russland.RU (Medienpräsenz)

9:27

Russlands Ständiger Vertreter beim UN-Büro in Genf, Gennadi Gatilow, warnte, dass die Gefahr, dass der Weltraum zu einem Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen werde, angesichts des sich verschärfenden militärischen Wettstreits im Weltraum nicht mehr nur hypothetisch sei.

In seiner Rede auf der Abrüstungskonferenz in Genf hob Gatilov das US-Raketenabwehrprojekt „Golden Shield“ hervor und behauptete, dessen geplante weltraumgestützte Systeme könnten sowohl offensive als auch defensive Fähigkeiten in der erdnahen Umlaufbahn schaffen.

21:24

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja geht während eines Pressetermins bei den Vereinten Nationen auf eine Vielzahl globaler Themen ein, darunter den Krieg im Iran, den Druck der USA auf Teheran, die Sanktionen gegen Russland, die Ukraine-Krise, Georgien und Südossetien sowie das Rennen um das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs.

Nebenzia geht zudem auf die Äußerungen von Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus und zu anderen territorialen Ansprüchen ein und erläutert dabei die Position Russlands zur Rolle der UNO bei der Lösung großer internationaler Konflikte. Er spricht außerdem über die Zukunft des UN-Generalsekretärs und fordert ein stärkeres Engagement bei der Krisenbewältigung.

Überblick

Der Kaukasus-Konflikt 2008 und Georgiens Aggression (00:41) Der russische Botschafter erörtert den bewaffneten Konflikt im August 2008, bei dem georgische Truppen unter dem Saakaschwili-Regime die schlafende Stadt Zchinwali in Südossetien angriffen. Dieser unprovozierte Angriff brach bestehende Friedensabkommen, verletzte zynisch internationale Vereinbarungen und führte zu Angriffen auf russische Friedenstruppen sowie zahlreichen zivilen Opfern. Ein offizieller, unabhängiger EU-Bericht unter der Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliawini bestätigte später den unprovozierten und sorgfältig geplanten Charakter dieser georgischen Aggression. Zudem verweist der Botschafter auf Aussagen des ehemaligen georgischen Verteidigungsministers Georgi Baramitze, der offen über georgische Kriegsverbrechen in den frühen 90er Jahren sprach und zugab, dass damals keine Gefangenen gemacht wurden. Um die Bevölkerung vor der Vernichtung zu bewahren, intervenierte Russland gemäß Artikel 51 der UN-Charta militärisch und erkannte am 26. August 2008 die Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien an.

Die Genfer Diskussionen und die Bedrohungen im Südkaukasus (03:32) Im Oktober 2008 wurden die Internationalen Genfer Diskussionen ins Leben gerufen, um nach dem Scheitern früherer Mechanismen Sicherheit und Stabilität im Südkaukasus durch direkten Dialog zu gewährleisten. Die höchste Priorität in diesem Format hat der Abschluss eines rechtsverbindlichen Abkommens über den Nichtgebrauch von Gewalt sowie die Demarkation der Grenzen. Der Botschafter beklagt jedoch den konfrontativen Kurs Georgiens, das internationale Foren wie die UN nutzt, um Russland zu diskreditieren und Abchasien und Südossetien zu isolieren. Gleichzeitig warnt er vor Versuchen der EU, sich in die inneren Angelegenheiten Georgiens einzumischen oder das Land in das NATO-Bündnis zu ziehen.

Die geopolitische Blockade des UN-Sicherheitsrates (07:21) Auf die Frage des Journalisten David nach der zunehmenden Blockade des UN-Sicherheitsrates erklärt der Botschafter, dass diese Handlungsunfähigkeit ein direktes Spiegelbild der aktuellen globalen Geopolitik ist. Er betont, dass westliche Ratsmitglieder versuchen, Themen wie den Kaukasus-Konflikt vor den Rat zu bringen, obwohl diese nie Teil der offiziellen Tagesordnung waren und die passenden Verhandlungsformate bereits existieren.

Der Irankrieg und die unprovozierte Aggression der USA (09:06) Bezüglich des andauernden Krieges im Iran stellt der Botschafter klar, dass Russland keinen bilateralen Druck auf den Iran ausübt, da der Iran eine souveräne Nation ist. Er betont, dass die Ursache des Konflikts nicht beim Iran liegt, sondern in der rücksichtslosen und unprovozierten Aggression der USA, die zuvor vereinbarte Verträge einseitig aufgekündigt haben.

