Patrik Baab (Medienpräsenz)

1:02:52

Der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser blickt hinter die Schlagzeilen der aktuellen Geopolitik und stellt die entscheidende Frage: Werden Völkerrechtsverstöße und illegale Kriege systematisch verschwiegen, um geopolitische Machtinteressen durchzusetzen?

Im Gespräch geht es um:

– Das System Imperium: Warum die USA auf Krieg als Konstante setzen 
– egal, wer im Weißen Haus sitzt. 
– Die Straße von Hormus: Geopolitische Folgen einer Ölpreis-Explosion und die Ohnmacht der US-Marine. 
– Ramstein & das Völkerrecht: Warum die Nutzung deutscher Stützpunkte für illegale Kriege politisch gedeckt wird. 
– Die Medien-Matrix: Kritik an der Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen und der Aufstieg alternativer Kanäle. 
– Energiepolitik als Waffe: Warum die Rückkehr zu russischem Öl und Gas für die europäische Stabilität überlebenswichtig bleibt. 
– Die Vision eines friedlichen Europas: Warum die NATO-Osterweiterung ein historischer Fehler war und wie eine neue Sicherheitsarchitektur mit Russland aussehen muss.

„Es kann in niemandes Interesse sein, die Eskalationsspirale immer weiter zu drehen, während das Völkerrecht mit Füßen getreten wird.“

Wer heute für Diplomatie und die Einhaltung des Gewaltverbots der UNO eintritt, wird oft an den Rand gedrängt. Daniele Ganser zeigt auf, wie das „System Imperium“ funktioniert und warum der Weg zum Frieden nur über den Dialog führen kann.

Daniele Ganser fordert:

– Eine konsequente Rückkehr zum Gewaltverbot der UNO. 
– Die Schließung ausländischer Militärstützpunkte auf europäischem Boden. 
– Eine eigenständige europäische Friedenspolitik, die sich von den Interessen der Großmächte emanzipiert.

Ein Gespräch über Geopolitik, die Macht der Geografie, Rohstoffkriege und die Hoffnung auf ein friedliches Europa.

Hier geht es zum Kanal von Daniele Ganser:    / @danieleganseroffiziell  

Zeitmarken1

00:00 – Einleitung: Gefahr für den Weltfrieden? 
01:40 – Der Angriff auf den Iran & Völkerrecht 
04:25 – Mutige Europäer? Militärstützpunkte in Spanien 
06:00 – Das Gewaltverbot der UNO & Ramstein 
08:30 – Mediale Berichterstattung & alternative Medien 
09:50 – US-Imperialismus: Was im Unterricht fehlt 
13:30 – Das System Imperium: Krieg als Konstante 
18:25 – Geopolitische Folgen: Die Straße von Hormus 
27:00 – Energiepolitik: Warum Russland-Bezug wichtig bleibt 
30:40 – Strategische Ziele & Stellvertreterkriege 
45:40 – Vision eines friedlichen Europas & neue Sicherheitsarchitektur 
1:02:10 – Fazit: Plädoyer für Diplomatie

Zeitmarken 2

00:00 – 10:00: Die aktuelle Eskalation und das Völkerrecht

  • 00:00:00 – Einleitung: Trump und Netanjahu als die derzeit gefährlichsten Akteure.
  • 00:01:46 – Bewertung der Angriffe auf den Iran (2025/2026) als klare Verstöße gegen das Völkerrecht.
  • 00:03:00 – Kritik an der Haltung europäischer Regierungen (März, Macron, Starmer) und Lob für die spanische Position unter Pedro Sanchez.
  • 00:05:21 – Die Rolle deutscher Stützpunkte (Ramstein) bei illegalen Angriffskriegen der USA.
  • 00:08:43 – Die US-Dominanz: Über 800 Militärstützpunkte weltweit und hunderte Regimewechsel-Operationen seit 1945.

