Westend Verlag (Medienpräsenz)

6:11

Teil 3: Rainer Mausfeld spricht über sein neues Buch - Der Westen verdankt seine hegemoniale Position in der Welt der Überlegenheit seiner militärischen und ökonomischen Gewalt. Rainer Mausfeld beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit gegenwärtigen Kriegen und Konflikten und belegt anhand von Studien aus der vergleichenden Ökonomie, dass die privilegierte Lebensform des Westens wesentlich auf der Ausbeutung schwächerer Länder beruht. Die schwere Krise des Westens lässt deutlich werden, dass die vom Westen geschaffenen ideologischen Scheinwelten mit den auf eine Multipolarität gerichteten geopolitischen Realitäten nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Statt auf diplomatischen Wegen einen Interessenausgleich zwischen Staaten zu suchen, reagiert der Westen auf diese Herausforderung mit einer Steigerung seiner Bereitschaft zu organisierter Gewalt. Aus Angst um einen Machtverlust wechseln seine politischen Eliten in den Endspielmodus blinder Zerstörungsbereitschaft. Sie riskieren lieber eine nukleare Katastrophe, als dass sie eine Begrenzung ihres hegemonialen Anspruchs hinnehmen.

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Teil 2: Rainer Mausfeld spricht über sein neues Buch - Der Westen verdankt seine hegemoniale Position in der Welt der Überlegenheit seiner militärischen und ökonomischen Gewalt. Rainer Mausfeld beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit gegenwärtigen Kriegen und Konflikten und belegt anhand von Studien aus der vergleichenden Ökonomie, dass die privilegierte Lebensform des Westens wesentlich auf der Ausbeutung schwächerer Länder beruht. Die schwere Krise des Westens lässt deutlich werden, dass die vom Westen geschaffenen ideologischen Scheinwelten mit den auf eine Multipolarität gerichteten geopolitischen Realitäten nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Statt auf diplomatischen Wegen einen Interessenausgleich zwischen Staaten zu suchen, reagiert der Westen auf diese Herausforderung mit einer Steigerung seiner Bereitschaft zu organisierter Gewalt. Aus Angst um einen Machtverlust wechseln seine politischen Eliten in den Endspielmodus blinder Zerstörungsbereitschaft. Sie riskieren lieber eine nukleare Katastrophe, als dass sie eine Begrenzung ihres hegemonialen Anspruchs hinnehmen.

55:42

Wenn politische Rhetorik zunehmend von Konfrontation geprägt ist, sind Stimmen unverzichtbar, die Verständigung ins Zentrum rücken. Erich Vad analysiert die Hintergründe der Ukraine- und EU-Krise und zeigt, wie Frieden entsteht: nicht durch Eskalation, sondern durch Dialog, Verhandlungen und den Mut zu politischer Klugheit.

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Teil 1: Rainer Mausfeld spricht über sein neues Buch - Der Westen verdankt seine hegemoniale Position in der Welt der Überlegenheit seiner militärischen und ökonomischen Gewalt. Rainer Mausfeld beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit gegenwärtigen Kriegen und Konflikten und belegt anhand von Studien aus der vergleichenden Ökonomie, dass die privilegierte Lebensform des Westens wesentlich auf der Ausbeutung schwächerer Länder beruht. Die schwere Krise des Westens lässt deutlich werden, dass die vom Westen geschaffenen ideologischen Scheinwelten mit den auf eine Multipolarität gerichteten geopolitischen Realitäten nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Statt auf diplomatischen Wegen einen Interessenausgleich zwischen Staaten zu suchen, reagiert der Westen auf diese Herausforderung mit einer Steigerung seiner Bereitschaft zu organisierter Gewalt. Aus Angst um einen Machtverlust wechseln seine politischen Eliten in den Endspielmodus blinder Zerstörungsbereitschaft. Sie riskieren lieber eine nukleare Katastrophe, als dass sie eine Begrenzung ihres hegemonialen Anspruchs hinnehmen.

Rainer Mausfeld ist Professor an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Wahrnehmung- und Kognitionsforschung inne. In seinen gesellschaftspolitischen Beiträgen beschäftigt er sich mit der neoliberalen Ideologie, der Umwandlung der Demokratie in einen autoritären Sicherheitsstaat und psychologischen Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements. Mit seinen Vorträgen (u.a. Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert? und Die Angst der Machteliten vor dem Volk) erreicht er Hunderttausende von Zuhörern. Im Westend Verlag erschienen zuletzt seine Bestseller Warum schweigen die Lämmer? (2018), Angst und Macht (2019) und Hybris und Nemesis (2023).

