Flavio von Witzleben (Medienpräsenz)

1:01:39

In der neuen Folge spreche ich mit Karin Kneissl über die zunehmende internationale Isolation Deutschlands, die überraschende Niederlage Berlins bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat und die Frage, ob die Außenpolitik von Annalena Baerbock und ihrer Nachfolger die Bundesrepublik weltweit geschwächt hat.

Außerdem analysieren wir die ukrainischen Drohnenangriffe auf St. Petersburg zum Auftakt des wichtigsten russischen Wirtschaftsforums, neue Spannungen zwischen Polen und Kiew wegen der Verherrlichung nationalistischer ukrainischer Verbände sowie die jüngsten Aussagen des Kremls zu Krieg und Verhandlungen.

1:03:44

Freiheit gilt als einer der höchsten Werte unserer Gesellschaft – doch was genau bedeutet sie? Und wo liegen ihre Grenzen?

In diesem Streitgespräch treffen mit Ulrike Guérot und Frauke Petry zwei Denkerinnen aufeinander, die den Freiheitsbegriff aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Während Frauke Petry für einen stärker libertären Ansatz wirbt und individuelle Selbstbestimmung sowie die Begrenzung staatlicher Eingriffe in den Mittelpunkt stellt, betont Ulrike Guérot die Bedeutung politischer und gesellschaftlicher Verantwortung und sieht den Staat durchaus in einer Rolle, Freiheit für alle zu ermöglichen und abzusichern.

Zwischen individueller Autonomie und kollektiver Verantwortung, zwischen Markt, Staat und Bürgergesellschaft entfaltet sich eine Debatte über eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit: Ist Freiheit vor allem die Abwesenheit von Einschränkungen – oder braucht sie politische und soziale Voraussetzungen, um für alle Wirklichkeit werden zu können?

Ein kontroverses Gespräch über die Grundlagen unseres Zusammenlebens – und über die Zukunft der Freiheit in einem zunehmend autorität auftretenden Staat. 

Siehe auch: Team Freiheit

1:22:22

Interview aus der Hauptstadt Europas: Brüssel. Heute zu Gast: Europapolitiker Prof. Dr. Hans Neuhoff von der ESN-Fraktion im Europäischen Parlament. Im Mittelpunkt stehen die Außenpolitik der EU, der Ukraine-Krieg sowie aktuelle sicherheits- und geopolitische Herausforderungen Europas.

Wir sprechen über seine Arbeit im EU-Parlament, den Umgang mit der AfD in Brüssel, die Rolle der rechten Fraktionen sowie die Frage, wie ein „Europa der souveränen Nationen“ aussehen soll. Außerdem geht es um kontroverse Debatten rund um Russland, Sanktionen, den Ukraine-Krieg und Neuhoffs außenpolitische Positionen.

58:47

In der neuen Folge spreche ich mit Karin Kneissl über die explosive Lage im Nahen Osten, Trumps widersprüchlichen Kurs im Iran-Krieg und die Frage, ob die USA geopolitisch bereits an Einfluss verlieren.

Wir analysieren die möglichen Inhalte eines Memorandums zwischen Washington und Teheran, die Eskalation in der Straße von Hormus sowie den wachsenden Konflikt zwischen Donald Trump und Friedrich Merz. Außerdem geht es um die Spannungen rund um den 9. Mai in Moskau, Armeniens demonstrative Annäherung an EU und NATO sowie die dramatischen Folgen der neuen Energiekrise für Europa und den Weltmarkt.

54:05

In der neuen Folge spreche ich mit Karin Kneissl über aktuelle Entwicklungen im Iran-Konflikt, drohende Engpässe bei Kerosin und ihre wirtschaftlichen Folgen, einen umstrittenen Vorfall rund um die Zerstörung einer Christus-Figur im Libanon sowie ein viel diskutiertes Thesenpapier des Tech-Unternehmens Palantir.

