Dem Wahnsinn ein Ende setzen! Die Welt scheint aus den Fugen, Staaten zerbrechen, Bürgerkriege breiten sich aus. Terroristen wie Staatschefs stoßen in die Lücken vor, die sich durch scheiternde Staaten auftun, und nutzen sie. Viele Staaten sind gescheitert oder werden noch scheitern. Jede neue Krise löst hektische Aktivitäten aus, einen Tourismus der Friedenspolitik auf allerhöchstem Niveau, der zu keiner Lösung führt. Warum ist das so?
Nahostkonflikt (Thema)
In den vergangenen sieben Jahren hat die israelische Armee den Gaza-Streifen dreimal angegriffen. "Operation Gegossenes Blei" (2008/2009), "Operation Säule der Verteidigung" (2012) und "Operation Fels in der Brandung" (2014) kosteten fast viertausend Palästinensern das Leben, Tausende wurden schwer verletzt. Der Gaza-Streifen ist bis heute ein Trümmerfeld, und die UN erklärte, spätestens 2020 sei dieses größte Freiluftgefängnis des Planeten unbewohnbar.
Die Sitzungen in Barcelona im März 2010 und in London im November 2010. Nicht zuletzt durch den israelischen Angriff auf Gaza im Dezember 2008 konstituierte sich am 4. März 2009 das Russell Tribunal zu Palästina.
Gegen die Mauern des Schweigens: Am Anfang war ein Gerücht. Als Tomer Gardi erfährt, dass das neue Museum in seinem Kibbuz mit den Steinen eines 1948 zerstörten palästinensischen Dorfes errichtet worden sein soll, kann er es zunächst nicht glauben.
Auch mit einem Buch wie diesem, einem Augenzeugenbericht aus der Hölle Gaza, können wir weder die Opfer der Gewalt retten, noch die Welt verändern. Aber vielleicht trägt der vorliegende Bericht des jungen Italieners dazu bei, dass die Wirklichkeit besser verstanden wird.
Saree Makdisi, Professor für englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaft an der UCLA in Los Angeles, ein Neff e des 2003 verstorbenen Harvard-Professors Edward Said, legt mit Palästina - Innenansichten einer Belagerung keine neue Chronik israelischer Besatzungspolitik seit 1948 vor,
360 Quadratkilometer, 1.800.000 Menschen - das größte Gefängnis des Planeten. Doch damit nicht genug. In den vergangenen sechs Jahren hat die israelische Besatzungsmacht diesen schmalen Landstreifen zweimal angegriffen, Tausende Tote stehen im Ergebnis.
Juden waren über Jahrhunderte verfolgte Außenseiter. Die Gründung des Staates Israel sollte endlich eine ganz normale Heimat für sie schaffen. Doch heute sieht sich Israel selbst in der Rolle des misstrauisch beobachteten Außenseiters.
Die 'Operation Protective Edge', Israels jüngster Angriff auf Gaza, tötete tausende Palästinenser_innen und bereitete den Weg für einen weiteren Landraub durch Israel.
Der bekannte Zeithistoriker Rolf Steininger legt hier eine großteils aus den Akten erarbeitete, knappe Gesamtdarstellung vor, die Aufschluss über die verschiedenen Phasen der deutschen Politik im Nahen Osten gibt - von Kaiser Wilhelm II. bis in die Gegenwart.