Alexander von Bismarck (Medienpräsenz)

58:46

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt spricht Alexander von Bismarck mit Guido Schulz aus Magdeburg über Frieden, Demokratie und die Frage, wie viel Veränderung das politische System in Deutschland braucht.

Guido Schulz engagiert sich seit Jahren in der Friedensbewegung und gehört zu den Organisatoren des Friedensfestivals in Magdeburg. Im Gespräch geht es um den Ukrainekrieg, deutsche Russlandpolitik, Aufrüstung und Diplomatie – aber auch um die Rolle von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt.

Warum wird die politische Brandmauer immer wichtiger? Wie frei entscheiden Abgeordnete tatsächlich? Braucht Deutschland mehr direkte Demokratie und weniger Parteipolitik? Und was müsste sich ändern, damit Wähler wieder mehr Vertrauen in Politik und Institutionen bekommen?

Auch die Bundestagswahl, das knappe Scheitern des BSW an der Fünf-Prozent-Hürde, Fraktionsdisziplin, Meinungsfreiheit, die Corona-Aufarbeitung und die politische Stimmung in Ostdeutschland werden kontrovers diskutiert.

Ein ausführliches Kamingespräch über unterschiedliche politische Perspektiven, die Bedeutung offener Debatten und eine zentrale Forderung, die über allen anderen Themen steht: Frieden statt weiterer Eskalation.

1:00:50

Was passiert, wenn man frisch von der Universität kommt, kaum Russisch spricht – und plötzlich Geschäfte in geheimen Nuklearstädten Sibiriens macht, die früher nicht einmal auf Landkarten verzeichnet waren?

In dieser Folge von *„Alexander von Bismarck im Dialog“* erzählt Michel von seinen außergewöhnlichen Erfahrungen im Russland der 1990er-Jahre. Seine erste Reise führte ihn 1993 nach Moskau und schließlich tief nach Sibirien. Dort begegnete er Bürgermeistern, ehemaligen KGB-Strukturen und einer Welt im radikalen Umbruch. Aus ersten kleinen Projekten wurden immer größere Vorhaben – von medizinischen Einrichtungen über Sicherheitstechnik bis zu einem millionenschweren Holzwerk.

Es geht um minus 45 Grad, Wodka-Abende, geschlossene Städte, deutsche Unternehmen wie Siemens, Nokia und Rohde & Schwarz, komplizierte Finanzierungen, russische Staatsgarantien und ein Projekt, das immer wieder kurz vor dem Scheitern stand. Eine entscheidende Wendung kam schließlich durch persönliche Kontakte – und eine überraschende Verbindung zu IKEA.
Doch das Gespräch geht weit über Wirtschaft und Abenteuer hinaus. Alexander von Bismarck und sein Gast sprechen darüber, wie sich Russland seit den 1990er-Jahren verändert hat, über die damalige Aufbruchsstimmung zwischen Deutschland und Russland und darüber, warum persönliche Beziehungen, wirtschaftlicher Austausch und direkte Gespräche auch heute eine wichtige Rolle spielen können.

Am Ende steht eine Botschaft vor allem an junge Menschen: den sicheren, vorgezeichneten Weg auch einmal verlassen, fremde Kulturen kennenlernen, Risiken eingehen und Erfahrungen sammeln, die das eigene Leben verändern können.

*Ein Gespräch über Russland, Unternehmertum, Mut, Freundschaft und ein Leben, das stellenweise tatsächlich wie ein James-Bond-Film klingt.*

1:05:54

Alexander von Bismarck spricht mit Veroníka Naidenova, die auf der Krim in Sewastopol geboren wurde und seit rund einem Vierteljahrhundert in Deutschland lebt. Im persönlichen Kamingespräch schildert sie, wie der politische Konflikt ihr Leben geprägt hat und warum sie sich für Frieden, Diplomatie und eine Verständigung zwischen Deutschen und Russen einsetzt.

Das Gespräch führt von der öffentlichen Wahrnehmung Russlands und der Rolle klassischer sowie alternativer Medien über die Schwierigkeiten journalistischer Übersetzungen bis zur Geschichte, Kultur und besonderen Mentalität der Krim. Veroníka Naidenova berichtet aus ihrer persönlichen Perspektive über ihre Kindheit in Sevastopol, das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten, die Bedeutung der russischen Schwarzmeerflotte und die Ereignisse des Jahres 2014.