1:12:54

Zeitmarken

1. Kritik an der Pandemie-Politik und Technologie

  • Falsche Pandemien: Wodarg vertritt die Ansicht, dass bereits die Vogel- und Schweinegrippe sowie die Corona-Pandemie "Fakes" oder "False Flag Operationen" waren, die primär wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie dienten [04:10], [09:40].
  • mRNA-Technologie: Er bezeichnet die mRNA-Präparate als "Gentherapie", die rechtlich umetikettiert wurde, um Sicherheitsstandards zu umgehen [13:34]. Er warnt vor unvorhersehbaren Langzeitschäden durch die genetische Veränderung von Zellen [25:31].
  • Übersterblichkeit: Wodarg bringt die Übersterblichkeit in Deutschland direkt mit den Impfkampagnen in Verbindung und spricht von einem "Experiment an der Bevölkerung" [16:14].

2. Rolle internationaler Organisationen und Machtstrukturen

  • WHO: Er beschreibt die Weltgesundheitsorganisation als eine "Agentur zur Vorbereitung von Insidergeschäften", die von Investoren wie Bill Gates gesteuert werde [31:47].
  • Militärischer Kontext: Laut Wodarg wurde die Logistik der Impfstoffe in Deutschland zeitweise von der Bundeswehr gesteuert, was er als Indiz für den Einsatz von "Biowaffen"-Strukturen wertet [19:01].
  • Korruption: Er berichtet von seinen Erfahrungen bei Transparency International und behauptet, dass Korruption heute oft direkt an der Spitze von Institutionen ansetzt (z.B. durch die Auswahl von Führungspersonen wie "Global Young Leaders"), anstatt einzelne Beamte zu bestechen [48:41], [49:20].

3. Justiz und Aufarbeitung

  • Gewaltenteilung: Wodarg kritisiert eine Schwächung der Gewaltenteilung in Deutschland, da Politiker Einfluss auf Richterkarrieren und die Besetzung des Bundesverfassungsgerichts hätten [22:55].
  • Corona-Aufarbeitung: Den aktuellen parlamentarischen Bemühungen (z.B. Enquete-Kommissionen) misstraut er; er bezeichnet sie als "Showprozesse" zur Beruhigung der Öffentlichkeit [41:44], [44:05].

4. Lösungsvorschläge und politische Reformen

  • Subsidiarität: Er plädiert für eine Rückkehr zur Selbstorganisation in kleinen, überschaubaren Einheiten (Gemeinden/Quartiere), um Resilienz gegenüber zentralistischer Steuerung aufzubauen [01:03:40].
  • Reform des Bundestags: Wodarg schlägt eine Initiative vor, um das freie Mandat zu stärken. Seine Kernforderungen sind:
    • Eine alphabetische Sitzordnung im Bundestag (statt Fraktionsblöcken), um den Austausch über Parteigrenzen zu fördern [01:09:49].
    • Namentliche elektronische Abstimmungen, um die persönliche Verantwortung der Abgeordneten gegenüber ihren Wählern transparent zu machen [01:10:10].

46:54

Diese Analyse fasst die Kernaussagen aus dem Podcast „Unipolar Multipolar“ vom 5. April 2026 zusammen. Die Inhalte basieren auf dem Gespräch zwischen Flavio von Witzleben und Karin Kneissl.

Persönliche Situation & Medienberichte (Karin Kneissl)

  • Umzug nach Russland: Kneissl stellt klar, dass sie ihren Umzug von September 2023 selbst organisiert hat. Der Kreml fungierte nicht als Speditionsbüro. Sie bat lediglich um Mitnahme in einer russischen Transportmaschine von Syrien aus, da der Landweg per LKW aufgrund von Krieg und Gewalt in Nordsyrien nicht möglich war [03:20]
  • Dankschreiben: Ein von westlichen Geheimdiensten geleaktes Dankschreiben enthält lediglich ihren Dank für die Transportmöglichkeit. Sie kritisiert die aktuelle mediale Aufarbeitung als „dreckige Fantasie“, da die Fakten bereits seit 2023 bekannt seien [04:35].

