Westend Verlag (Medienpräsenz)

3:32

Das neue Buch von Daniele Ganser "Kampf der Giganten" ab 14.09.2026 im Handel – Die alte Weltordnung gerät sichtbar ins Wanken: Die USA und Israel greifen den Iran an, während sich Russland und China enger zusammenschließen. Welche Rolle spielt die EU in diesem Umbruch? Genau darüber sprechen Sevim Dagdelen und Daniele Ganser in einem spannenden Gespräch. 

2:37

Immer mehr Waffen, immer schärfere Rhetorik – aber führt das wirklich zu mehr Sicherheit? Klaus von Dohnanyi und Erich Vad widersprechen im Gespräch mit Renata Schmidtkunz dem Zeitgeist. Sie erklären, warum Frieden nur entstehen kann, wenn politische Vernunft ideologische Reflexe ersetzt, warum jeder Krieg den Frieden bereits mitdenken muss und weshalb der Gegner von heute der Verhandlungspartner von morgen sein kann. Ein Gespräch über Machtpolitik, Diplomatie und den schwierigen Weg zurück zum Frieden.

26:29

Podiumsgespräch "Der Wahrheitskomplex" – Aufzeichnung vom BSW Festival der Meinungsfreiheit am 30.08. in der Festung Mark, Magdeburg.

Der Wahrheitskomplex: Staatlich gelenkte Meinungsmache Ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch über die Mechanismen öffentlicher Meinungssteuerung, Zensur und die Freiheit des Wortes. Mit: Dr. Norbert Häring, Aya Velázquez und Markus Haintz. Moderation: Sevim Dagdelen.

1:15:52

Die alte Weltordnung gerät sichtbar ins Wanken: Die USA und Israel greifen den Iran an, während sich Russland und China enger zusammenschließen. Welche Rolle spielt die EU in diesem Umbruch?  Genau darüber sprechen Sevim Dagdelen und Daniele Ganser in einem spannenden Gespräch. 

Daniele Ganser, geboren 1972, ist ein Schweizer Historiker und Friedensforscher. Er ist spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Daniele Ganser ist Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel (www.siper.ch).

12:24

Heiner Flassbeck spricht über die aktuelle Konjunkturlage und die Fehleinschätzungen, die man täglich in den Medien hört. Er widmet sich aber auch der Frage, warum die Menschen in Deutschland so unzufrieden sind und in Massen AfD wählen werden. Er erläutert am Beispiel der Ärztin, die Friedrich Merz in einer Fernsehsendung herausgefordert hat, was schief läuft. Den Menschen fehlen die Begründungen für das, was geschieht und was die Politik entscheidet. Man macht Politik, die völlig losgelöst ist von den eigentlichen Problemen und wundert sich, dass die Betroffenen fragen: Warum denn ausgerechnet ich für das bezahlen, was andere angerichtet haben

1:02:55

Eine Buchpremiere mit Ulrich Schneider und Nikolaus Blome. Moderiert von Dr. Daphne Weber. Mit „Mutti, komma ans Fenster! – Eine Arbeiterkindheit im Ruhrgebiet“ legt der langjährige Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes Ulrich Schneider ein ungewöhnlich persönliches Buch vor. Deutschlands bekanntester Soziallobbyist erzählt darin mit Wärme, Witz und großer Genauigkeit von seiner Kindheit im Ruhrgebiet und vom Aufwachsen als Arbeiterkind. Dabei verbindet er autobiografische Erinnerungen mit einer kritischen Betrachtung der bundesdeutschen Sozial- und Bildungsgeschichte. 

Zur Buchpremiere diskutiert Schneider mit dem Journalisten Nikolaus Blome, Ressortleiter Politik und Gesellschaft bei RTL Deutschland. Blome eröffnet den Abend als Erstleser mit einer persönlichen Einordnung des Buches. Anschließend sprechen beide über Herkunft, soziale Aufstiegschancen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, ob die Klassenherkunft auch heute noch über Lebenswege entscheidet. 

54:42

Am 14. August präsentierte der weltbekannte Künstler und Aktivist Ai Weiwei im Berliner Pfefferberg Theater sein neues Werk „Über Zensur“. Ausgehend von seinen Erfahrungen mit direkter Unterdrückung in China widmet er sich nun subtileren Formen der Meinungs- und Gedankenbeschränkung im Westen – von Selbstzensur und „Wokeness“ bis hin zur Rolle von Algorithmen und KI.

In dieser Zusammenfassung der Buchvorstellung spricht Ai Weiwei über die Gefahr einer Welt ohne Kontraste („Ein Universum ohne Schatten“), die Mechanismen sozialen Zwangs und die Frage, ob Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes in Zeiten politischer Korrektheit zu einer leeren Hülle verkommt.

Nach seinen Erfahrungen mit direkter Unterdrückung in China konzentriert er sich nun auf subtilere Formen der Meinungs- und Gedankenbeschränkung im Westen – von Selbstzensur und „Wokeness“ bis hin zur Rolle von Algorithmen und KI.