10:00 – 20:00: Systematischer Imperialismus und wirtschaftliche Folgen

  • 00:10:42 – Kritik am Bildungssystem: US-Imperialismus und historische Verbrechen werden kaum gelehrt.
  • 00:12:41 – Die USA als „Zwei-Parteien-Kriegssystem“: Konsens über Rüstungsausgaben bei Demokraten und Republikanern.
  • 00:15:21 – Die USA als Oligarchie: Der Einfluss von Geldgebern auf die Präsidentschaft.
  • 00:17:05 – Trumps Verrat an seinen Wählern durch neue Kriege trotz gegenteiliger Wahlversprechen.
  • 00:18:30 – Die Schließung der Straße von Hormus und die drastischen Auswirkungen auf den globalen Ölpreis.

20:00 – 30:00: Strategische Fehlkalkulationen und Geografie

  • 00:20:00 – Der Mossad-Chef in Washington: Die Fehlannahme eines schnellen Regimewechsels im Iran.
  • 00:21:41 – Der Mordanschlag auf Chamenei und die völkerrechtlichen Konsequenzen gezielter Tötungen.
  • 00:24:54 – Die Macht der Geografie: Warum die USA die Straße von Hormus militärisch nicht einfach „freikämpfen“ können.
  • 00:27:42 – Die These: Es geht nicht um das Atomprogramm, sondern um die Zerschlagung der iranischen Regierung.

30:00 – 40:00: Geopolitische Ziele und das Finanzsystem

  • 00:30:39 – Multikausale Gründe: „Groß-Israel“-Projekt, Ressourcenkontrolle und Schwächung Chinas.
  • 00:33:55 – Rückblick auf 1953: Der Sturz Mossadeghs als historisches Beispiel für den Kampf um Rohstoffe.
  • 00:35:42 – Das System des Petrodollars: Warum die USA auf die Abrechnung von Öl in Dollar angewiesen sind.
  • 00:38:21 – Die „Dollar-Druckpresse“ und das Ende des Goldstandards 1971 unter Nixon.

40:00 – 50:00: Gefahren für die Region und europäische Interessen

  • 00:40:00 – Die existenzielle Bedrohung für Golfstaaten wie Katar bei einer iranischen Reaktion auf US-Stützpunkte.
  • 00:42:44 – Die verpasste Chance: Warum Trump die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormus nicht für einen Rückzug genutzt hat.
  • 00:45:14 – Appell an die „Menschheitsfamilie“ und die Orientierung am Völkerrecht statt an Feindbildern.
  • 00:48:07 – Der Niedergang des Westens: Realitätsverlust der Eliten und strategische Fehlentscheidungen.

50:00 – 01:02:53: Zukunftsvisionen und Friedensforschung

  • 00:50:17 – Die Vision eines Europas, das sich vom US-Imperialismus emanzipiert und US-Truppen abzieht.
  • 00:53:27 – Plädoyer für friedliche Beziehungen zu Eurasien (China und Russland) für langfristigen Wohlstand.
  • 00:57:19 – Vorschlag zur Auflösung der NATO zugunsten eines neuen gesamteuropäischen Sicherheitssystems.
  • 00:59:41 – Die Notwendigkeit diplomatischer Heilung zwischen Berlin und Moskau („Achse Berlin-Moskau“).

52:09

Die EU friert Konten ein, verbietet Reisen und sanktioniert Personen wegen ihrer Ansichten. Ist das noch Rechtsstaat – oder bereits ein neues autoritäres System?

Professorin Alexandra Hofer, Expertin für internationales Recht und Sanktionsrecht an der Universität Utrecht, analysiert die EU-Sanktionspraxis gegen Einzelpersonen und stellt eine brisante Frage:

Wer entscheidet in Europa heute noch über Freiheit, Eigentum und Meinungsrechte – Gerichte oder politische Gremien?