Geopolitik & Nahost-Konflikt

  • US-Rhetorik (Trump): Donald Trump kündigte in einer Rede an, die Ziele im Iran-Krieg fast erreicht zu haben. Er drohte damit, das Land „in die Steinzeit zurückzubomben“ [07:05].
  • Reaktion des Iran: Der iranische Außenminister Araki konterte, dass der Iran bereits eine Hochkultur war, als die Vorfahren der heutigen Westmächte noch in Höhlen lebten. Kneissl bewertet die iranische Diplomatie trotz militärischen Drucks als intellektuell überlegen [08:31].
  • Kriegsverlauf: Trotz massiver Bombardierungen der Infrastruktur (Brücken, Krankenhäuser, Universitäten) sieht Kneissl den Iran als moralischen Sieger („Pyrrhussieg“), da das Regime stabil blieb und keine landesweiten Aufstände ausbrachen [11:50].
  • US-Militärführung: Die Entlassung hochrangiger Militärs durch den US-Kriegsminister Pete Hegseth deutet auf Chaos in der Befehlskette hin [14:19].

Technologie & Strategie

  • Bodenoffensive & Uran: Berichte über eine US-Bodenoffensive zur Bergung von 400 kg hochangereichertem Uran hält Kneissl für physikalisch und militärisch unrealistisch. Sie bezeichnet den Plot als „völlig verrückt“ [17:20].
  • Ukraine-Involvierung: Wolodymyr Selenskyj hat Abkommen mit Golfstaaten (Saudi-Arabien, VAE, Katar) zur Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung und Drohnenproduktion geschlossen [36:01]

Internationale Bündnisse & Recht

  • Zukunft der NATO: Trump und Marco Rubio stellen die US-Mitgliedschaft in der NATO infrage. Kneissl sieht die Beistandspflicht nach Artikel 5 als „völlig aufgeweicht“ an [20:49]
  • Todesstrafe in Israel: Die Knesset hat ein Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen verabschiedet, das israelische Staatsbürger explizit ausnimmt. Kneissl bezeichnet dies als beispiellos diskriminierend und Ausdruck eines „Unrechtsstaates“ [28:14]

Migration & Syrien

  • Rückkehrpläne: Friedrich März plant die Rückkehr von 80 % der Syrer aus Deutschland. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Schara bezeichnete diese Zahlen als übertrieben und knüpft eine Rückkehr an massive europäische Investitionen in den Wiederaufbau [40:25]

56:01

In einem weiteren Interview mit Patrik Baab sprechen wir über die dramatische Eskalation im Iran-Krieg: Massive US-Luftangriffe, widersprüchliche Meldungen über getötete Führungspersonen und erste Attacken auf NATO-Stützpunkte lassen die Lage außer Kontrolle geraten.

Wie belastbar ist die aktuelle Informationslage zwischen Propaganda und Realität? Droht eine schleichende Verwicklung der NATO in den Konflikt? Und welches geostrategische Ziel verfolgen die USA unter Donald Trump – geht es um „America First“ oder um eine Neuordnung der globalen Machtverhältnisse?

Außerdem: Kann Israel einen Mehrfrontenkrieg durchstehen, welche Rolle spielen religiöse Narrative im Konflikt – und wird dieser Krieg am Ende zum politischen Risiko für Trump selbst?

32:24

In einem weiteren Interview mit Karin Kneissl sprechen wir über die dramatische Eskalation im Nahen Osten – drei Wochen nach Ausbruch des Iran-Krieges. Luftschläge von Israel und den USA, ein Ultimatum von Donald Trump und die wachsende Gefahr einer Ausweitung auf den Libanon lassen die Lage zunehmend außer Kontrolle geraten.

Wie bewertet Kneissl die militärische Entwicklung – sind Israel und die USA auf dem Weg zum Sieg oder droht ein Flächenbrand? Welche Folgen hat der Konflikt für Europas Energieversorgung, insbesondere angesichts der Spannungen rund um die Straße von Hormus? Und wie gefährlich ist die Situation im Libanon nach den Drohungen von Israel Katz für die Zivilbevölkerung?

Außerdem: Profitiert Russland geopolitisch von der Eskalation – und kann Trump diesen Krieg innenpolitisch überstehen?