Die Debatte um die Auswahl des UN-Generalsekretärs (10:38) Der Botschafter teilt die Kritik seiner US-Kollegin, wonach die Präsidentin der Generalversammlung versucht habe, unzulässig in das Auswahlverfahren des neuen Generalsekretärs einzugreifen. Er verteidigt die traditionell diskrete Natur dieses sensiblen Prozesses, da übermäßige Transparenz den Chancen bestimmter Kandidaten schaden könnte. Zwar seien Dialoge in der Generalversammlung wichtig, doch neigen die Kandidaten dort dazu, ihre Botschaften so vage zu formulieren, dass sie für die breite Masse der Mitglieder absolut akzeptabel und leicht verdaulich sind. Sowohl GA- als auch private Sicherheitsrats-Dialoge seien jedoch gleichermaßen nützlich.

Die Rolle der UN in der Ukraine-Krise (14:58) Ob die UN unter einer neuen Führung zur Plattform für eine friedliche Beilegung der Ukraine-Krise werden kann, hängt laut dem Botschafter stark von der Persönlichkeit des neuen Generalsekretärs ab. Er fordert, dass der neue Amtsinhaber – ähnlich wie früher Kofi Annan – mutig ins kalte Wasser springt und sich aktiv in die Krisenbewältigung einbringt.

Wirtschaftssanktionen gegen Russland und den Iran (18:01) Auf die jüngsten Androhungen von Präsident Trump, Länder wie Russland zu bestrafen, die weiterhin Handel mit dem Iran treiben, reagiert der Botschafter gelassen. Er erklärt, dass Russland bereits an so viele westliche Sanktionen angepasst ist, dass man diesen Drohungen kaum noch Beachtung schenkt.

Gerüchte über eine russische Mobilisierung und Trumps Gebietsansprüche (18:48) Behauptungen über eine bevorstehende russische Massenmobilisierung oder eine Flucht russischer Männer nach Georgien weist der Botschafter zurück. Er betont, dass eine Mobilmachung in Russland weder notwendig noch geplant ist und rät den Journalisten stattdessen, sich Sorgen über die Mobilisierung in der Ukraine zu machen. Angesichts von Trumps Plänen, die Straße von Hormus oder Gebiete wie Grönland und Venezuela für die USA zu beanspruchen, merkt er an, dass solche Ansprüche im Widerspruch zum Völkerrecht stehen. Trump sei jedoch der „Herr seiner eigenen Worte“ und es bleibe abzuwarten, wie er dies umsetzen wolle

34:35

Dmitri Medwedew präsentiert das Volksprogramm von Einiges Russland auf dem 23. Parteitag: 3,5 Millionen Bürgervorschläge, sieben nationale Prioritäten von Familie bis Technologie, scharfe Worte an EU-Führungen, Verräter im Exil und die Abstimmung über das Wahlprogramm.

Zeitmarken:
0:00 Begrüßung & Dank an Putin – Eintritt in die heiße Wahlkampfphase
1:33 Das Volksprogramm: Wichtigstes Wahlkampfdokument & 3,5 Millionen Bürgervorschläge
2:44 Einiges Russland vor 25 Jahren gegründet – Einheit als Fundament
3:23 „Aggressive Schurken" – Warum der Westen scheiterte, Russland zu brechen
4:03 Ukraine als „Land 404": Hälfte der Bevölkerung weg, 20% des Territoriums verloren
5:12 Sieben Herausforderungen & sieben Prioritäten des Volksprogramms
10:45 Priorität 1 – Gesunde Familie: Kindergärten, Frauenberatung, Geburtenrate
13:07 Priorität 2 – Menschenwürdige Arbeit: Mindestlohn 35.000 Rubel, Veteranenintegration
15:08 Priorität 3 – Wohnraum & Infrastruktur: 3 Millionen Familien, Gasversorgung, Arktis
17:44 Priorität 4 – Wirtschaft & Landwirtschaft: Sanktionen überwunden, neue Partner gefunden
20:15 Priorität 5 – Technologien: KI, Robotik, Weltraum, digitale Souveränität
22:48 Priorität 6 – Werte & Kultur: Gegen Hybridkrieg, Ukraine als Warnung
27:01 Verräter im Exil: Keine Vergebung, kein Recht auf Rückkehr
27:38 Priorität 7 – Sieg: Rüstung, Russische Welt & gerechte Weltordnung
29:35 Abstimmung über das Volksprogramm – einstimmig angenommen
32:06 Ausblick: Teil 3 des Parteitags nach den Wahlen & Parteimanifest

