DIE WELTWOCHE (Medienpräsenz)

22:53

Deutschlands Politik am Rande des Dritten Weltkriegs. Warschau: Aussenminister-Treffen gegen Russland. Endlich voll zuschlagen: Unzufriedenheit in Russland wächst. CDU: Lebt sie nur noch dank der Brandmauer?

17:03

Überblick

  • Zweifel an der offiziellen Darstellung von Epsteins Tod: Der Interviewte hält die Behauptung, Epstein lebe noch, für falsch und verweist auf KI-generierte Fakes. Gleichzeitig glaubt er nicht an die offizielle Suizidversion, sondern hält Mord für sehr wahrscheinlich. Als Gründe nennt er zahlreiche Unregelmäßigkeiten rund um die Haft und die Todesnacht.
  • Viele Fehler und Auffälligkeiten in der Todesnacht: Genannt werden unter anderem fehlende bzw. problematische Kameraaufzeichnungen, mangelnde Überwachung, das Fehlen eines Zellengenossen sowie schlafende Wärter. Der damalige US-Justizminister William Barr habe von einem „perfekten Sturm von Fehlern“ gesprochen.
  • Epstein habe zuvor keine Suizidabsicht erkennen lassen: Nach Darstellung des Interviewten habe Epstein gegenüber Psychologen erklärt, sich nicht umbringen zu wollen. Außerdem habe er gegenüber Personen in seinem Umfeld die Befürchtung geäußert, mächtige Akteure könnten ihn töten wollen.
  • Der Interviewte vermutet eine Ermordung und Vertuschung: Er verweist auf Verletzungen am Hals bzw. Genick, die Umstände des Erhängens sowie Unstimmigkeiten bei Protokollen und Autopsie. Daraus zieht er die persönliche Schlussfolgerung, die offizielle Darstellung sei nicht überzeugend und es habe Vertuschungen gegeben.
  • Epstein wird als Teil eines größeren Systems dargestellt: Der Interviewte vermutet, Epstein habe verschiedenen Geheimdiensten gedient und sei letztlich ein „Werkzeug“ gewesen. Das Video liefert dafür allerdings keinen abschließenden Beweis; der Interviewte verweist vor allem auf Indizien und seine eigenen Recherchen.
  • Die für ihn wichtigste Erkenntnis betrifft Macht und Erpressbarkeit: Seine Recherche auf den Amerikanischen Jungferninseln habe ihm gezeigt, wie ein relativ kleines Netzwerk durch Geld, Abhängigkeiten, Bestechung und Schweigen funktionieren könne. Daraus leitet er eine grundsätzlich pessimistische Sicht auf demokratische Institutionen ab: Mächtige Personen könnten über persönliche Schwächen und Erpressung kontrolliert werden.
  • Kritik an einer mächtigen, privilegierten Elite: Der Interviewte verallgemeinert den Epstein-Fall zu der These, es gebe eine „verkommene Elite“, die Macht, Geld und Privilegien konzentriere und sich teilweise über dem Gesetz sehe. Außerdem vermutet er, dass es nicht nur eine einzelne Figur wie Epstein gebe, sondern vergleichbare Strukturen auch anderswo existieren könnten.
  • Geheimdienste und sexuelle Erpressung: Im Interview wird die These vertreten, Geheimdienste könnten Sexualität zur Informationsgewinnung und Kontrolle einsetzen. Der Interviewte verbindet dies anschließend mit geopolitischen Überlegungen insbesondere zu den USA und Israel. Auch dieser Abschnitt besteht wesentlich aus seiner Interpretation und politischen Bewertung.
  • Epstein-Akten und politische Interessen: Der Interviewte argumentiert, dass sowohl Demokraten als auch Republikaner wenig Interesse an vollständiger Transparenz gehabt hätten, weil einflussreiche Kreise betroffen seien. Die späteren Veröffentlichungen seien seiner Ansicht nach wesentlich durch öffentlichen, politischen und journalistischen Druck zustande gekommen.
  • Kritik an Trump und Pam Bondi: Der Interviewte meint, Trump habe das Epstein-Thema zunächst genutzt, um systemkritische Wähler anzusprechen, sei später aber auffällig zurückhaltend geworden. Die Veröffentlichung einer ersten Aktenauswahl durch die Trump-Regierung bewertet er als weitgehend symbolisch, weil vieles bereits öffentlich bekannt gewesen sei.