Außerdem geht es um den heutigen Alltag auf der Krim, Luftalarm, Drohnenangriffe, eingeschränkte Verkehrsverbindungen und die Frage, wie Reisen zwischen Russland und Europa noch möglich sind. Ein Gespräch über Heimat, Identität, Informationskrieg und darüber, weshalb persönliche Begegnungen gerade in Zeiten politischer Feindbilder entscheidend sein können.

1:13:14

Alexander von Bismarck trifft in Sankt Petersburg auf den wohl umstrittensten deutschen Blogger und Russland-Kenner: Thomas Röper.
In diesem intensiven Gespräch geht es um Meinungsfreiheit, Medienkritik, Russland-Berichterstattung, NATO, Ukrainekrieg, westliche Demokratien, Lobbyismus und die Frage: Wie unabhängig sind unsere Medien wirklich?

Warum werden bestimmte Informationen in Deutschland kaum gezeigt?
Wie funktionieren politische Narrative?
Und warum sieht Russland Deutschland heute kritischer denn je?

Thomas Röper spricht offen über Sanktionen gegen seine Person, seine Arbeit mit „Anti-Spiegel“, den Umgang westlicher Medien mit Russland sowie über Machtstrukturen, NGOs, Stiftungen und politische Einflussnahme.

Ein Gespräch über Geopolitik, Informationskrieg, öffentliche Meinung und den Zustand des westlichen Diskurses.

37:09

Zeitmarken

  • Geopolitische Lage: Karaganov vertritt die Ansicht, dass sich der Westen (insbesondere die EU und die USA) in einem direkten Krieg gegen Russland befindet [02:34]. Er bezeichnet die aktuelle Situation als „dritten Weltkrieg“, den der Westen initiiert habe, um seine schwindende globale Vormachtstellung durch Revanche zurückzuerlangen [13:04, 35:10].
  • Kritik an den europäischen Eliten: Der Stratege wirft der europäischen und deutschen Führung vor, „verantwortungslos“, „gewissenlos“ und „intellektuell unterentwickelt“ zu sein [01:58]. Er behauptet, diese Eliten bräuchten den Krieg, um von ihrem eigenen politischen und wirtschaftlichen Bankrott abzulenken [13:23].
  • Warnung vor Eskalation: Karaganov warnt eindringlich davor, dass Europa auf einen Abgrund zusteuere. Sollte der Westen Russland weiterhin provozieren, sieht er die Gefahr, dass Russland gezwungen sein könnte, Europa militärisch hart zu „bestrafen“, um eine weltweite nukleare Katastrophe zu verhindern [23:05]. Er spricht in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit, den „Revanche-Geist“ zu stoppen [23:37].
  • Verhältnis zu Deutschland: Trotz der scharfen Kritik an der Führung betont Karaganov seine Wertschätzung für die deutsche Kultur und das Volk [08:50, 34:47]. Er bedauert den Abbruch der Kontakte und sieht die deutsche Gesellschaft als Opfer einer „propandistischen Infektion“ [15:07].
  • Rolle der USA und Chinas: Laut Karaganov ziehen sich die USA allmählich aus der direkten Konfrontation zurück und lassen die Europäer die Führung im Konflikt übernehmen, während sie gleichzeitig Waffen an diese verkaufen [08:22]. China sieht er als engen Partner, der sich jedoch nicht direkt in diesen spezifischen Konflikt einmischen wird [16:12].
  • Zukunftsperspektive: Eine Wiederherstellung des Vertrauens wird laut Karaganov ein langfristiger Prozess sein, der vermutlich erst nach einer „militärischen Niederlage“ der aktuellen europäischen Politik möglich ist [21:53, 33:53].

59:13

Ein Blick hinter die Kulissen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – und ein persönlicher Weg vom unpolitischen Techniker zum Friedensaktivisten.

In diesem Gespräch berichtet Marc Brill von seinen Erfahrungen beim WDR: von journalistischer Sorgfalt früherer Jahrzehnte bis hin zu heutigen Entwicklungen, die er kritisch bewertet. Es geht um den Wandel im Medienbetrieb, zunehmende Bürokratisierung und die Frage, warum Vertrauen verloren geht.