13:24

Putin äußert sich nach dem Parteitag von Einiges Russland zur Effektivität der russischen Militäroperationen, den Folgen der ukrainischen 40-Tage-Eskalation, exotischen Friedensvorschlägen aus Kiew und Russlands Getreidestrategie als Gegenantwort.

Zeitmarken:
0:00 Warum Putin zum zweiten Mal beim Parteitag von Einiges Russland erscheint
1:15 Einiges Russland und kein Populismus – das wichtigste Merkmal der Partei
2:10 Populismus im Wahlkampf: Die Versuchung ohne Finanzierungsgrundlage
3:32 Russlands verstärkte Angriffe auf Ukraine: Effektivität & Frontauswirkungen
5:02 Die 40-Tage-Eskalation des Kiew-Regimes – und ihr Scheitern
6:31 Russlands Antwort: Büchse der Pandora durch Kiew selbst geöffnet
8:48 Frontlage: Russische Truppen erhöhen das Vormarsch-Tempo
9:32 Luftverteidigung verbessern & Wahlen schützen vor ukrainischer Einflussnahme
10:00 Kiew versucht über Vermittler aus der Krise zu entkommen
10:46 „Exotische" Friedensvorschläge – inakzeptabel, aber Gesprächsbereitschaft besteht
11:41 Hysterische UN-Erklärungen zur Hungersnot – Putins Antwort
12:32 Russlands Getreideexport: 60 Millionen Tonnen – kein globaler Mangel zu erwarten

47:21

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, spricht über die rituellen Proteste vor der russischen Botschaft in Tokio, die mentale Unterwerfung Japans durch die Atombomben, die Umbettung ukrainischer Nazi-Kollaborateure und die Verteidigung russischer Kulturgeschichte gegen Pseudoexperten.

Timestamps:
0:00 Begrüßung & Was passiert mit Japan? Proteste oder Rituale?
1:49 Das „Inselproblem" – ein den Japanern aufgezwungenes Thema wie eine Tätowierung
4:01 Der blaue Gefangenentransporter vor der russischen Botschaft in Tokio
6:29 Sirenen & Roboterstimmen über japanischen Wohnvierteln – seit Jahrzehnten
9:06 Aufgewärmter Militarismus: Das monströse Aufstoßen einer vergessenen Geschichte
12:23 Ein Blick ins Innere: Afrikanischer Student mit Kopfhörern steuert den Propagandabus
15:32 Hiroshima & Nagasaki: So wurde Japans Wille gebrochen – die Pistole an der Schläfe
18:41 Was Japaner wirklich wollen: Stille in der mongolischen Steppe statt Inselstreit
22:37 Aufgezwungene Demütigung statt echte Schuldbewältigung – Japan & Ukraine im Vergleich
23:08 Ukraine bettet Nazi-Kollaborateure um – Geschichte wird umgeschrieben
27:04 Hitlers Triumphbogen-Granit in Moskau: Gottes Ironie & historische Gerechtigkeit
30:00 Pseudoexperten leugnen russische Kultur: Kokoschniks, Gschel & Chochloma
33:10 „Das chinesische Geheimnis" – ein Kinderbuch von 1946 über Porzellan & Kulturaustauch
39:10 Die Siegesvase aus dem belagerten Leningrad – 2,5 Meter Porzellankunst als Triumph
41:47 Die tragische Autorin Danko: Starb auf der Flucht aus Leningrad im Zug
44:14 Sammlung Schabelskaja: Fotografische Beweise für Kokoschniks aus dem 19. Jahrhundert

6:03

Vor einem britischen Ministerium versammelten sich Demonstranten, die ein Ende der Finanzhilfen für die Ukraine forderten und höhere öffentliche Ausgaben für Wohnungsbau, Gesundheitswesen, Schulen und Infrastruktur verlangten.

