Theorien der Gewalt
zur Einführung

Was ist Gewalt? Wie wird sie erklärt? Wie wird staatliche Gewalt begründet und warum wird sie kritisiert? Und wie lassen sich Gewaltphänomene in Gegenwart und Geschichte erklären und verstehen?

Diese Einführung stellt Sozialtheorien der Gewalt vor, die sich der Frage nach dem Verhältnis von Gewalt und sozialer Ordnung widmen. 

ISBN 978-3-88506-080-2 3. Auflage 11.2020 14,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) überarbeitete Auflage

Sie diskutiert zunächst die wichtigsten Argumente der Staatstheorie, mit denen, beispielsweise durch Hobbes, Locke und Kant, die Monopolisierung der Gewalt begründet wurde, und zeichnet sodann die Kritiken der staatlichen Gewalt bei Marx, den Anarchisten oder im Widerstandsrecht nach. In einem zweiten Teil behandelt sie Theorien, die Gewalt erklären und einem sozialtheoretischen Verständnis zuführen wollen wie die Arbeiten von Trotha, Sofsky, Reemtsma oder Collins.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem paradoxen Verhältnis moderner Gesellschaften zur Gewalt, in denen Gewaltexzesse und normative Ächtung der Gewalt koexistieren.

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Rezensionen

(...) es ist eine Einführung in das weite Feld einer Parklandschaft sehr heterogener Theorien aus sehr heterogenen Zeiten und sehr heterogenen Blickwinkeln. Und Parklandschaften leben vom Kontrast des geometrisch geordneten Kosmos mit dem geometrisch geregelten Chaos, was zwar mitunter die Orientierung erschwert, aber auch reizvoll sein kann. Von Richard Utz socialnet.de 03.03.2015

Teresa Koloma Beck und Klaus Schlichte grenzen ihr Feld der „Theorien der Gewalt“ ein: Naturwissenschaftliche Gewalttheorien, die beim Individuum ansetzten, seien unzweifelhaft wichtig, aber kein originärer Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Reflexion, die sich auf „Gewalt als Problem in Prozessen sozialer Ordnungsbildung“ konzentriere. (...) Das Buch bietet insgesamt eine vielseitige Einführung in das Thema: Der Kreis der abgehandelten Theoretiker_innen umfasst sowohl Konservative und Liberale als auch Linke und Poststrukturalisten. Von Ulf Kemper Portal für Politikwissenschaft 26.06.2014

(...) wird recht überzeugend dargelegt, dass die Ordnungsproblematik von Gewalt ein höchst aktuelles Thema und Problem – nicht nur für die Sozialtheorien – ist und bleibt. Peter Imbusch, ethik und gesellschaft 

Autoreninfos

Teresa Koloma Beck (Jahrgang 1975) ist eine deutsche Soziologin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Soziologie an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Gewaltsoziologie, Militärsoziologie, Sicherheit, Alltag in Kriegs- und Krisengebieten sowie mit qualitativen Methoden der Sozialforschung. Koloma Beck führte unter anderem Feldforschungen in Konfliktregionen durch und untersucht die sozialen Dynamiken von Gewalt und militärischer Präsenz. Sie veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten zu Krieg, Intervention und gesellschaftlicher Transformation. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie in internationalen Forschungsnetzwerken aktiv und beteiligt sich an öffentlichen Debatten zu Sicherheitspolitik und Militärforschung.

Wikipedia (DE): Teresa Koloma Beck  |  Artikel bei soziopolis.de

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Erstellt: 23.02.2026 - 17:16  |  Geändert: 23.02.2026 - 17:44