Im Gespräch geht es um:

– EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen wie Jacques Baud, Nathalie Yamb oder Hüseyin Doğru  
– Kontensperrungen, Reiseverbote und Vermögensbeschlagnahmung ohne klassisches Gerichtsverfahren  
– Die Rolle des Europäischen Rates und seine weitreichenden Machtbefugnisse  
– Meinungsfreiheit, Selbstzensur und den „Chilling Effect“ politischer Sanktionen  
– Warum unklare Begriffe wie „russisches Sprachrohr“ rechtsstaatlich problematisch sind  
– Die Gefahr eines schleichenden Übergangs in autoritäre Strukturen innerhalb der EU  

„Wenn das ungeprüft weitergeht, könnten wir die Freiheit der Meinungsäußerung Stück für Stück verlieren.“

Wer von der Regierungslinie abweicht, könnte zum Sicherheitsrisiko erklärt werden. Alexandra Hofer zeigt, wie politische Maßnahmen zunehmend Grundrechte berühren – und warum darüber kaum öffentlich diskutiert wird.

Professor Alexandra Hofer fordert:

– Eine breite gesellschaftliche Debatte über Meinungsfreiheit und Grundrechte  
– Mehr Kontrolle über die Sanktionsmacht der EU-Institutionen  
– Klare rechtsstaatliche Kriterien statt politischer Willkür  
– Transparenz und wirksamen Rechtsschutz für Betroffene  

Ein Gespräch über Demokratie, Sanktionen, Meinungsfreiheit und die Zukunft des europäischen Rechtsstaats.

1:10:50

Deutschland rüstet auf – und wer widerspricht, wird mundtot gemacht. Ist das noch Demokratie?
Dr. Stefan Luft, Privatdozent der Universität Bremen, analysiert den Operationsplan Deutschland und die Militarisierung der Gesellschaft und stellt eine entscheidende Frage:

Wird hier eine russische Bedrohung an die Wand gemalt, um eine großflächige Militarisierung der Gesellschaft anzuschieben?

Im Gespräch geht es um:

– Den geheimen Operationsplan Deutschland und die Vorbereitung der Zivilgesellschaft auf den Krieg
– Die Militarisierung des Bildungssystems – von der Schule bis zur Universität
– Zensur, Einschüchterung und die Politik der Angst als Herrschaftsinstrument
– Die Rolle transatlantischer Netzwerke bei der Gleichschaltung der Politik
– Jacques Baud und die außerlegalen EU-Sanktionen als Einschüchterungsstrategie
– Warum 40–50% des Bundeshaushalts für Rüstung die Gesellschaft zerstören würde

„Es kann in niemandes politischen Interesse sein in Deutschland, jemals wieder Konflikte mit Russland militärisch auszutragen."

Wer heute für Diplomatie eintritt, wird als Moskau-Connection diffamiert. Dr. Luft zeigt, wie systematisch der Meinungskorridor verengt wird – und was das für die Demokratie bedeutet.

Dr. Stefan Luft fordert:

– Rückkehr zu einer auf nationalen Interessen basierenden Außenpolitik
– Diplomatische Gespräche mit Russland statt militärischer Eskalation
– Schutz der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gegen staatlichen Druck

Ein Gespräch über Militarisierung, Zensur, Angstpolitik und die Zukunft der deutschen Demokratie.

1:01:57

Professor Ola Tunander vom Friedensforschungsinstitut Oslo analysiert den Anschlag auf die Nord Stream Pipelines und stellt eine entscheidende Frage:

War die Sprengung von Nord Stream ein Akt des Staatsterrorismus – und wer hat ihn befohlen?

Im Gespräch geht es um:
– Die historische US-Strategie gegen russisch-europäische Energiepartnerschaften seit 1981
– Die Rolle der Poseidon-Aufklärungsflugzeuge in den Tagen rund um die Explosion
– Das Baltops-Übungsmanöver im Juni 2022 als mögliche Tarnung für die Operation
– Die Verstrickung Norwegens und der Frage, was Olaf Scholz wusste
– Plausible Deniability: Wer sollte die Schuld tragen?
– Staatsterrorismus oder Kriegsakt – und warum das für die Versicherung entscheidend ist

„The destroying of the energy partnership between Russia and Germany was a long-term geostrategic goal of the United States."