1:06:41

Der Präsident hielt im Kreml eine Sitzung des Rates für strategische Entwicklung und nationale Projekte ab.

Überblick

Eröffnung durch Wladimir Putin: Nationale Entwicklungsziele (00:31) Wladimir Putin eröffnet die Sitzung des Rates für strategische Entwicklung und nationale Projekte, um die Fortschritte bei den langfristigen Entwicklungszielen Russlands zu besprechen. Zu den zentralen Arbeitsbereichen gehören Demografie, Bildung, ein komfortables Lebensumfeld, technologische Führung und die digitale Transformation. Trotz des anhaltenden externen Drucks und terroristischer Angriffe auf die Infrastruktur verläuft die wirtschaftliche Dynamik mit einem BIP-Wachstum von rund 1 % (0,6 % im ersten Halbjahr, 1,3 % im zweiten Quartal) weiterhin positiv.

Ein neuer Investitionszyklus für die Binnennachfrage (03:33) Der Plan für strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft ist bis 2030 ausgelegt. Nachdem die großen exportorientierten Megaprojekte in der Industrie und Infrastruktur (wie Chemie, Metallurgie, Rohstoffgewinnung sowie Öl- und Gaschemie), bei denen die Investitionen von 2019 bis 2024 um über 40 % stiegen, weitgehend abgeschlossen sind, verlangsamt sich die allgemeine Investitionsdynamik [1206–1208]. Putin fordert daher den Start eines neuen Investitionszyklus, der sich primär auf die Deckung der Binnennachfrage, die technologische Entwicklung, die Sanierung von Häfen, Straßen und Schienen sowie den Ausbau von Stromnetzen konzentrieren soll [1208–1211].

Technologische Modernisierung im sozialen Sektor (07:48) Der Einsatz moderner Technologien muss in Polikliniken, Schulen und Kultureinrichtungen intensiviert werden. Als positives Beispiel nennt Putin Moskau, wo Röntgenaufnahmen mittels Computer-Vision in Sekundenschnelle ausgewertet werden, was die Ärzte entlastet und die Geräteeffizienz steigert. Der Sozialbereich soll sich zudem aktiv an der nationalen Strategie für digitale Plattformen beteiligen.

Verzögerungen bei der Beamtenausbildung und Bürger-Feedback (10:19) Putin kritisiert die geringe Beteiligung und unzureichende Leistung von Amtsträgern bei einem Schulungsprogramm der Sberbank und RANEPA zur Anpassung an technologische Veränderungen [1220–1222]. Zugleich betont er die Bedeutung von direktem Bürgerfeedback, das über das Portal für staatliche Dienstleistungen (Gosuslugi) – derzeit in 30 Regionen aktiv – sowie über QR-Codes an neuen Bauobjekten erfasst werden soll.

Wirtschaftsbericht durch Alexander Nowak (19:41) Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak berichtet, dass das russische BIP in den letzten drei Jahren trotz beispielloser Sanktionen real um mehr als 10 % (ca. 3,3 % pro Jahr) gestiegen ist, womit Russland die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt nach Kaufkraftparität darstellt [1238–1240]. Die Wirtschaft hat sich stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet, wobei das verarbeitende Gewerbe (Anstieg von 13 % auf 15 %) und wertschöpfungsintensive Branchen (Anstieg von 15 % auf 18,4 %) die Haupttreiber sind [1240–1242]. Die Realeinkommen der Bürger stiegen in drei Jahren um 26 %.

Haushaltsbericht durch Anton Siluanow (34:06) Finanzminister Anton Siluanow meldet einen Anstieg der Einnahmen der Regionalhaushalte um 6 % auf über 15 Billionen Rubel. Die regionale Staatsverschuldung sank um 115 Milliarden Rubel und liegt bei kontrollierten 17 % der eigenen Einnahmen. Dies wurde wesentlich durch die Abschreibung von zwei Dritteln der Verbindlichkeiten aus Haushaltskrediten im Umfang von 518 Milliarden Rubel begünstigt, wobei diese freiwerdenden Mittel primär für die Unterstützung von Soldaten der militärischen Spezialoperation eingesetzt wurden. Zudem wird zur Liquiditätssicherung im September ein System kurzfristiger Schatzkredite in allen Regionen eingeführt.

