Über die Revolution
Wie Revolutionen unsere politische Zukunft beeinflussen
Warum die Revolution den Krieg ablöste: Eines der grundlegenden Werke der großen Denkerin.
Hannah Arendt analysiert in dieser brillanten Studie eines der erstaunlichsten Phänomene des 20. Jahrhunderts: die Ablösung des Krieges als traditionelles Mittel der gewaltsamen Veränderung bestehender politischer Verhältnisse durch die Revolution.
Bei ihrer Analyse dieses Neuanfangs geht Arendt von zwei großen Beispielen aus: von der Amerikanischen und der Französischen Revolution. Sie stellt die Frage, wie es möglich war, dass die eine zum Erfolg führte, aber nahezu unbeachtet blieb, während die andere in Ohnmacht und Terror versank, aber das Bild der Revolution prägte. Und so steht die Frage im Mittelpunkt: Wie ist die Gründung von Freiheit möglich?
Über die Revolution ist ein zentraler Baustein in Arendts politischer Theorie. Herausgegeben von Thomas Meyer. Mit einem Nachwort von Jürgen Förster.
Wikipedia (DE): Über die Revolution
Rezensionen
Die Verewigung der Revolution: Wie lässt sich der Geist von Revolutionen verewigen? Revolutionen hallen selten nach. In jüngster Zeit lässt sich dies vor allem in den Ländern der arabischen Welt betrachten. Im besten Fall führten die dortigen Aufstände zu einem demokratischen Staat wie in Tunesien, im schlimmsten Fall endeten sie in einem langanhaltenden, verlustreichen Bürgerkrieg wie in Syrien. Der eigentlich revolutionäre Geist, der in der Selbstverbrennung von Mohamed Bouazizi und den anschliessenden Erhebungen weiter Gesellschaftsteile seinen Ursprung hatte, ist allerdings hier wie dort verschwunden. Gleiches gilt für eine Reihe anderer Revolutionen der letzten zweihundert Jahre. Die Frage danach, wie sich revolutionären Ideen am Leben erhalten lassen, bildet den Kern von Hannah Arendts Buch „Über die Revolution“. Von Oliver Niedhöfer, kritisch-lesen.de untergrundblättle 20.02.2019
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Erstellt: 28.01.2026 - 20:56 | Geändert: 28.01.2026 - 21:23
