Der Preis der Freiheit. Eigenverantwortung, Selbstverwirklichung, Streben nach Glück und Erfolg sind Ansprüche, die in der modernen kapitalistischen Gesellschaft wie selbstverständlich von jedem und jeder übernommen werden.
Soziologie (Thema)
Mit seinem Essay "über die liberale Zivilisation" löste Jean-Claude Michéa einen kleinen Skandal aus und avancierte in kurzer Zeit zu einem der meistdiskutierten politischen Philosophen Frankreichs. In seiner ebenso scharfsinnigen wie spitzzüngigen theoriegeschichtlichen Untersuchung des Liberalismus zeigt Michéa, dass sich der kulturelle Liberalismus freier individueller Entfaltung, der heute zum Grundinventar linker Positionen gehört, nicht vom Wirtschaftliberalismus des freien Marktes trennen lässt und immer auf ihn zurückfällt.
Warum tut Liebe weh, jedenfalls gelegentlich? Was fasziniert uns noch heute an Figuren wie Emma Bovary oder den unglücklich Liebenden aus Emily Brontës "Sturmhöhe"? Aber vor allem: Was unterscheidet uns von ihnen?
Positionen, Debatten, Perspektiven. Das Verhältnis der deutschen Soziologie zum Nationalsozialismus ist merkwürdig: Trotz der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas gibt es nur vereinzelte soziologische Analysen. Warum ist das so? In welchen Bereichen des Fachs fand überhaupt eine Auseinandersetzung mit dem "Dritten Reich" statt?
Warum wir die Natur brauchen, um glücklich zu sein. Die Diskrepanz zwischen dem immer populärer werdenden Bedürfnis nach der Flucht aufs Land und der kontinuierlich bedrohten Umwelt - ein Ergebnis menschlichen Handelns - versucht Eric Lambin konstruktiv zu vereinen: Er untersucht, ob sich auch egoistisch gedachte Gründe für die Rettung der Umwelt finden lassen und so ein Verantwortungsbewusstsein entstehen kann, das nicht nur altruistisch auf kommende Generationen verweist.
Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten Identitären Bewegung, die sich als Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind.
Die industrielle Revolution hat keinen Stein auf dem anderen gelassen. Sie hat alle "altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen" aufgelöst, alles "Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige" entweiht, konstatieren Marx und Engels im "Kommunistischen Manifest".
Ibn Khalduns Einführung - "Muqaddima" - in seine Universalgeschichte gehört zu den bahnbrechenden Werken der Geschichtswissenschaft. Der arabische Gelehrte des 14. Jahrhunderts geht in ihr auf erstaunlich moderne Weise den Gründen für den Aufstieg und Niedergang von Imperien nach.
Vor zwanzig Jahren hatte der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour konstatiert: "Wir sind nie modern gewesen", und sich an einer "symmetrischen Anthropologie" jenseits der Trennung von Natur und Kultur versucht.
Vorlesungen am Collège de France 1989-1992. Kaum ein Wissenschaftler war politisch so engagiert wie der große französische Soziologe Pierre Bourdieu. Umso mehr überrascht es, dass er dem Staat, dieser bis heute zentralen politischen Institution, dieser großen "kollektiven Fiktion", keine eigene Monographie gewidmet hat.
ISBN 978-3-518-58593-1
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