In dieser Zusammenstellung zur Buchvorstellung erörtert Ai Weiwei die Gefahr einer Welt ohne Kontraste („Ein Universum ohne Schatten“), die Mechanismen des sozialen Zwangs und die Frage, ob Artikel 5 des Grundgesetzes in Zeiten der politischen Korrektheit zu einer leeren Hülle wird.

Überblick

0:07 Einführung und Vorstellung Der Moderator begrüßt Ai Weiwei in Berlin zur Vorstellung seines neuen Buches über Zensur. Es folgt ein kurzer Rückblick auf Ai Weiweis bewegtes Leben: seine Kindheit im chinesischen Exil in einer Erdhöhle, sein Studium in Peking und New York sowie seine Verhaftung im Jahr 2011.

5:48 Die Wurzeln der Zensur: Die Erfahrung des Vaters Ai Weiwei erläutert, dass seine Erfahrungen mit Zensur bereits bei seinem Vater, dem Dichter Ai Qing, begannen. Dieser wurde für 20 Jahre verbannt und durfte nicht schreiben. In der Verbannung schrieb der Vater heimlich unter schlechtesten Lichtverhältnissen auf Papierstreifen an einer Geschichte Roms, wobei er fast sein Augenlicht verlor.

10:52 Digitale Zensur und Überwachung in China Ab 2005 nutzte Ai Weiwei das Internet intensiv für gesellschaftskritische Blogs. Die chinesischen Behörden reagierten mit ständigen Kontosperrungen, woraufhin er hunderte Male seinen Namen änderte. Er begegnete der polizeilichen Überwachung, indem er sein Privatleben und sogar sein Schlafzimmer per Livestream öffentlich machte.

15:48 Zensur im Westen und politische "Timidität" Ai Weiwei stellt fest, dass Zensur überall existiert, auch im Westen. Er berichtet, dass nach einem Tweet über die Beziehungen zwischen Israel und den USA mehrere seiner Ausstellungen in England, Deutschland, Frankreich und den USA abgesagt wurden. Er kritisiert eine weitverbreitete Heuchelei und Ängstlichkeit in westlichen Gesellschaften.

20:24 Erfahrungen mit Banken: Westen versus China Der Künstler schildert negative Erfahrungen mit Banken in Deutschland und der Schweiz, die ohne Angabe von Gründen Konten schlossen oder ihn aufgrund angeblicher "krimineller Aufzeichnungen" ablehnten. Im Gegensatz dazu sei der Zugriff auf sein Geld bei einer chinesischen Bank nach zehn Jahren Abwesenheit innerhalb von Minuten und völlig unbürokratisch möglich gewesen.

23:32 Rückkehr nach China und die Situation der Mutter Trotz seiner Verhaftung 2011 hat Ai Weiwei keine Angst, China zu besuchen, um seine 93-jährige Mutter zu sehen. Er betont, dass er nicht mehr um sich selbst besorgt ist, da sein Sohn inzwischen erwachsen und unabhängig ist.

27:42 Identität als "heimatloser" Fremder Obwohl er in vielen Ländern lebt, betrachtet sich Ai Weiwei als heimatlose Person. Er beschreibt das Gefühl der Frustration, wenn man die Sprache nicht spricht und sich in fremden Umgebungen wie ein permanenter Hotelgast fühlt. Er äußert den Wunsch, wieder in seiner Muttersprache kommunizieren zu können.

31:00 Das Selfie mit Alice Weidel Angesprochen auf ein umstrittenes Selfie mit der AfD-Politikerin Alice Weidel erklärt Ai Weiwei, dass er mit jedem ein Selfie mache, der ihn darum bitte, ohne dessen politischen Hintergrund zu prüfen. Er respektiere die persönliche Wahl eines Menschen und lehne es ab, andere nur nach ihrem politischen Leben zu beurteilen.

34:41 Kritik an Deutschland und die Freude am Essen Er steht zu seinen früheren kritischen Äußerungen über die deutsche Mentalität (mangelnder Humor, Autoritätsgläubigkeit). Gleichzeitig lobt er mittlerweile die Qualität von deutschem Brot und Wurst und berichtet amüsiert über seine Versuche, in Berlin Hafermilch-Kaffee zu bestellen.

40:52 Die Wahl Berlins und die Rolle als Professor Ai Weiwei erklärt, warum er nach Erhalt seines Passes Berlin als Standort wählte: wegen des deutschen Einsatzes für Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Er berichtet kurz über seine Zeit als Professor an der UdK, wo er die Zeit mit den Studenten sehr genoss.

43:27 Was Kunst leisten sollte Er sieht Kunst nicht als bloße Dekoration oder "Massage" für die Gesellschaft. Kunst ist für ihn untrennbar mit Politik verbunden. Selbst die Behauptung, Kunst sei unpolitisch, stellt für ihn bereits ein politisches Statement dar.