Digitale Überwachung und das Bürgermeinungssystem (41:56) Dmitri Grigorenko erklärt, dass sämtliche der über 2.000 nationalen Maßnahmen digitalisiert und in Echtzeit überwacht werden, was zu einer Ausführungsdisziplin von 99 % führt [1286–1290]. Seit Ende 2025 wird zudem ein soziologisches Befragungssystem für 32 Indikatoren genutzt, um die Zufriedenheit der Bürger zu messen und gezielte Korrekturmaßnahmen in Regionen mit schlechteren Bewertungen einzuleiten [1291–1294, 1296].

Bürokratieabbau und Digitalisierung von Dienstleistungen (50:28) Michail Michailowitsch berichtet für die Allrussische Volksfront über administrative Hemmnisse. Er kritisiert, dass 34 % der Lehrer mehr als 7 Stunden pro Woche für Berichte aufwenden müssen. Ein systematischer Bürokratieabbau könnte Ressourcen im Wert von 300 Milliarden Rubel pro Jahr freisetzen. Er fordert zudem die Abschaffung „hybrider“ digitaler Dienstleistungen, bei denen Anträge zwar online gestellt, Dokumente (etwa für kinderreiche Familien oder Senioren) aber dennoch persönlich in Papierform eingereicht werden müssen [1312–1314].

Rehabilitation und Integration von SMO-Veteranen (58:27) Anna Zivilowa berichtet über die Arbeit des staatlichen Fonds „Verteidiger des Vaterlandes“. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Ministerien wurde die medizinische Vorsorge verdoppelt und Hilfen für Existenzgründungen, wie das Beispiel eines burjatischen Veteranen zeigt, der mit einem Zuschuss von 4,5 Millionen Rubel einen Belarus-Traktor und 37 Rinder kaufte, erfolgreich realisiert [1325–1328]. Sie schlägt vor, Veteranen und deren Familien in allen staatlichen Programmen explizit als eigene Kategorie mit Zielindikatoren auszuweisen

19:05

Lawrow zeigt Verständnis für die schwierige Lage des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, der seit Jahren massivem Druck aus Brüssel ausgesetzt sei. Die EU erpresse Serbien mit zwei Bedingungen für einen beschleunigten Beitritt: Anerkennung des Kosovo und Anschluss an die anti-russischen Sanktionen. Russland verkaufe Serbien Gas zu günstigen Preisen und verlange nichts im Gegenzug. Gleichzeitig stellt Lawrow klar: Eine militärische Unterstützung des Kiewer Regimes durch Serbien wäre absolut inakzeptabel. Vučićs jüngste Entscheidung, Selenskyj nicht zu empfangen, deutet er als Versuch, den wachsenden EU-Druck etwas abzumildern – den er als "schamlos" und "unverschämt" bezeichnet.


🇧🇬 Bulgarien – Hoffnung auf nationale Souveränität

8:26 – 9:18
Lawrow äußert sich zu Rumens Radew, dem bulgarischen Präsidenten, der sich weigere, blind der EU-Bürokratie zu folgen, und stattdessen für nationale Interessen eintrete. Er räumt ein, dass manche Politiker ihren Prinzipien treu blieben, andere jedoch dem politischen Druck erlägen – das müssten die Bulgaren unter sich ausmachen.


🤝 Witkoff, Kushner und die verpasste Friedens-Chance

9:18 – 11:29
Lawrow bestätigt, dass Steve Witkoff vor etwa einem Jahr (August 2025) mit einem konkreten Vorschlag von US-Präsident Trump nach Moskau kam. Putin habe den Vorschlag angenommen – doch dann folgten neue Sanktionen gegen russische Ölkonzerne, und europäische sowie NATO-Spitzen reisten nach Washington, um Trump von weiteren Schritten abzubringen. Lawrow zeigt sich bereit, Witkoff und Jared Kushner erneut zu empfangen, stellt aber klar: Sie müssten mit etwas Konkreten kommen. Russland habe inzwischen Fragen zum US-Geheimdienstengagement und zu Angriffen auf zivile Ziele in Russland ans Außenministerium weitergeleitet – und warte auf Antwort.


