Giorgio Agamben wurde 1942 in Rom geboren. Er studierte Jura, nebenbei auch Literatur und Philosophie. Der entscheidende Impuls für die Philosophie kam allerdings erst nach Abschluss des Jura-Studiums über zwei Seminare mit Martin Heidegger im Sommer 1966 und 1968. Neben Heidegger waren seitdem Michel Foucault, Hannah Arendt und Walter Benjamin wichtige Bezugspersonen in Agambens Denken. Als Herausgeber der italienischen Ausgabe der Schriften Walter Benjamins fand Agamben eine Reihe von dessen verloren geglaubten Manuskripten wieder auf. Seit Ende der achtziger Jahre beschäftigt sich Agamben vor allem mit politischer Philosophie. Er lehrt zur Zeit Ästhetik und Philosophie an den Universitäten Venedig und Marcerata und hatte Gastprofessuren u.a. in Paris, Berkeley, Los Angeles, Irvine.

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Giorgio Agamben - Grundbegriffe
Dr. Cornelia Mooslechner-Brüll YouTube (29.04.2021)

Die Volksgefährder. Das Feindbild des leichtsinnigen Krankheitsverbreiters wurde bereits im 16. Jahrhundert etabliert. Von Giorgio Agamben → Rubikon 26.05.2020, Original auf Quodlibet 11.03.2020

Der Gesundheitsterror Mit dem neuen Paradigma der „Biosicherheit“ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten. von Giorgio Agamben → Rubikon 25.05.2020 Original Biosicurezza e politica. Quodlibet 11:05:2020

Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich hätte da eine Frage. Ein Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu kümmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den Ländern ab, die von sich behaupten, sie seien zivilisiert? → NZZ 15.04.2020

Giorgio Agamben zur Corona-Krise: Wir sollten uns weniger sorgen und mehr denken. Die Bürger liberaler Demokratien haben es geschehen lassen, dass sie über Nacht ihrer Freiheitsrechte beraubt wurden. So paradox es klingt: Das neue Credo der sozialen Distanzierung führt zu einer neuen Massengesellschaft passiver Menschen. Ein paar Gegengedanken. → NZZ 07.04.2020

"Europa muss kollabieren." Giorgio Agamben zählt als Philosoph zu den großen europäischen Provokateuren. Ein Austausch über den Ausnahmezustand des Kontinents und die Frage, was wir tun müssen, um nicht mit ihm unterzugehen. Interview: Iris Radisch → die ZEIT 27.08.2015

Der Mensch wird auf biometrische Daten reduziert. Ein düsteres Bild zeichnet der italienische Philosoph Giorgio Agamben in seinem neuen Werk „Nacktheiten“. Die Menschen verlieren sich mehr und mehr in einer anonymen Masse und werden von nichts anderem bestimmt von seinen biometrischen Daten. Von Werner Köhne → Deutschlandfunk 03.11.2010