25:52

Zeitmarken

Themenblock: Vorwürfe und rechtliches Verfahren in Österreich

  • Ursprung der Forderungen: Die ersten Forderungen nach einem Entzug der Staatsbürgerschaft kamen im Juni 2023 von Alexander Bricks (ehemaliger Botschafter und Leiter der Diplomatischen Akademie) auf, nachdem bekannt wurde, dass Karin Kneissl an der staatlichen Universität St. Petersburg unterrichtet [02:27]. Im September 2023 schloss sich Verfassungsjurist Heinz Mayer dieser Forderung an, merkte jedoch an, dass die Argumente zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichten [03:56]
  • Aktuelle Sachverhaltsdarstellung durch die NEOS: Es liegt nun eine Sachverhaltsdarstellung der Partei NEOS bei der Niederösterreichischen Landesregierung vor [04:26]. Ein Argument lautet, sie beleidige Österreich – unter anderem durch die Aussage in einem Interview, es sei kein Zufall, dass Hitler aus Österreich kam [04:44]
  • Vorwürfe von Spionage und Radikalisierung: Journalistische Fragen und ein Podcast werfen ihr „Radikalisierung“ und den Aufbau eines russischen Spionagenetzwerks vor [06:55]. Kneissl betont, dass es dafür keinerlei Anhaltspunkte gebe [07:35].
  • Rechtliche Schritte und Verteidigung: Kneissl hat einen Anwalt in Russland beauftragt, der mittels Vollmacht mit einem österreichischen Anwalt kooperiert [12:52]. Sie wird aus Sicherheitsgründen nicht nach Österreich reisen und maximal per Videokonferenz teilnehmen [13:16].

Themenblock: Staatsbürgerschaftsrecht und Internationales Recht

  • Drohende Staatenlosigkeit: Da Kneissl nur die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und keine andere annehmen will, würde ein Entzug sie staatenlos machen [09:33]. Für diesen Fall zieht sie die Nutzung eines UN-Reisedokuments in Betracht [10:42].
  • Widerspruch zum Völkerrecht: Das österreichische Staatsbürgerschaftsgesetz sieht die Staatenlosigkeit zwar vor, dies steht laut Kneissl jedoch im Widerspruch zu internationalem Recht [20:21]. Der amtierende Außenminister Alexander Schallenberg habe 2023 noch festgehalten, dass ein Entzug völkerrechtlich unmöglich sei [20:30]

Themenblock: Persönliche Situation und Anfeindungen

  • Verlassen Österreichs: Kneissl verließ Österreich im September 2020 in Richtung Frankreich, da sie keine Arbeit mehr fand und im Alltag verbalen sowie physischen Anfeindungen ausgesetzt war [15:04]
  • Frühere Vorwürfe: Sie berichtet von medialen Vorwürfen im Jahr 2020 bezüglich der Nowitschok-Formel und der Exhumierung ihres verstorbenen Hundes durch die Justiz, um eine angebliche Vergiftung zu prüfen [15:47]. In Frankreich und im Libanon habe sie unter schwierigen Bedingungen gelebt und Morddrohungen erhalten [16:37].
  • Aktuelles Leben in Russland: Kneissl lebt in einem Dorf rund fünf Autostunden von Moskau entfernt und pendelt monatlich für ihre Lehrtätigkeit am Gorky-Institut nach St. Petersburg [13:56]

Themenblock: Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft in Europa

  • Verlust der Rechtssicherheit: In ihrem Buch thematisiert Kneissl die Zukunft Europas. Wirtschaftskrisen oder Energiekrisen seien überlebbar, der Verlust der Rechtssicherheit und Vertragstreue wiege jedoch schwerer [23:05]
  • Beispiel Energieverträge: Als Beispiel nennt sie die vorzeitige Auflösung langfristiger Lieferverträge durch die OMV im Dezember 2024 ohne Schadensersatz, was das Grundprinzip „pacta sunt servanda“ verletze [23:42]

Zusammenfassend betrachtet Kneissl die Bestrebungen zu ihrer Ausbürgerung als politisch motivierten Rachefeldzug. Sie wertet den Fall als Symptom für den Abbau demokratischer Grundrechte und den Verlust an Rechtssicherheit in der Europäischen Union.