Von Mafia-Kartellen über glamouröse Modehäuser bis hin zur katholischen Kirche: Menschenhandel als profitabelstes Verbrechen ist überall präsent. »Migranten sind profitabler als Drogen«, sagte ein Mafiaboss kurz vor seiner Verhaftung. Kein milliardenschweres transnationales Verbrechen ist schwerer durchschaubar als der Menschenhandel. Von der kriminellen Unterwelt bis zu Regierungen, Banken, glamourösen Modehäusern und sogar der katholischen Kirche folgt diese bahnbrechende Recherche dem Geld, um eine Industrie zu enthüllen, in der ein Menschenleben nichts zählt - und doch unschätzbar wertvoll ist.
Organhandel (Thema)
In Deutschland stehen derzeit rund 8.500 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Dem gegenüber stehen 933 Organspenden im Jahr 2021. Muss es anhand dieses Missverhältnisses nicht als Pflicht empfunden werden, die eigenen Organe zur Spende freizugeben? Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der Moment, in dem die Organe entnommen werden müssen, tatsächlich mit dem Ende des Lebens zusammenfällt.
Am 18. Dezember 2020 erhielt Dick Marty einen Anruf vom Kommandanten der Tessiner Kantonspolizei, sein Leben sei bedroht, er und seine Familie müssten sofort unter Personenschutz gestellt werden. Marty fragte nur: »Balkan?« 2009 hatte ihm der Europarat die Ermittlungen zum Handel mit Organen serbischer Gefangener nach dem Kosovokrieg übertragen. So wurde Marty gleich zu Beginn seines Ruhestands zum Gefangenen im eigenen Haus.
500.000 Menschen erkranken jährlich an Krebs. Die Diagnose ist ein Schock. Eine Welt bricht zusammen. Was bleibt, ist die Hoffnung und das Vertrauen in das Können von Ärzten und Apothekern. Doch statt Vertrauen ist Vorsicht angebracht. Mit dem Leid der Patienten machen Ärzte und Apotheker kriminelle Geschäfte. Jahre haben Oliver Schröm und Niklas Schenck in der Krebsmittelbranche recherchiert. Die investigativen Journalisten sind dabei tief in ein korruptes Milieu vorgedrungen und auf mächtigen Widerstand gestoßen. Ihre Erkenntnisse sind erschütternd.
Wo kommen all die Organe her, die in den Kliniken verpflanzt werden? Ein deutscher Journalist stößt auf dem Balkan auf eine Spur und sieht sich einer brutalen Organisation gegenüber, die mit dem Handel von Zwangsorganspenden beträchtliche Profite erzielt.
Dieser Roman ist eine Mischung aus Krimi, Unterhaltung und welthaltiger Literatur. Plotgetrieben beleuchtet er einen hochaktuellen Aspekt der Globalisierung. Mugure Sivonen, eine in den USA lebende Exilkenianerin, entdeckt widersprüchliche Angaben in den Unterlagen ihres adoptierten Sohnes Kobi.
Verkauft, versklavt, zur Prostitution gezwungen. Menschenhandel ist die moderne Form der Sklaverei und eine so grausame Geschichte wie einst die des Sklavenhandels.
Eine eindrucksvolle Studie über die Auswirkungen von Marktgesetzlichkeiten auf demokratische Institutionen. Vor allem aber auch darüber, wie Märkte gesellschaftliche Kultur formen, menschliche Entwicklung fördern, aber auch hemmen können, und wie daraus entstehende Machtstrukturen soziale Unterschiede schaffen und manifestieren.