurz vor dem Scheitern stand. Eine entscheidende Wendung kam schließlich durch persönliche Kontakte – und eine überraschende Verbindung zu IKEA.
Doch das Gespräch geht weit über Wirtschaft und Abenteuer hinaus. Alexander von Bismarck und sein Gast sprechen darüber, wie sich Russland seit den 1990er-Jahren verändert hat, über die damalige Aufbruchsstimmung zwischen Deutschland und Russland und darüber, warum persönliche Beziehungen, wirtschaftlicher Austausch und direkte Gespräche auch heute eine wichtige Rolle spielen können.
Am Ende steht eine Botschaft vor allem an junge Menschen: den sicheren, vorgezeichneten Weg auch einmal verlassen, fremde Kulturen kennenlernen, Risiken eingehen und Erfahrungen sammeln, die das eigene Leben verändern können.
*Ein Gespräch über Russland, Unternehmertum, Mut, Freundschaft und ein Leben, das stellenweise tatsächlich wie ein James-Bond-Film klingt.*