Das Gefängnis ist eine Institution, die unsere Gesellschaft herausfordert: Die Haft beschneidet die persönliche Freiheit, das höchste Gut in der Demokratie. Die Historikerin Annelie Ramsbrock erzählt, wie der westdeutsche Staat nach 1945 das Dilemma zu lösen versuchte: Das Gefängnis sollte künftig nicht nur Strafe sein. Es sollte die Straftäter resozialisieren.
Wie in einem Labor versuchte man, die Ideale der sich demokratisierenden Bundesrepublik auch im Gefängnis zu vermitteln. Der Strafvollzug sollte liberalisiert werden, mit Arbeit und Ausbildung, Kunstaktionen und Sportveranstaltungen, Gruppentherapien und Wohngemeinschaften. Das Leben in Freiheit so weit wie möglich zu imitieren gelang aber nicht.
Demokratisierung (Thema)
Gegenstände, die über das Internet kommunizieren, gar selbstständig Entscheidungen treffen - das schien eher zum Gedankengut von Nerds und Science-Fiction-Fans zu passen als zu einem realistischen Bild unserer Wirklichkeit. Inzwischen haben die Visionen Einzug in unseren Alltag gehalten - über Sportarmbänder, vernetzte Automobile und Haushaltsgeräte, die sich via Smartphone steuern lassen. Was bedeutet diese Entwicklung für uns?
Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Künstliche Intelligenzen und Roboter übernehmen schon jetzt immer mehr Aufgaben und sorgen für Existenzängste, die in die Hände von Populisten spielen. Dabei sollten wir die Zukunft der Arbeit nicht dem Markt überlassen - sie ist eine Frage der politischen Gestaltung, die gerade jetzt couragiert beantwortet werden kann. Arbeit hält Gesellschaften zusammen, sie ist etwas fundamental Menschliches, und die Philosophin Lisa Herzog zeigt, wie sie in digitalen Zeiten gerechter und demokratischer werden kann, als sie es je war - für alle, nicht nur für wenige Privilegierte.
In atemberaubendem Tempo schreitet die Verflechtung der Welt voran. Die globalen Herausforderungen unserer Zeit überfordern die Nationalstaaten. Die Menschheit befindet sich in einer entscheidenden Phase - nach der Entstehung der Demokratie in den antiken Stadtstaaten Griechenlands und ihrer Ausweitung auf die modernen Territorialstaaten im 18. Jahrhundert steht nun der nächste Schritt bevor: eine demokratische Weltrevolution und ein Parlament der Menschheit. Denn die politische Entwicklung der Menschheit ist nicht vorbei.
Dieses Buch ist das Buch zur Revolution der ökonomischen Rechte - eine Abrechnung mit einem System ohne Zukunft. Das Kapitalismustribunal ermittelt, was in der Ökonomie nie wieder geschehen darf.Texte u.a. von Alain Badiou, Hans-Christian Dany, Lili Fuhr, Ingrid Gilcher-Holtey, David Graeber, Alon Harel, Kira Kirsch, Louis Klein, Ángela Lambea, Volker Lösch, Graeme Maxton, Achille Mbembe, Wolfgang Neskovic, Guillaume Paoli, Angela Richter, Saskia Sassen, Nis-Momme Stockmann, Ilija Trojanow.Das Kapitalismustribunal konstituiert ein ziviles Gerichtsverfahren über die mutmaßlichen Verbrechen des ökonomischen Systems in Europa und dessen Protagonisten.
"Bei den Entscheidungen dieser Welt hört niemand auf die armen Menschen" (Kohestani 2003). Afghanische basisdemokratische und feministische Akteure äußern deutlich ihren Widerspruch zum externen Peacebuilding - doch sie werden nicht gehört. Ihre Analysen und Ideen werden von Politik und Wissenschaft weitgehend ausgeschlossen. Darin schlägt sich, so kann Mechthild Exo zeigen, die koloniale, epistemische Gewalt in der Weltpolitik nieder.
Die Prozesse der neoliberalen Globalisierung und die Dynamik der großen, multiplen Krise seit 2008 haben auch die Krise der Demokratie verstetigt und verschärft. Über die Aushöhlung der parlamentarischen Beteiligungsformen hinaus ist es auch direkt zu autoritären Maßnahmen gekommen, um die Austeritätspolitik gegen den Willen vieler Menschen durchzusetzen. Der Kapitalismus scheint sich selbst von der Demokratie zu trennen. Die Beiträge des Buches diskutieren die aktuellen Gefährdungen der Demokratie.
Drei Jahre nach Beginn der Ereignisse in Nordafrika und dem Nahen Osten, die mit dem Namen Arabischer Frühling belegt wurden, ist die damalige Aufbruchstimmung weitgehend verflogen. Einige autoritäre Regime wurden gestürzt.
Grundzüge einer Kritik der kriminellen Ökonomie. "Die Demokratisierung der Wirtschaft ist so unsinnig wie eine Demokratisierung der Schulen, der Kasernen und der Zuchthäuser." (Industriekurier 7.10.1965)
Eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung. Das Buch bietet als völlig überarbeitete, erweiterte und aktualisierte 2. Auflage die nach wie vor einzige systematische Einführung in die Transformationsforschung. Es werden Kriterien vorgestellt, anhand derer sich unterschiedliche Formen politischer Herrschaft fassen und unterscheiden lassen.