Karl Dietz Verlag Berlin GmbH (Verlag)

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Der Arbeitersohn, Kommunist und spätere Remscheider Oberbürgermeister Gustav Flohr (1895-1965) war zutiefst geprägt vom Kampf gegen den Faschismus und vom Systemkonflikt des 20. Jahrhunderts. Der Politologe Jörg Becker hat Flohrs unveröffentlichte Schriften ediert und kommentiert, darunter hochinteressante Briefe und Notizen über die inneren Verhältnisse des Deutschen Reichs, die NS-Verfolgung und den linken Widerstand gegen Hitler.

ISBN 978-3-8012-0546-1 26,00 € Portofrei Bestellen

Für Antonio Labriola ist Geschichte ohne ihre materiellen Grundlagen nicht zu verstehen. Entscheidend dabei ist ein radikaler Praxisbezug, der von den konkreten Verhältnissen in ihrer spezifischen Beschaffenheit ausgeht. 1974 unter dem Titel "Über den historischen Materialismus" erstmalig auf Deutsch erschienen, gibt der vorliegende Band mit seiner überarbeiteten Textfassung die Möglichkeit, Labriola neu zu entdecken als Gründer marxistischen Philosophierens. In den marxschen Feuerbach-Thesen erkennt er das Projekt einer "Umstülpung der Erkenntnistheorie" ins innerweltliche Getümmel.

ISBN 978-3-320-02347-8 29,90 € Portofrei Bestellen

Den Emigranten Lenin lernte Angelica Balabanoff 1905 in Zürich kennen. Es war die Zeit, als der spätere Faschistenführer Benito Mussolini noch zum Freundeskreis der in Russland geborenen Führerin der italienischen Sozialisten gehörte. Angelica Balabanoff und Lenin verband ein spannungsvolles Verhältnis. Sie geriet mit ihm nicht zuletzt als Motor der sozialistischen Antikriegsbewegung Europas und als Organisatorin der Zimmerwalder Konferenzen gegen den Ersten Weltkrieg immer wieder aneinander: Sie wollte die Sozialistische Internationale, in deren Büro sie bis 1914 neben Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean Jaures und Lenin mitgearbeitet hatte, erneuern, Lenin wollte die Internationale spalten. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 veranlasste Angelica Balabanoff, das Schweigen zu brechen.

ISBN 978-3-320-02353-9 22,00 € Portofrei Bestellen
Hrsg. Martin Beck und Ingo Stützle

Nach dem Brexit, dem Sieg Donald Trumps in den USA und den Wahlerfolgen rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden hat eine hektische Suche nach Erklärungen für diese Entwicklung eingesetzt. Dabei wurde und wird auch immer wieder auf den "18. Brumaire" von Karl Marx rekurriert. Wie weit das Bonapartismus-Konzept trägt, um die Wiederkehr von Autoritarismus und Nationalismus zu verstehen, wird in historischer Rückschau und aktuellen Länderuntersuchungen etwa zu Großbritannien, Polen, den USA, Russland oder der Türkei diskutiert.

ISBN 978-3-320-02348-5 18,00 € Portofrei Bestellen
21.09.2018 , Deutsch

Am 15 . September 2008 meldete die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Sie löste damit eine der schwersten Finanzkrisen des 20. Jahrhunderts aus. Noch immer ist nicht ausgemacht, ob die Krise überwunden ist oder die Wirtschaft stagniert. Die herrschende Ökonomie seinerzeit war ratlos, vermehrt wurde wieder Marx zitiert. Hatte er doch recht gehabt?
Nun ist zwar für Marxisten eine Krise keine Überraschung, sondern Teil des Systems, jedoch wird bis heute über die Ursachen gestritten. Das "Aufblähen" des Finanzmarktsektors, steigende Verschuldung des Staates und der privaten Haushalte, realwirtschaftliche Prozesse, wie zunehmende Ungleichheit und über Jahrzehnte gesunkene Löhne - das sind einige der in der Debatte gehandelten potenziellen Krisenursachen. Der vorliegende Band bringt vier Ansätze miteinander ins Gespräch.

ISBN 978-3-320-02350-8 21.09.2018 14,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Roboter, Künstliche Intelligenz und digitale Vernetzung treiben die Automatisierung der Produktion voran. Die lebendige Arbeit werde verschwinden, der Mensch endgültig ersetzbar, warnen die einen aufgeregt. Die anderen sehen Wachstumspotenziale, Standortvorteile - oder sogar neue Chancen zur Überwindung des Kapitalismus. Karl Marx war Zeit seines Lebens fasziniert von den Potenzialen der Technik, Produktivkraft war der Begriff, den er dafür prägte.

ISBN 978-3-320-02362-1 20,00 € Portofrei Bestellen

Für den 100. Jahrestag der russischen Revolution im Jahre 2017 ist - rechts wie links - vor allem die Reproduktion liebgewordener Klischees zu erwarten: "Absturz in die Barbarei" versus "ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte". Jenseits aller Schützengräben hat sich der 1993 früh verstorbene Leipziger Revolutionsforscher und Universalhistoriker Manfred Kossok mehrmals zum Platz der russischen Revolution in der Geschichte geäußert - ohne dass diese Arbeiten eine nennenswerte Rezeption erfahren hätten, auch und gerade nicht unter Linken.

ISBN 978-3-320-02324-9 12,90 € Portofrei Bestellen

Max Hoelz: Ein im Vogtland und im Mansfeldischen auch heute noch von Sagen umwobener Name. Sein Leben kann sinnbildlich für den Beginn des "Zeitalters der Extreme" (Hobsbawm) und die Konfrontationen im 20. Jahrhundert stehen: Das Erleben des Ersten Weltkriegs führte ihn vom weißen Kreuz zur roten Fahne. Er wurde zum Rächer der Armen und Erniedrigten. Im Juni 1921 zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, im Juli 1928 freigelassen, setzt er sich für die Politik der kommunistischen Partei ein und reist Ende August 1929 in die Sowjetunion.

Am 16. September 1933 wird sein Leichnam aus der Oka geborgen.

Sind Neoliberalismus und der Rechtsextremismus kompatibel oder schließen sie einander aus?

Der Band bietet eine Analyse des widerspruchsvollen Wechselverhältnisses zwischen Neoliberalismus und
Rechtsextremismus in der Gegenwart.

Ideologeme rechtsextremen und neoliberal-etablierten Denkens werden eben so hinterfragt wie das Ineinandergreifen staatlichen Handelns und rechter Argumentationsmuster. Rechtsextreme Antworten bezüglich neuer Unsicherheiten in Arbeit und Alltag beeinflussen gewerkschaftliche Arbeit oder erscheinen in medialen Diskursen - sie finden sich eben nicht nur am Rand, sondern mitten in der Gesellschaft. In verschiedenen europäischen Ländern zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen, aber auch Gemeinsamkeiten, die die Frage aufwerfen, wie diesen Prozessen ein solidarisches politisches Handeln entgegengesetzt werden kann.

ISBN 978-3-320-02086-6 14,90 € Portofrei Bestellen