Michael Rothberg zeichnet eine erinnerungskulturelle Tradition von der Nachkriegszeit bis ins 21. Jahrhundert nach, die von wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Kolonialismus, Sklaverei, Rassismus und Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus gekennzeichnet ist. Dieses Archiv der multidirektionalen Erinnerung, das Denkerinnen und Kulturproduzentinnen wie Hannah Arendt, Aimé Césaire, W.E.B. Du Bois, Marguerite Duras Michael Haneke und andere versammelt, deutet darauf hin, dass sich Opferkonkurrenz und Aufmerksamkeitskonflikte auf dem Feld der Erinnerung vermeiden lassen.
Gedächtnis (Thema)
Als das Deutsche Reich am 28. Juni 1919 den Vertrag von Versailles unterzeichnete, gingen die überseeischen Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs über. Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dieses Wiederauftauchen für die Bundesrepublik? Müsste in der »postkolonialen« Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird.
Der Quiz-Champion verrät seinen einfachen Weg zu mehr Allgemeinbildung.
Wann war der Prager Fenstersturz? Wie viele Bit sind ein Byte? Wie heißt die Hauptstadt von Bolivien? Egal, ob Job, Eignungstest, Vorstellungsgespräch oder Unterhaltung auf einer Party - mit einer guten Allgemeinbildung kann man überall punkten. Sebastian Klussmann, beliebter Jäger aus der erfolgreichen ARD-Quizshow "Gefragt - Gejagt", verrät, wie man ohne viel Aufwand seinen Wissensschatz vergrößern kann.
"Intellektuell und rhetorisch der bestmögliche Mann zum Thema Lernen."
Richard David Precht
In der Nacht vor der Klausur noch schnell den Lernstoff in den Kopf bekommen, das versuchen viele. Doch schon zwei Wochen später ist alles wieder vergessen. Wie aber gelingt es, Wissen langfristig zu behalten? Noch dazu in einer Welt, in der Wissen Vorsprung schafft? Verstehen ist die Zauberformel - und die wahre Stärke menschlichen Denkens. Hirnforscher Henning Beck zeigt, wie es geht.
Lernst du noch oder verstehst du schon?
Rituale, Feste, Mythen, Bilder und Texte sind Formen des kulturellen Gedächtnisses. Jan Assmann beschreibt in seinem bahnbrechenden Buch, welche Bedeutung das kulturelle Gedächtnis und insbesondere die Schrift für die Identität von Kollektiven sowie die Entstehung von Staaten und Religionen hat.
Der führende Schlafexperte Dr. Hans-Günter Weeß lüftet das Geheimnis um den Schlaf und verrät Tipps und Tricks, wie wir tiefenentspannt ins Reich der Träume abtauchen können. Denn der Schlaf ist mehr als nur die kurze Pause zwischendurch. Er ist Muntermacher, Kraftquelle, Gedächtnisbooster und Depressionsschutz in einem - ganz abgesehen davon, dass er uns frisch und gesund aussehen lässt. Schlaf ist kein Luxus, sondern lebenswichtig. Schlafexperte Hans-Günter Weeß erzählt von diesem verblüffend facettenreichen Naturzustand, der unsere Gesundheit fördert, das Gedächtnis stärkt und unser Aussehen pflegt.
Am 14. Oktober 1943 kam es zum Aufstand im NS-Vernichtungslager Sobibor. Die etwa 600 gefangene Juden und Jüdinnen erschlugen ein Dutzend SS-Offiziere und Wächter, rissen den Stacheldrahtzaun nieder und rannten über ein vermintes Feld. Gegen alle Wahrscheinlichkeit gelangten mehr als 300 Gefangene in die rettenden Wälder. Etwa 60 jener Männer und Frauen schafften es, bis zum Kriegsende zu überleben.
Unser Gedächtnis ist nicht das, wofür wir es halten. Es weiß mehr über uns als wir selbst und ist zudem höchst erfinderisch. In diesem überaus anregenden Buch werden die neuesten Befunde der neurowissenschaftlichen Hirn- und Gedächtnisforschung mit denen der Psychologie und der Kulturwissenschaft in einer faszinierenden Synthese zusammengeführt.
Unaufhaltsam erobert die Digitalisierung unser Leben - auch mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI). Die Suchmaschinen-, die sozialen Netzwerk- oder die Versandplattform-Betreiber wissen zunehmend mehr von uns, über unsere Kauf- und Lebensgewohnheiten. Nutzerdaten sind ein wertvolles Wirtschaftsgut geworden. Wir leben und arbeiten mit Computersystemen, die sich intelligent verhalten oder gar intelligent sind. Dabei tauchen immer wieder Fragen auf wie "Können Maschinen intelligent sein?" oder "Können sie Emotionen oder ein Bewusstsein haben?". Damit sich Leser zu diesen Fragen ein eigenes Bild machen können, erläutern die Autoren anschaulich einzelne Techniken oder Methoden der KI und bringen diese mit Ansätzen aus Philosophie, Kunst und Neurobiologie in Zusammenhang.
Deutschland, einig Vaterland? Das kommunikative Gedächtnis der Deutschen ist gestört: Sie wollen sich nicht mehr über die DDR unterhalten. Michael Meyen zeigt auf, dass die Leitmedien seit 1990 fast ausschließlich von der Diktatur erzählen und uns so einen Anker für die kollektive Identität nehmen. Während die Westdeutschen zu wissen glauben, wie es "drüben" gewesen ist, vermeidet es der Ostdeutsche überwiegend, als DDR-Bürger enttarnt zu werden. Die Folgen: Die Muster "Arrangement" und "Fortschritt" verschwinden aus dem kollektiven Gedächtnis - und die Jugend hat ein Zerrbild vom Leben in der DDR.