Kernaussage des Videos

Im Kern vertritt der Interviewte die These, dass der Fall Epstein nicht lediglich ein Fall von sexuellem Missbrauch durch einen reichen Einzelnen gewesen sei, sondern Einblick in ein größeres System aus Macht, Erpressung, Geheimdienstinteressen und politischem Schutz gebe. Epsteins Tod und die nur teilweise Veröffentlichung von Akten interpretiert er als Hinweise darauf, dass dieses System weiterhin geschützt werde

1:57:20

Dieses Gespräch erschien erstmals am 19. Juli 2026. Hier sehen Sie es nun in voller Länge.

«Ich bin in einem Überlebensmodus»: Jacques Baud über sein Leben unter EU-Sanktionen, den Ukraine-Krieg und die Schweizer Neutralität

Die Weltwoche im Gespräch mit Jacques Baud, EU-sanktioniertem Schweizer Generalstabsoberst. Baud schildert die konkreten Auswirkungen der EU-Sanktionen auf sein tägliches Leben – von gesperrten Bankkonten bis zum Reiseverbot –, gibt eine militärische Lagebeurteilung zum Ukrainekrieg und plädiert eindringlich für die Schweizer Neutralität als Dienstleistung an Europa.

Timestamps:
0:00 Intro – Vorstellung Jacques Baud
0:40 EU-Sanktionen: Gesperrte Konten, kein Zugriff auf Geld
4:22 UBS, Bâloise, American Express – Schweizer Firmen sanktionieren eigenständig
8:38 Schweiz übernimmt EU-Sanktionen gegen Baud nicht – und warum
11:54 Meinungsfreiheit als Kern des Falls – internationale Solidarität
17:13 Wie Baud überlebt: Nachbarn bringen Lebensmittel
21:33 Sanktionen als Bumerang – EU diskreditiert sich selbst
27:53 Das Sanktionsdossier: Neun Internetartikel, kein Beweis
34:23 Sowjetisierung der EU – „Das hätte ich nie erwartet"
37:45 Rechtliche Schritte: Delisting-Antrag beim Europäischen Gerichtshof
40:21 Lagebeurteilung Ukrainekrieg: Entmilitarisierung statt Quadratkilometer
49:32 Asymmetrische Kriegführung und Kommunikationserfolge Selenskis
55:40 Steht Europa vor einer Eskalation?
1:06:39 Europas strategisches Vakuum – geführt von Teenagern
1:16:08 Trump, Friedensvermittlung und die Rolle Ungarns
1:24:30 Schweizer Neutralität – Dienstleistung für Europa und die Welt
1:43:14 Ausblick: Polarisierung, verlorene Menschlichkeit und Hoffnung

1:24:17

Dieses Gespräch erschien erstmals am 18. Juli 2026. Hier sehen Sie es nun in voller Länge.

General a.D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, analysiert im Gespräch mit Roger Köppel die aktuelle Eskalationsdynamik im Ukrainekrieg. Kujat warnt, die Situation sei gefährlicher als die Kubakrise 1962, da heutigen Politikern Kriegserfahrung, strategischer Weitblick und die Bereitschaft zum Dialog fehlten. Er kritisiert, dass Europa aus einer Position der Schwäche eskaliere, ohne Plan B für eine russische Reaktion gegen westeuropäische Ziele zu haben. Als möglichen Ausweg sieht er Chinas stabilisierende Rolle und fordert eine Rückkehr zu Diplomatie und einer europäischen Sicherheitsarchitektur unter Einschluss Russlands.