Darüber hinaus schildert Brill seinen Weg in die Friedensbewegung – von wirtschaftlichen Analysen über Montagsmahnwachen bis hin zur Organisation großer Friedensveranstaltungen wie „Stopp Ramstein“ oder dem Pax Weltfrieden Festival.

Im Zentrum steht dabei eine grundlegende Frage:
Warum gehen heute deutlich weniger Menschen für politische Anliegen – insbesondere für Frieden – auf die Straße als früher?

Ein Gespräch über Medien, Machtstrukturen, gesellschaftlichen Wandel und die Bedeutung von Dialog, Meinungsvielfalt und persönlicher Verantwortung.

Themen im Video:

Medienwandel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Journalismus damals vs. heute
Bürokratie und Einfluss von Beratern
Friedensbewegung und Aktivismus
Gesellschaftliche Veränderungen und politische Beteiligung
Meinungsfreiheit und Diskurskultur

Ein Gespräch, das zur eigenen Prüfung von Informationen und zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs anregen will.

38:21

In dieser Ausgabe von Alexander von Bismarck im Dialog spricht Alexander von Bismarck mit Michael von der Schulenburg, langjährigem UN-Diplomaten und Mitglied des Europäischen Parlaments, über den dramatischen Zustand europäischer Außen- und Sicherheitspolitik.

Im Zentrum stehen der Ukrainekrieg, das systematische Versagen der Diplomatie, die Rolle der Europäischen Union sowie die wachsende Selbstgerechtigkeit westlicher Politik. Von der Schulenburg analysiert schonungslos, warum Europa nicht vermittelt, sondern eskaliert, warum Verhandlungen politisch tabuisiert wurden und weshalb Deutschland seine historische Verantwortung verspielt.

Das Gespräch thematisiert die militärische Realität des Ukrainekriegs, die Illusion westlicher Sicherheitsgarantien, die Zerstörung der europäischen Friedensordnung seit 1990 sowie den inneren Verfall demokratischer Entscheidungsprozesse im EU-Parlament. Auch der Nahe Osten, Israel, Iran und die globale Machtverschiebung kommen zur Sprache.

Ein tiefgehendes Gespräch über Kriegspropaganda, Realitätsverlust, technokratische Herrschaft und die Frage, ob Europa noch fähig ist, Frieden politisch zu denken – oder ob es sich endgültig aus der Geschichte verabschiedet.

53:29

Ein außergewöhnliches Gespräch zwischen Alexander von Bismarck und dem ehemaligen UN-Diplomaten Michael von der Schulenburg, der über 34 Jahre in den Krisenregionen der Welt tätig war.
Thema: Die UNO-Charta „Nie wieder Krieg“ – ein Dokument, das 1945 geschaffen wurde, um den Frieden dauerhaft zu sichern. Warum ist dieses Versprechen heute fast vergessen?
Schulenburg spricht offen über die Rolle Deutschlands, die Fehler der westlichen Diplomatie, die verdrängte Verantwortung im Ukraine-Krieg und darüber, warum echte Friedenspolitik nur auf Augenhöhe funktioniert.

🕊️ Ein Plädoyer für Diplomatie, Menschlichkeit und Vernunft.
📘 Michael von der Schulenburgs Broschüre „Nie wieder Krieg – Die UN-Charta“ gibt es online auf Deutsch und Englisch.

51:50

In dieser Folge Alexander von Bismarck im Dialog spreche ich mit Dr. Ulrich Gausmann – einem vielseitigen Denker, der Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichte und Wirtschaft studiert hat.
Sein aktuelles Buch „Wirtschaft und Finanzen neu gedacht“ und seine Gründung der Utopie Akademie laden dazu ein, über Alternativen zum bestehenden System nachzudenken:

Welche Rolle können Tauschsysteme und Regionalwährungen spielen?

Wie entstehen neue Genossenschaften, Energiewende-Dörfer und Solidarische Landwirtschaft?

Warum brauchen Menschen Orientierung, Gemeinschaft und Frieden – gerade in Zeiten der Krise?

Und: Wie können junge Menschen ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten?

Ein Gespräch über Utopien, Realitäten und die Suche nach neuen Wegen, das Mut macht und Perspektiven eröffnet.