"Nachhaltigkeit" hat sich zu einem Leitkonzept des 21. Jahrhunderts entwickelt. Das vorliegende Werk klärt widersprüchliche Begriffsdeutungen. Um die Dominanz naturwissenschaftlicher und ökonomischer Sichtweisen zu relativieren, versammelt es vor allem geistes- und sozialwissenschaftliche Beiträge und zeigt, in welchen Kernfragen eine Zusammenarbeit möglich und fruchtbar ist.
Wald (Thema)
Tiere in Alltag und Ideologie der Diktatur: Jan Mohnhaupt erzählt ein bisher vernachlässigtes Kapitel der NS-Geschichte.
Kartoffelkäfer als Kriegswaffe, Schweine zur "Volkserziehung" - Tiere wurden von den Nazis vereinnahmt. Die Hundezucht diente ihnen als Vorbild für ihren Rassenwahn. Insekten waren Teil der Kriegsvorbereitung. Und der Hirsch sollte den Mythos vom "deutschen Wald" stützen. In Tagebüchern, Fachzeitschriften, Schulfibeln und Propagandamaterial stößt Jan Mohnhaupt auf Tiere und ihre besondere Rolle im Nationalsozialismus.
"In Borneo hat die Entwaldung tiefe Narben hinterlassen, aber Aufforstungsprojekte geben wieder Hoffnung."
Der Lebens- und Kulturraum in Borneo ist von illegaler Abholzung, Goldsuchern und einer Ausweitung von Palmölplantagen bedroht. Mit dem Regenwald verschwindet auch die Lebensgrundlage der Dayak, der indigenen Bevölkerung. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat Fairventures das Projekt "One Million Trees for Borneo" ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung werden eine Million Bäume gepflanzt.
Der Fuchs, seit den antiken Fabeln Sinnbild des listigen und verschlagenen Zeitgenossen, hat sich in den letzten Jahrzehnten zum Sympathieträger des Tierreichs gewandelt. Doch was hat dieser charmante Halunke an sich, dass sein flüchtiges Auftauchen im gleichen Zuge Anziehung und Verunsicherung auslöst, während wir ihm früher unerbittlich mit der Flinte nachjagten? Geschmeidig und klug macht sich Katrin Schumacher in ihrem persönlichen Tierportrait auf einen natur- und kulturgeschichtlichen Beutezug durch Hühnerställe, Kinderbücher und Pelzgerbereien, um schließlich der fernöstlichen Fuchsbesessenheit in Japan nachzuspüren, wo die kleinen Räuber die Menschen als Gottheiten und erotische Dämonen betören.
Pflichtlektüre für alle Fortschrittsskeptiker, Sinnsucher, Weltflüchtige sowie Wald- und Naturliebhaber.
Ein Klassiker von enormer Brisanz: ein leidenschaftliches Plädoyer für Verantwortung, Selbstbestimmung und ein naturnahes, ressourcenschonendes Leben. Nirgendwo finden sich die besseren Argumente für Achtsamkeit und Nachhaltigkeit, Minimalismus und Vegetarismus.
Was ist im Leben wirklich von Bedeutung? Um dies herauszufinden, kehrte Henry David Thoreau vor über hundertfünfzig Jahren der Zivilisation den Rücken und zog hinaus in die Stille der Wälder.
Die überwucherten Tempelruinen von Angkor Wat, die zerfallenden Pyramiden der Maya in Yucatan und die rätselhaften Moai-Statuen der Osterinsel - sie alle sind stille Zeugen von einstmals blühenden Kulturen, die irgendwann verschwanden. Doch was waren die Ursachen dafür? Jared Diamond zeichnet in seiner erweiterten, faszinierenden wie hochaktuellen Studie die Muster nach, die dem Untergang von Gesellschaften (oder ihrem Überleben) zugrunde liegen, und zeigt, was wir für unsere Zukunft daraus lernen können.
Auf einen Blick wird klar, wie dramatisch der Zustand der Erde ist - aber auch, wie leicht es wäre, ihn zu verbessern.
Wie viele Bäume gibt es pro Mensch? Und wie viel der Erdoberfläche ist zubetoniert? Fliegen oder nicht? SUV oder E-Scooter? Papier oder Plastik? E-Book oder Printausgabe? Und überhaupt: Bestimmt jeder Einzelne über die Zukunft der Welt, oder ist vor allem die Politik gefordert? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden sich in den erschreckenden, erhellenden und Mut machenden Karten von Deutschlands innovativstem Magazin.
"Die Wurzeln des Lebens" ist ein großer epischer Roman, der unseren Platz in der Welt neu vermisst - ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis 2019 für Literatur.
In Richard Powers Erzählwelt ist alles miteinander verknüpft. Die Menschen sind miteinander verwurzelt wie ein Wald. Sie bilden eine Familie aus Freunden, die sich zum Schutz der Bäume zusammenfinden: der Sohn von Siedlern, die unter dem letzten der ausgestorbenen Kastanienbäume Amerikas lebten; eine junge Frau, deren Vater aus China eine Maulbeere mitbrachte; ein Soldat, der im freien Fall von einem Feigenbaum aufgefangen wurde; und die unvergessliche Patricia Westerford, die als Botanikerin die Kommunikation der Bäume entdeckte. Sie alle tun sich zusammen, um die ältesten Mammutbäume zu retten - und geraten in eine Spirale von Politik und Gewalt, die nicht nur ihr Leben, sondern auch unsere Welt bedroht.
In diesem Naturführer stellt Ihnen der bekannte Förster Peter Wohlleben in seiner unkonventionellen Art über 250 Tiere und Pflanzen des Waldes vor. Er beleuchtet die Zusammenhänge zwischen den Waldbewohnern und den Funktionen des Waldes sowie die Einflüsse von Förstern und Jägern. Begegnen Sie bekannten, aber auch unbekannten Arten mit neuem Blick: Warum hilft der Wolf den Bäumen? Was richtet der Feldhase im Wald an? Was bedeutet es, wenn der Dachs da ist? Was stimmt nicht, wenn sich kein Weidenröschen einfindet? Was erzählt uns die Bartflechte über den Wald? Peter Wohlleben beantwortet Fragen zum Ökosystem Wald, betrachtet dabei kritisch die gängige Waldnutzung und zeigt Alternativen auf.
Auf einer Expedition durch den Amazonas ist Thomas Fischermann, Reporter der ZEIT, dem jungen Krieger Madarejúwa Tenharim zum ersten Mal begegnet. Dieses Buch erzählt Madarejúwas Geschichte. Es geht auf die Jagd nach Wildschweinen und Affen, in den Kampf mit Jaguaren und Anakondas, an mystische Stätten zu Ritualen und Festen. Die Streifzüge mit Madarejúwa machen begreifbar, was der Wald für den jungen Mann und sein Volk bedeutet: Wenn die Natur stirbt, dann sterben auch sie.