Timestamps:
0:00 – Begrüßung & Vorstellung General a.D. Harald Kujat
1:56 – Lagebeurteilung: Russische Offensive, Trumps Abwesenheit & europäische Koalition der Willigen
9:00 – Eskalationsgefahr: Drohnenangriffe, gemeinsame Manöver & integrierter Luftschirm
18:43 – Fehlender Plan B: Wann greift Russland europäische Ziele an?
24:36 – Gibt es einen Ausweg? Helmut Schmidts Gleichgewichtsstrategie & fehlende Diplomatie
32:36 – Russlands Selbstverständnis: Existenzielle Dimension & Leidensfähigkeit
44:54 – Gefährlicher als die Kubakrise 1962? Politiker ohne Kriegserfahrung & Russenhass
52:09 – Deutschlands Schlüsselrolle: Fehlende Debatte, nationale Interessen & Friedensverfassung
1:02:15 – Westdeutscher Kalter-Krieg-Triumphalismus & deutsch-russisches Verhältnis
1:15:34 – Lichtblick: China als Stabilitätsanker & Großmächte-Dreieck USA–China–Russland

51:53

Zeitmarken

Einstieg: Lindsey Graham und US-Politik

00:07 – Das Gespräch beginnt mit Spekulationen über den Tod von Lindsey Graham. Einer der Gesprächspartner weist die geäußerte Vermutung ausdrücklich als Verschwörungstheorie zurück. Anschließend folgt eine Diskussion über Grahams Russlandpolitik sowie über innenpolitische Spannungen innerhalb der Republikanischen Partei.

Militärische Strategie statt Mobilisierung

04:03 – Es wird zwischen allgemeiner Mobilmachung und einer Veränderung der militärischen Strategie unterschieden. Der Gesprächspartner spricht sich gegen zusätzliche Truppenmobilisierung aus und plädiert stattdessen für andere militärische Mittel.

Sanktionen, Wirtschaft und Energie

06:07 – Diskutiert werden Sanktionen, diplomatische Beziehungen sowie mögliche wirtschaftliche Folgen einer vollständigen Trennung zwischen Russland und dem Westen. Dabei spielen Energieversorgung, Handel und internationale Finanzbeziehungen eine zentrale Rolle.

Bewertung des Kriegsverlaufs

10:02 – Die Gesprächspartner bewerten den bisherigen Verlauf des Ukrainekriegs unterschiedlich. Thematisiert werden militärische Erfolge, wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Folgen für Russland, Europa und die NATO.

Religion, Identität und Weltbild

16:18 – Im letzten Teil entwickelt sich das Gespräch zu einer grundsätzlichen Debatte über Religion, nationale Identität, Werte und das unterschiedliche Selbstverständnis Russlands und Westeuropas.

Selbstkritik und Realismus

26:23 – Ausgangspunkt ist die Forderung, dass sowohl westliche Staaten als auch Russland zu Selbstüberschätzung neigten. Der Gesprächspartner wirbt für weniger Kriegsrhetorik und mehr Realismus bei der Suche nach politischen Lösungen.

Historische und völkerrechtliche Argumente

27:42 – Es folgen ausführliche Ausführungen zu Helsinki-Schlussakte, Budapester Memorandum, Neutralitätsstatus der Ukraine sowie historischen Bezügen zum Molotow-Ribbentrop-Pakt und zur Sowjetunion.

Donbass und internationale Vergleiche

32:45 – Die Anerkennung von Donezk und Luhansk, die russische Begründung des Kriegseintritts sowie Vergleiche mit Afghanistan, Irak, Jugoslawien und anderen westlichen Interventionen bilden den Schwerpunkt.

Gegenwart des Krieges

39:51 – Die Diskussion verlagert sich auf unterschiedliche Bewertungen der russischen Verluste, der Lage in Russland sowie der Istanbuler Verhandlungen und möglicher Friedensoptionen.

Eskalation oder Abschreckung

46:56 – Zum Schluss wird kontrovers über mögliche Angriffe auf europäische Rüstungsindustrie, Abschreckung, Risiken einer Eskalation und die Rolle der USA diskutiert.