obin Jaspert untersucht Kolonialismus nicht als abgeschlossenes historisches Kapitel, sondern als ökonomische Struktur, die bis heute fortwirkt. Mit einer Kombination aus marxistischer Theorie, Wirtschaftsgeschichte und internationalistischer Analyse – von Kwame Nkrumah über Samir Amin und Mauro Marini bis zu zeitgenössischen Ökonom:innen wie Utsa und Prabhat Patnaik – rekonstruiert das Buch, wie sich koloniale Machtverhältnisse in Währungssystem, Schuldenregime und ungleiche Austauschverhältnisse des 21. Jahrhunderts übersetzt haben.
Robin Jaspert ist ein deutscher Politökonom, Journalist und Wissenschaftler. mit Forschungsschwerpunkten in internationaler politischer Ökonomie, Finanzmärkten, Staatsfinanzen, Süd-Nord-Beziehungen, den historischen Grundlagen ökonomischer Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus sowie Geld- und Fiskalpolitik. Er promovierte an der Goethe-Universität in Frankfurt. Er lehrt am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin sowie im Studienprogramm Global Political Economy and Development der Universität Kassel. Neben der Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Internationale Beziehungen und Internationale Politische Ökonomie ist Robin Jaspert bei mehreren Gesellschafts- und friedenspolitischen Organisationen tätig, unter anderem als Botschafter für ICAN – die internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen. Neben wissenschaftlichen Publikationen schreibt Jaspert regelmäßig journalistische Beiträge, unter anderem für Jacobin, nd, Makronom und Surplus.
Quellen: ethikundmilitaer.de, Freie Universität Berlin, DFG-Graduiertenkolleg „Standards of Governance“, Verlagsinformationen, Jacobin – Autorenprofil Robin Jaspert