46:44 Künstliche Intelligenz und Menschlichkeit Ai Weiwei sieht in Künstlicher Intelligenz ein rein rationales Werkzeug, das niemals echte Kunst schaffen könne. Kunst entspringe dem menschlichen Herzen und Emotionen wie Trauer oder Freude, die eine KI nicht nachempfinden könne. Zudem sei das Streben der KI nach "korrekten" Antworten das Gegenteil von Menschlichkeit, die sich durch Unvollkommenheit und Fehler auszeichne.

49:51 Reisen in die Ukraine und moderne Kriegsführung Er berichtet von seinen vier Reisen in die Ukraine, bei denen er die Front besuchte. Er stellt fest, dass sich die Ethik des Krieges durch Drohnen fundamental verändert hat: 96 % der Verluste entstünden durch Drohnen, was teure Panzertechnik (wie die deutschen Panzer) nahezu wirkungslos mache.

53:41 Fazit: Freude überwiegt die Trauer Abschließend reflektiert er über seine Autobiografie "1000 Jahre Freud und Leid" und stellt fest, dass in seinem Leben die Freude gegenüber der Trauer deutlich überwogen habe.

47:40

Zweiter Teil: Diskussion mit Markus J. Karsten, Gunther Schoß, Ulrike Guérot, Carlos A. Gebauer und Angela Richter.

Aufzeichnung der Veranstaltung vom 07.07.2026 – Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt veranstaltet gemeinsam mit dem Westend Verlag und dem Freidenker-Verband Hessen e.V. einen besonderen Abend mit Prof. Dr. Ulrike Guérot.

Die "Akte Guérot" ist weit mehr als ein arbeitsrechtlicher Einzelfall. Die vorliegende Dokumentation zeichnet anhand von Schriftsätzen und Urteilen den vollständigen Verlauf einer Kündigungsschutzklage nach - vom Arbeitsgericht Bonn über das LAG Köln und das Bundesarbeitsgericht bis hin zur anhängigen Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie verändern sich Rechtsstaatlichkeit, Verfahrensfairness und richterliche Praxis in Deutschland seit der "Zeitenwende" ab 2020? Welche Folgen hat es, wenn aus Sachfragen Rechtsfragen werden und Gerichte zunehmend ohne Sachverständige entscheiden? Damit wird die "Akte Guérot" zu einer Fallstudie von allgemeiner Bedeutung - für Juristen, Studierende und alle, die sich für die Zukunft des Rechtsstaats und die Entwicklung des Arbeitsrechts interessieren.

26:50

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellen Ulrike Guérot, Carlos A. Gebauer und Markus J. Karsten das Buch „Die Akte Guérot – Eine juristische Fallstudie zur Wissenschaftsfreiheit“ vor und erläutern, welche grundsätzlichen Fragen der Fall für Wissenschaftsfreiheit, Arbeitsrecht und rechtsstaatliche Verfahren aufwirft. Die „Akte Guérot“ dokumentiert den vollständigen Verlauf eines vielbeachteten Kündigungsschutzverfahrens. Von den ersten Instanzen bis zur anhängigen Verfassungsbeschwerde.

Carlos A. Gebauer ist Fachanwalt für Medizinrecht, Publizist und Buchautor, Justitiar der deutschen Hayek-Gesellschaft und Vorsitzender des Disziplinarsenats am Anwaltsgerichtshof NRW. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit befasst er sich insbesondere mit gesellschaftspolitischen, wissenschaftstheoretischen und kulturwissenschaftlichen Themen. Seine Weltanschauung ist die eines puristischen Liberalen. Er ist Ulrike Guérot freundschaftlich verbunden.

Ulrike Guérot studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Bonn, Münster und Paris. Sie ist Politikwissenschaftlerin, Professorin und Publizistin in den Themenbereichen Europa und Demokratie, mit Stationen in Think Tanks und an Universitäten in Paris, Brüssel, London, Washington, Berlin, Wien und Bonn. 2014 gründete sie das European Democracy Lab e. V., eine Denkfabrik zum Neudenken von Europa. 2016 wurde ihr Buch Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie europaweit ein Bestseller genauso wie 2022 Wer schweigt, stimmt zu und Endspiel Europa. Sie forscht zur Entwicklung von Konzepten für die Zukunft des europäischen Integrationsprozesses.

1:10:05

Immer mehr Waffen, immer schärfere Rhetorik – aber führt das wirklich zu mehr Sicherheit? Klaus von Dohnanyi und Erich Vad widersprechen im Gespräch mit Renata Schmidtkunz dem Zeitgeist. Sie erklären, warum Frieden nur entstehen kann, wenn politische Vernunft ideologische Reflexe ersetzt, warum jeder Krieg den Frieden bereits mitdenken muss und weshalb der Gegner von heute der Verhandlungspartner von morgen sein kann. Ein Gespräch über Machtpolitik, Diplomatie und den schwierigen Weg zurück zum Frieden.