James Baldwin wurde 1924 in ärmlichen Verhältnissen im New Yorker Stadtteil Harlem geboren. Früh erwachte in dem hochbegabten Jungen der Wunsch, Schriftsteller zu werden. Dass er als schwarzer Autor in einer rassistisch geprägten Gesellschaft reüssieren würde, schien jedoch unvorstellbar. Baldwin kehrte seinem Geburtsland den Rücken und zog 1948 nach Frankreich, wo er die kommenden vierzig Jahre überwiegend leben sollte. Aber die gesellschaftlichen Missstände in den USA ließen ihn nicht los: Er engagierte sich in der Bürgerrechtsbewegung, prangerte in hellsichtigen Essays die Doppelmoral der amerikanischen Gesellschaft an, setzte sich für die Rechte von Homosexuellen ein, immer in dem Glauben an eine bessere Zukunft. Und auch in seinen sprachmächtigen Romanen wie »Von dieser Welt« oder »Giovannis Zimmer« widmete er sich dringlichen sozialen, politischen Fragen, seinen Lebensthemen. James Baldwin starb 1987 in einem Städtchen an der Côte d’Azur. Begraben wurde er in Hartsdale, New York.

Wikipedia (DE): James Baldwin

Historische Spiegelungen. James Baldwin erkannte Parallelen zwischen der Lage der Schwarzen in den USA und der Situation der Palästinenser in Israel. Wie viele Intellektuelle in den USA stand auch der Schriftsteller James Baldwin (1924–1987) Israel zunächst positiv gegenüber, verstand er doch Israel als Staat der vom deutschen Faschismus verfolgten und vernichteten Juden. Erst nachdem er die Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung unter der Besatzung Israels in den 1960er Jahren selbst erlebt hatte, setzte sich Baldwin mit der Ideologie des Zionismus auseinander und versuchte, sein Verhältnis zum Staat Israel neu zu definieren.  Von Jürgen Heiser Junge Welt 03.07.2025

Schreiber gegen das Unrecht. Von Jenny Farrell → UZ 02.08.2024

I Am Not Your Negro - Dokumentation
cbhd 1201 YouTube (23.08.2020)

Ein Dokumentarfilm (USA/Frankreich/Belgien/Schweiz, 2016) über den weißen Rassismus in den USA, mit Ausschnitten der Medienberichterstattung, vor allem aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.