Der Anschlag auf Nord Stream war kein Streich einer ukrainischen Gruppe auf einem Segelboot. Tunander legt dar, warum alle Spuren zu amerikanischen Spezialkräften und Geheimdienstoperationen führen.

Professor Tunander kritisiert:
– Die systematische Verdrängung belastbarer Beweise aus den etablierten Medien
– Die Nutzung von Militärübungen als Tarnung für verdeckte Operationen
– Die Zerstörung der Grundlage für eine friedliche europäisch-russische Zusammenarbeit

Ein Gespräch über Staatsterrorismus, Geopolitik, Energiepolitik und die Zukunft Europas.

1:25:36

Im Gespräch geht es um:

– Ukrainekrieg und westliche Fehleinschätzungen  
– Iran-Konflikt und geopolitische Eskalation  
– Rolle Israels im Nahen Osten  
– Aufstieg einer multipolaren Weltordnung  
– Medien und Narrative im Krieg  
– Meinungsfreiheit und Demokratie in Europa  

„Wenn alle den gleichen Unsinn erzählen, dann rennen alle in die gleiche Richtung.“

Dieses Gespräch verbindet Geopolitik und Medienkritik – und zeigt, wie Narrative politische Realität formen.  
Es stellt die Frage, ob wir Konflikte noch verstehen oder nur noch reproduzieren.

Was fordert oder kritisiert der Gast?

– Mehr geopolitischen Realismus statt Moralpolitik  
– Ehrliche Analyse statt einseitiger Narrative  
– Rückkehr zu echter Meinungsvielfalt  

Zeitmarken

Medien & Demokratie

  • Ausschaltung der Demokratie: Wenn Medien nur noch eine Erzählung zu Themen wie Ukraine, Corona oder Klima zulassen, setzen sie faktisch die Demokratie außer Kraft [00:34](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D34).
  • Regieren durch Angst: Die Politik nutzt die Mobilisierung von Angst (z. B. Russland, Corona, Iran), um zu regieren [38:00](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D2280).
  • Konformismus: Journalisten neigen dazu, „Hofschranzen der Macht“ zu sein, um sozialen Status und Zugang zu den Mächtigen zu behalten [08:40](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D520).
  • Qualitätsmedien: Der Begriff wird oft als Selbsterhöhung genutzt, während gleichzeitig die Nähe zum Staat durch Subventionen zunimmt [06:19](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D379).
  • Meinungsdiktat: In Demokratien kann Meinungskonformismus zu einer totalitären Macht werden, die abweichende Sichtweisen unterdrückt [16:59](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D1019).

Geopolitik & Ukraine-Krieg

  • Ursachen des Konflikts: Der Krieg begann nicht erst 2022, sondern läuft bereits seit 2014; die historischen Ursachen werden in der aktuellen Debatte oft ausgeblendet [42:32](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D2552).
  • Verhandlungsbereitschaft: Die Behauptung, man könne mit Putin nicht verhandeln, ist faktisch falsch, da es bereits kurz nach der Eskalation Gespräche gab [42:04](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D2524).
  • Rolle von Gerhard Schröder: Köppel kritisiert die „Hexenjagd“ auf Schröder und betont, dass dessen Kontakte zu Putin eine ungenutzte Ressource für den Frieden waren [52:33](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D3153).
  • Westliche Arroganz: Der Westen hat nach dem Kalten Krieg den Fehler gemacht, Russland als Verlierer herablassend zu behandeln [01:20:55](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D4855).

Europäische Union & Institutionen

  • Demokratie ohne Volk: Die EU wird als „transnationale Demokratie“ beworben, was Köppel für unmöglich hält, da eine Demokratie ein begrenztes Staatsvolk (Demos) benötigt [24:37](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D1477).
  • Sanktionen gegen Einzelpersonen: Am Beispiel von Jacques Baud kritisiert Köppel, dass Menschen aufgrund unliebsamer Meinungen wie Kriminelle auf Sanktionslisten gesetzt werden [34:09](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D2049).
  • Fehlkonstruktion: Die EU leidet unter Konstruktionsfehlern, bei denen alle für alles verantwortlich sind, aber niemand die Konsequenzen trägt [25:20](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D1520).