1:13:34

Rechts ist links und umgekehrt, konservativ gibt es nicht mehr, liberal ist neuerdings libertär. Sicherheit kommt vor Freiheit, Frieden ist nicht mehr wichtig, und das Klima ist an allem schuld. Der Fake regiert die Welt, die Wahrheit ist spurlos verschwunden, und wer sie benennt, hat schon verloren. Inhalte sind wertlos, wenn nur die Form perfekt ist: Aus Studien wird Politik, aus Wissenschaft wird Glaube. Ulrike Guérot skizziert in zehn kurzen Essays, in welcher buchstäblich geistlosen Welt wir gelandet sind und wie das politische Denken gedreht und gewendet wurde. Willkommen im 21. Jahrhundert!

31:31

Klimakatastrophe, Kriege, soziale Spaltung: Die Welt taumelt von Krise zu Krise – und das neoliberale Wirtschaftssystem liefert keine Lösungen. Im Gegenteil: Es heizt viele Probleme weiter an. Der Ökonom Marc Chesney und der frühere Staatssekretär und UN-Ökonom Heiner Flassbeck diskutieren im Interview, warum die aktuelle Wirtschaftsordnung versagt – und was jetzt geschehen müsste, um das Gemeinwohl zu retten. Ein Gespräch über Geldschöpfung, Marktmythen, und die Frage: Ist eine andere Weltwirtschaft überhaupt noch möglich?

37:29

In dieser Folge des „Wir drehen durch“-Formats reisen wir nach Brüssel und nehmen an der Anhörung der EU-Parlamentarier Michael von der Schulenburg und Ruth Firmenich zum Thema Rechtsstaatlichkeit in der EU und die EU-Sanktionen gegen Journalisten teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellten Prof. Ninon Colneric und Prof. Alina Miron die Ergebnisse eines Rechtsgutachtens zum neuen Sanktionsrahmen der EU zur Bekämpfung mutmaßlicher Desinformation vor – ein Thema mit potenziell schwerwiegenden Folgen für die betroffenen EU-Bürger. Nach dieser Anhörung haben wir mit Michael von der Schulenburg und Ruth Firmenich darüber und über vieles mehr gesprochen.

"Wir drehen durch" ist ein neues Gesprächsformat von Gabriele Gysi, Florian Warweg und Valeri Schiller. Ziel ist es, mit unangepassten Gästen aktuelle gesellschaftliche Themen zu beleuchten. Wir werfen einen Blick auf brisante Themen, bei denen andere lieber wegschauen. Perfekt für alle, die sich für die Zustände hinter den Schlagzeilen interessieren. 
 

10:21

Für den Physiker Grassmann sind der Raubbau an unserer Umwelt und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen eine schon lange offensichtliche Gefahr. Für den Manager Grassmann ist es eine dramatische Folge unserer zügellosen Marktwirtschaft. Sein Lösungsansatz sind ein strengerer Ordnungsrahmen von Selbstverpflichtungen der Wirtschaft und ein neues, viel partizipativeres Markt- und Demokratiemodell. Die heutige repräsentative Demokratie wird die Gefahren, die unserer Gesellschaft drohen, nicht besiegen. Wir müssen uns als Bürger konsequent einbringen und unsere Überzeugungen durchsetzen. Es ist die Mehrheit der Bürger, die kein »Weiter so« in Sachen Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung durch eine ungezügelte Marktwirtschaft will.

Das Buch des ehemaligen Spitzenmanagers zeigt die Hebel und entwirft ein neues Modell einer ökosozial verantwortlichen Marktwirtschaft und einer partizipativen Demokratie. 

1:07:30

Wenn politische Rhetorik zunehmend von Konfrontation bestimmt ist – außen wie innen –, braucht es Stimmen, die Verständigung suchen. Klaus von Dohnanyi und Sahra Wagenknecht analysieren die gegenwärtige Lage mit klarem Blick und strategischer Tiefe. Beide fordern, was in der heutigen Politik oft in Vergessenheit gerät: Diplomatie als Pflicht, Vernunft als Haltung und Verantwortung als Ausdruck von Stärke.

Ihr Gespräch verbindet Außen- und Innenpolitik – und stellt die Frage, wie Deutschland wieder zu einer Politik der Souveränität, des sozialen Ausgleichs und des friedlichen Interessenausgleichs finden kann.

Gemeinsam plädieren sie für eine Rückbesinnung auf die Prinzipien verantwortungsvoller Politik: Gesprächsbereitschaft, Augenmaß, Vernunft. 

34:32

Albrecht Müller, Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs und Mitgestalter der Ostpolitik Willy Brandts, erinnert an die Verpflichtung, die aus der Geschichte erwächst: Deutschland müsse ein „Volk der guten Nachbarn“ bleiben – ein Land, das auf Vernunft, Ausgleich und Diplomatie setzt.

Sevim Dagdelen warnt vor einer neuen Logik der Konfrontation und hinterfragt die politischen und militärischen Entscheidungen, die Europa zunehmend in Krisen treiben.

Gemeinsam diskutieren beide über historische Verantwortung, die Macht der politischen Narrative und die Frage, wie Frieden und Sicherheit in einer zunehmend polarisierten Welt bewahrt werden können.