Mordecai Richlers autobiografisches Meisterwerk erstmals in deutscher Übersetzung. In zehn charmanten, tragikomischen, ergreifenden Episoden erzählt Mordecai Richler von seiner Kindheit und Jugend in der jüdischen Welt von Montreals St. Urbain Street: Von dem Sommer, in dem die Großmutter eigentlich hätte sterben müssen, aber nicht starb. Von Herrn Bambinger, dem Wiener Juden, der jeden Tag auf das Schiff wartet, das Frau und Sohn vor den Nazis in Sicherheit bringen soll. Von Benny Garber, dem zurückgebliebenen Nachbarsjungen, der aus dem Krieg in Europa heimkehrt und doch nicht mehr ins Leben findet ...
Kurzgeschichten (Thema)
Literatur von jungen Menschen für junge Menschen: Die neue Schullektüre.
Wie lässt sich bei jungen Menschen Begeisterung für Literatur wecken? Mit Goethe, Schiller, Fontane? Oder mit Erzählungen über Mobbing und gar nicht mal so unschuldige spätkindliche Spiele, mit Geschichten über zerbrechende Freundschaften und aufkeimende Liebe, über nächtliche Fahrten zur Tankstelle und seltsam unbestimmte Beziehungen mit Anfang Zwanzig. Die Erzählungen in Neue Schule sind nah und direkt an der Wirklichkeit, an den Problemen, die uns das Leben heute in der Jugend stellt. Kanon schön und gut, aber wer Literatur an junge Menschen vermitteln will, sollte vielleicht mit der jungen Literatur ihrer Gegenwart beginnen.
Die besten Science-Fiction-Autoren aus China in einem Band
Ein junger Mann wird dreimal in der Nacht angerufen - und jedes Mal ist er selbst am anderen Ende der Leitung. Genauer gesagt, sein zukünftiges Ich, und dreimal soll er die Welt vor der unausweichlichen Zerstörung retten. »Mondnacht« lautet der Titel dieser Kurzgeschichte von Cixin Liu, die der preisgekrönte Herausgeber und Übersetzer Ken Liu zusammen mit fünfzehn weiteren Erzählungen der besten Science-Fiction-Autoren Chinas in diesem Band versammelt hat. Manche sind bereits in der Literaturszene etabliert und international berühmt wie etwa Cixin Liu, Hao Jingfang und Han Song, manche gehören zur jungen, ehrgeizigen Generation wie Qiufan Chen und Xia Jia, und andere wiederum sind in der wachsenden Zunft der Geisteswissenschaftler verwurzelt, zum Beispiel Regina Kanyu Wang und Fei Dao.
Mosaik eines Lebens auf drei Kontinenten In Kurz- und Kürzestgeschichten lässt Walter Kaufmann uns an seiner bewegenden Lebensreise teilhaben. Ein nachhaltiges Lese-Erlebnis. »In dieser meisterlichen Kurzprosa zeigt sich die Spannweite zwischen Region und Welt, zwischen Vertrautem und Fremden, zwischen kleinen Verhältnissen und exotischen Abenteuern, zwischen sozialer und künstlerisch-literarischer Erfahrung.« (Aus der Laudatio zur Verleihung des Literaturpreises der Ruhr-Region im Jahre 1993)
Dieses Buch zeigt die Welt und ihre Wirklichkeit, was wir von ihr wissen und noch viel mehr. Jenseits von Alternativen Fakten und Ungerechtigkeit der Welt sind Jim Avignons Bilder detailgetreu und wahrhaftig. Hierzu steuern beste und klügste Autorinnen und Autoren teils schonungslose, teils heitere Texte bei, so dass die Welterfahrung komplett wird. Erfasst werden hier die Natur- und Geisteswissenschaften in ihrer Gänze: Religion, Politik, Gesellschaft, Science-Fiction, Psychologie, Sprache, Bibel, Burn-out, Bourgeoisie, Stadt, Biologie, Kunst, Sexualität, Ernährung, Musikethnologie, Ökonomie, Ökologie, Physik/Realität, Pubertät und Weltgeschichte. Edel ist dieses Unterfangen und auch hilfreich und gut.
"Ihre Prosa gibt ein schmerzhaftes Gefühl von Ungewissheit preis." (New Yorker) - Susan Sontags wichtigste Erzählungen endlich auf Deutsch.
Es sind Lebensthemen, die Susan Sontag in ihren Erzählungen bewegen: Mit 14 besucht sie Thomas Mann in seinem kalifornischen Exil - mit hinreißender Ironie beschreibt sie die Verletzlichkeit ihres jugendlichen Ichs. Jahre später erfährt Sontag von der AIDS-Diagnose eines engen Freundes - ihre Ängste und Hoffnungen werden zum Stimmenchor des intellektuellen New York. Und lange nach ihren berühmten Essays über Fotografie beschäftigt sie sich wieder mit dem Verhältnis von Bildern und Realität - in der Geschichte von einem Vogel und einem Nachkommen Noahs. Dieser Band versammelt wichtige Erzählungen der großen amerikanischen Autorin endlich auf Deutsch - sie zeigen sie von ihrer persönlichsten Seite.
Die Geschichten von Erez Majerantz sind von einer merkwürdigen Spannung zwischen trauriger Schwere und schwarzem Humor geprägt. Diese Spannung zwischen Tragik und Komik korrespondiert mit einem Blick auf die Welt, deren schlechte Verfassung zum einen Kummer bereitet, aber zum anderen Absurditäten zeigt, die zum Spotten einladen.
Beide Perspektiven verschwimmen ineinander, verlieren an Kontur und Trennschärfe, sodaß Leser und Leserinnen häufig nicht mehr wissen, ob sie gerade mitleiden sollen oder lachen dürfen.
Der erste Band mit Kurzgeschichten, mit der fast schon zum Klassiker avancierten Geschichte "Alles wird gut", in der Johnny Tristano sich den Ratschlag gibt: "Wenn du dich stützen musst, stütze dich an Mauern, nicht an Menschen!" Einmal mehr kann man bei Fauser lesend lernen, was es heißt, tief zu fallen, aber niemals unterzugehen und neben Witz und Melancholie auch die Lust auf das Leben und ein Bier zu bewahren.
Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft.
Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: "hat man jetzt überlebt?". Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle - das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion?
"Das Gegenteil von Vielfalt lautet Einfalt" (Ilija Trojanow) - davon sind die MacherInnen der Veranstaltungsreihe "stimmen afrikas" überzeugt und versuchen nach nunmehr zehn Jahren, die Einfalt durch die Vielfalt der Geschichten, Sprachen und Stile zu überwinden. Sie verschafften den Stimmen unseres Nachbarkontinents Gehör, um sie dem ungenierten Rassismus und den unerträglichen populistischen Rufen nach Abschottung entgegenzuhalten. Denn nichts bringt uns den Menschen so nahe wie ihre Erzählkunst. Eigens für diese Anthologie haben zehn afrikanische Autorinnen und Autoren, die Gäste im Allerweltshaus waren, Geschichten geschrieben: Zukunftsvisionen aus zehn Ländern, Utopien und Dystopien, die mit ihren unterschiedlichen Sujets und Erzählweisen einen Eindruck vom Reichtum der afrikanischen Literaturszene vermitteln.