Die Rolle Deutschlands & der Schweiz

  • Neutralität der Schweiz: Köppel sieht die Preisgabe der Neutralität durch die Teilnahme an Wirtschaftskriegen und einseitigen Friedenskonferenzen als schweren Fehler [47:05](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D2825).
  • Deutschland als Vermittler: Deutschland sollte aufgrund seiner Lage und Geschichte ein Ort der Vermittlung sein, statt eine Führungsrolle im militärischen Sinne anzustreben [01:00:52](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DTAbbkGnd1ro%26t%3D3652).
  • Moralimperialismus: Er warnt vor einem „Moralimperialismus“, bei dem sich europäische Politiker als Weltschiedsrichter aufspielen, während die Probleme im eigenen Land ungelöst bleiben [01:23:46]

1:05:13

Steuert der Westen auf seinen eigenen Zusammenbruch zu und merkt es nicht einmal?

Patrick Lawrence analysiert den Niedergang des Westens und stellt eine entscheidende Frage:

Ist der Zerfall westlicher Macht eine Katastrophe – oder der Beginn einer neuen Weltordnung?

Im Gespräch geht es um:

– Den historischen Niedergang westlicher Dominanz seit 2001  
– Die Rolle der USA als „Störer“ statt Gestalter der Weltordnung  
– Warum Regime-Change-Politik systematisch scheitert  
– Die Verbindung zwischen Krieg, Machtverlust und innerem Demokratieabbau  
– Die geopolitische Bedeutung Irans im globalen Machtgefüge  
– Den Zerfall des Journalismus und die Rolle unabhängiger Medien  

„You can have empire abroad, the Western superiority, or you can have democracy at home. Empire and democracy are self-canceling. You cannot have both.“

Der Westen verliert nicht nur Kriege – er verliert seine eigene Ordnung.

Und er beschleunigt diesen Prozess durch seine eigene Politik.

Was fordert oder kritisiert der Gast?

– Abkehr von imperialer Machtpolitik  
– Anerkennung einer multipolaren Weltordnung  
– Stärkung unabhängiger Medien und kritischen Denkens  

Ein Gespräch über Macht, Ordnung, Imperium und den Zerfall politischer Systeme.

Zeitmarken

00:00 Niedergang des Westens – Realität oder Narrativ? 
04:30 9/11 als Wendepunkt der amerikanischen Macht 
10:15 Kriege als Reaktion auf Machtverlust 
18:40 Warum Regime-Change immer scheitert 
28:00 Iran als Schlüssel im globalen Machtkampf 
38:30 Wirtschaftliche Folgen und geopolitische Risiken 
48:00 Medien, Zensur und Demokratie im Westen 
56:30 Widerstand und Rolle unabhängiger Medien 

1:00:17

Ist der Westen dabei, seine eigene Weltordnung zu zerstören?

Der ehemalige UN-Diplomat und heutiges Mitglied des Europäischen Parlaments Michael von der Schulenburg analysiert den Iran-Krieg und die globale Lage. Er stellt eine entscheidende Frage:

Steuert der Westen auf eine Eskalation zu, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann?

Im Gespräch geht es um:

– den Iran-Krieg und seine globale Dimension  
– die strategische Lage Europas zwischen zwei Kriegen  
– das Ende der UNO-Charta und internationaler Regeln  
– die wachsende Gefahr eines Atomkriegs  
– Fehleinschätzungen westlicher Politik  
– den Verlust von Diplomatie und Vertrauen  

„Wir zerstören uns selbst, indem wir das aufheben.“

Der Westen riskiert nicht nur militärische Niederlagen, sondern verliert seine eigene Grundlage: eine regelbasierte Weltordnung.