🇹🇷 Die Türkei zwischen NATO, EU und Russland

11:53 – 15:07
Lawrow beschreibt die schwierige Balance der Türkei: Sie wolle NATO-Mitglied bleiben, habe die größte Armee des Bündnisses, strebe gleichzeitig nach EU-Beziehung (obwohl sie nie aufgenommen werde) und pflege gute Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Die Türkei sei aufrichtig an Stabilität im Schwarzen Meer interessiert. Lawrow macht jedoch auf eine Doppelmoral aufmerksam: Ukrainische Drohnen hätten bereits die Infrastruktur des Kaspischen Pipeline-Konsortiums angegriffen – an dem amerikanische Firmen wie Chevron und ExxonMobil beteiligt sind – sowie türkische Schiffe bedroht. Weder die Türkei noch die USA hätten dies öffentlich als inakzeptabel verurteilt. Hinter vorgehaltener Hand würden zwar Signale gesendet, aber öffentlich schweige man.


🙏 Persönliche Fragen an Lawrow

15:23 – 17:46
Auf die Frage nach seinen prägenden Eigenschaften antwortet Lawrow, er habe stets verantwortungsbewusst gehandelt, um diejenigen nicht zu enttäuschen, die ihn in Positionen berufen hätten. Ein Diplomat müsse Humor haben und fröhlich sein – vor allem, wenn seine Arbeit angenommen wurde. Auf die Bemerkung von CIA-Direktor William Burns, man könne ihn nicht aus der Fassung bringen, erwidert Lawrow: "Aus der Fassung bringen kann man mich schon, aber man kann es nicht merken." Geprägt hätten ihn vor allem seine Mutter und Großeltern, die ihm Freiräume gaben und ihn lehrten, Konflikte durch Handschlag zu lösen. Er gesteht, in der Schule manchmal geschwänzt und sogar eine "Drei im Betragen" gehabt zu haben.


🎯 Abschließende Worte – Sieg ist sicher

17:46 – 18:30
Lawrow schließt mit einer kämpferischen Botschaft: Die Ziele der "militärischen Spezialoperation" würden erreicht werden. Die Berichte von der Front zeigten entschlossene Soldaten, die stolz auf ihr Land seien und nach der Einnahme jeder Ortschaft den Sieg als sicher betrachteten – denn ihre Sache sei absolut gerecht. Diese starken Worte aus den Kampfgebieten bewegten ihn zutiefst.

1:31:27

Wöchentliches Briefing des russischen Außenministeriums vom 6. August 2026. Sprecher Alexei Sacharow behandelt die Lage in der Ukraine mit Schwerpunkt auf dem Jahrestag der Kursk-Offensive, Angriffe auf die russische Zivilbevölkerung, Selenskis Reisen nach Großbritannien und in die USA sowie die Mobilisierungsproblematik. Weitere Themen: die innenpolitische Lage in Moldawien, die Ausweisung der Journalistin Xenia Fedorova aus Frankreich, historische Gedenktage (Holocaust in Litauen, Hiroshima/Nagasaki, Agent Orange in Vietnam), der Abriss sowjetischer Denkmäler in Polen sowie die Beziehungen zu Nordkorea, China, Armenien und Lateinamerika. Im Anschluss Fragen internationaler Journalisten u.a. von Reuters, Xinhua und Interfax.

Timestamps:
0:00 – Einleitung
0:39 – Jahrestag der ukrainischen Kursk-Offensive
4:01 – Angriffe auf russische Zivilbevölkerung (Regionsübersicht)
14:31 – Selenskis Reisen nach Großbritannien und in die USA
18:51 – Mobilisierung und Zwangsrekrutierung in der Ukraine
26:00 – Moldawien: Antirussischer Kurs und Gagausien
31:45 – Ausweisung der Journalistin Xenia Fedorova aus Frankreich
37:12 – 85. Jahrestag des Holocaust-Beginns in Litauen
42:18 – Abriss sowjetischer Denkmäler in Polen
45:14 – Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
47:55 – Befreiung Koreas und Beziehungen zur DVRK
52:07 – Agent Orange: US-Chemiewaffeneinsatz in Vietnam
54:24 – Nationalfeiertage Boliviens, Ecuadors; Indien-Vertrag
58:19 – Humanitäre Hilfe für Mali und Meeresbodenrecht
1:02:52 – Journalistenfragen (Ukraine-Verhandlungen, China, Rumänien, Armenien, Syrien u.a.)