"Revolution in Russland", das neue Buch des britischen Historikers Stephen A. Smith, sticht hervor durch zahlreiche neue, vor allem russische Quellen sowie durch seine ungewöhnliche Chronologie: 1890-1928. Diese große zeitliche Bandbreite - vom späten Zarenreich bis zu den ersten Zwangskollektivierungen Ende der 1920er Jahre - erlaubt es Smith, in bisher nicht dagewesenem Umfang die sozialen und kulturellen Grundlagen und Auswirkungen der Russischen Revolution zu berücksichtigen.
Revolution (Thema)
Kairo, 2011. Alles scheint möglich. Die ganze Welt schaut hin, als die ägyptischen Aufständischen nicht müde werden, lautstark gegen die Diktatur zu protestieren, trotz aller Gewalt von Polizei und Militär.Mittendrin: Mariam und Khalid. Sie lernen sich im Getümmel einer Demonstration kennen, und fortan wird sie die Angst, dass dem anderen etwas zustoßen könnte, nicht mehr verlassen. Mutig kämpfen die beiden gemeinsam in einer Aktivistengruppe und versenden rund um die Uhr Nachrichten in alle Welt. Und nicht zuletzt kämpfen sie um ihre Liebe, für die keine Zeit bleibt in dem unaufhörlichen Strom von Aufgaben, die die Revolution ihnen aufbürdet, getrieben vom Gefühl der Verantwortung gegenüber ihren ermordeten oder inhaftierten Mitstreitern. Erbittert diskutieren sie darüber, welche Kompromisse sie eingehen müssen, zerrieben zwischen Hoffen und Verzweifeln.
Die Geschichte eines einzigartigen historischen Moments, als alles möglich schien - "ein meisterhaftes Werk" (Philipp Blom). November 1918. Der Große Krieg hat die alte Welt in Schutt und Asche gelegt, und doch scheint das Schicksal der Menschheit so offen wie selten zuvor. Hell leuchten neue Möglichkeiten und Träume auf, das Ringen um die Zukunft beginnt. Die Kosakin Marina Yurlova kämpft in Sibirien gegen die Revolution, Käthe Kollwitz macht ihren Schmerz zu Kunst, Rudolf Höß marschiert mit dem Freikorps, Virginia Woolf revolutioniert den Roman, Walter Gropius will mit der Architektur die Gesellschaft verändern und die Publizistin Louise Weiss wirbt in Paris leidenschaftlich für ein vereintes Europa.
Die Oktoberrevolution war nicht irgendein Ereignis. Sie hat das 20. Jahrhundert tiefgreifend geprägt. Und auch unsere eigene Zeit, die mit dem Ende des Ost-West-Konflikts aus dem Schatten des Roten Oktobers herausgetreten ist, bleibt unterschwellig auf sie bezogen. Die Alternativlosigkeit der Gegenwart wirkt wie der Nachhall der untergegangenen Alternative - und verweist damit auf 1917. In seinem luziden Buch widmet sich Gunnar Hindrichs der philosophischen Deutung der Revolution im Gesamthorizont europäischer Revolutionen.
Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD). Das Buch hebt sich in mehrerlei Hinsicht von der bisher zur Bayerischen Räterepublik erschienenen Literatur ab. Konzipiert als politische Dreierbiographie liefert es einen persönlichen Einblick in die Hoffnungen, Strategien und Fehlschläge der bayerischen Revolution. So gelingt es, den aktuellen Stand der Forschung mit einer packenden Erzählung zu vereinen.
Die wichtigsten Schriften und Proklamationen der "Neuen Linken" transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als 'Lesebewegung' verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines 'oppositionellen Theoriemilieus' rangen Rudi Dutschke, Hans Jürgen Krahl, Ulrike Meinhof, Reimut Reiche und Karl Heinz Roth um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. In Kommunen, mit Betriebsarbeit und "bewaffnetem Kampf" sollte dies als Fundamentalopposition bewerkstelligt werden.
Vorworte von Peter Sodann und Stefan Engel. Wie der Stahl gehärtet wurde von Nikolai Ostrowski ist ein Klassiker der Weltliteratur und eines der beliebtesten Bücher der sozialistischen Jugend.
Der Roman erzählt das Leben von Pawel Kortschagin, das geprägt wird von dem Elend der Zarenzeit, der Oktoberrevolution 1917 und dem Bürgerkrieg in Russland. Seine nie nachlassende Hoff nung und sein unzerstörbares Vertrauen in die Zukunft sind die Quelle von Disziplin und Kraft. Damals wie heute ist das Schicksal des jungen Revolutionärs bewegend - und ein lebendiges Dokument eines weltbewegenden historischen Ereignisses.
Augenzeugen der Oktoberrevolution berichten über Ihre Erlebnisse und Eindrücke von und während der Oktoberrevolution 1917 in Russland. Ein Buch zur Erinnerung - gegen jeden Revisionismus und gegen die Leugnung des universellen Wertes der Oktoberrevolution. Sie steht am Beginn einer neuen Ära der Menschheitsgeschichte. Das Buch betont die andauernde Aktualität der damaligen Ereignisse und der Lehren, die aus ihnen gezogen werden können. Das Buch enthält Texte von Augenzeugen: Ausgebeutete und Unterdrückte, die an vorderster Front kämpften, um sich von ihren Ketten zu befreien.
Die berühmten Augenzeugenberichte und Reportagen John Reeds von der Russischen Revolution 1917 sind gerade heute angesichts der revolutionären Entwicklungen in den arabischen Ländern hochaktuell. "Im Kampf waren meine Sympathien nicht neutral. Aber in meiner Schilderung der Geschichte dieser großen Tage habe ich versucht, die Ereignisse mit den Augen eines gewissenhaften Reporters zu sehen, der nichts anderes will als die Wahrheit schreiben."John Reed
Nach dem Ende der Geschichte ist vor dem Ende der Geschichte: Marx' Frage nach der wirklichen Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt, bleibt auch im biokapitalistischen Empire die wichtigste aller politisch-philosophischen Fragen. Grundmotiven Foucaults und Gramscis folgend, zeigt Thomas Seiberts politische Philosophie, dass diese Bewegung seit dem Mai 68 die Form einer tiefgreifenden Reformation unserer alltäglichen und außeralltäglichen Daseinsweisen annimmt. Weil sich darin Linien einerseits der Sozial-, andererseits der Künstler innenkritik verweben, folgt Seibert deren Spuren in der modernen Revolutionsgeschichte.