Schulenburg kritisiert dabei vor allem die politische Kurzsichtigkeit und warnt vor langfristigen Konsequenzen.

Was fordert der Gast?

– Rückkehr zur Diplomatie  
– Anerkennung geopolitischer Realitäten  
– Abkehr von militärischer Eskalation  

Ein Gespräch über Macht, Ordnung, Verantwortung und strategisches Versagen.

38:26

Politische Verfolgung in der EU

Der Schweizer Militäranalyst Jacques Baud steht unter EU-Sanktionen – ohne Gerichtsverfahren, ohne öffentliche Beweise.

Wie kann ein europäischer Bürger politisch isoliert werden, ohne verurteilt zu sein?

In diesem Beitrag wird der Fall von Jacques Baud aufgearbeitet – einem ehemaligen NATO-Mitarbeiter, UN-Offizier und Militäranalysten.

Im Zentrum stehen:

– EU-Sanktionen gegen Jacques Baud  
– Einschränkung von Meinungsfreiheit und Grundrechten  
– Die Rolle der Schweiz und ihre Neutralität  
– Ukraine-Krieg und geopolitische Narrative  
– Der Umgang Europas mit Kritik und Dissens  
– Der Konflikt zwischen Sicherheitspolitik und Demokratie  

„Heute bin ich es, aber schon morgen kann jeder sanktioniert werden.“

Der Fall wirft grundlegende Fragen auf:
Wie stabil sind Rechtsstaat und Meinungsfreiheit in Europa wirklich?

Was bedeutet es, wenn politische Maßnahmen ohne gerichtliche Prüfung existenzielle Folgen haben?

Kritisiert werden:

– Politisch motivierte Sanktionen ohne rechtsstaatliche Grundlage  
– Der Umgang mit abweichenden Meinungen in Europa  
– Der Verlust glaubwürdiger Neutralität  

Ein Kommentar über Macht, Freiheit, Neutralität und politische Kontrolle.

1:15:43

Droht eine Eskalation zwischen den Großmächten und welche Rolle spielt Deutschland dabei?

Der Botschafter der russischen Föderation Sergej Netschajew analysiert den Ukraine-Krieg, die Spannungen zwischen Ost und West und die aktuelle Eskalation rund um den Iran und stellt eine entscheidende Frage:

Steuert Europa auf eine direkte Konfrontation mit Russland zu?

Im Gespräch geht es um:

– Ursachen und Verlauf des Ukraine-Kriegs  
– Rolle der NATO und westlicher Politik  
– Perspektive Russlands auf Deutschland und Europa  
– Eskalation im Iran und geopolitische Folgen  
– Verhandlungen, Sanktionen und strategische Interessen  
– Nord Stream und wirtschaftliche Verflechtungen  

„Die unipolare Welt existiert praktisch nicht mehr.“

Ein Gespräch über Machtverschiebungen, geopolitische Interessen und die Frage, ob Diplomatie noch möglich ist.

Der Botschafter kritisiert:

– die einseitige Position westlicher Staaten  
– fehlende Verhandlungsbereitschaft Europas  
– wirtschaftliche und politische Eskalationsdynamiken  

Ein Gespräch über Macht, Geopolitik, Sicherheit und internationale Ordnung.

Dieses Interview gibt die Perspektive des russischen Botschafters wieder und dient der Einordnung geopolitischer Positionen.

24:56

Patrik Baab berichtet aus Kriegsgebieten und stellt unbequeme Fragen:

Was passiert wirklich vor Ort?  
Warum versagt der Journalismus?  
Und steuert der Westen auf eine gefährliche Eskalation zu?

„Die Presse lügt nicht unbedingt durch das, was sie sagt – sondern durch das, was sie weglässt.“

Dieses Gespräch wurde im Rahmen einer Veranstaltung der Initiative einheit.at in Dornbirn (Österreich) aufgezeichnet.

Patrik Baab war dort zu Gast und wurde vor Ort interviewt.