russland.RU (Medienpräsenz)

9:48

Die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten trafen sich auf der „Bharat Innovates“-Ausstellung in Neu-Delhi, um sich über neue Technologien zu informieren, die von indischen Unternehmen entwickelt wurden. Die zu Gast befindlichen Staats- und Regierungschefs besichtigten Ausstellungsstücke, die Indiens wachsende Kompetenzen in den Bereichen Innovation, digitale Lösungen und Spitzentechnologie verdeutlichten. Die Ausstellung, die im Rahmen des BRICS-Gipfels stattfand, unterstrich Indiens zunehmende Bedeutung als globaler Knotenpunkt für Technologie und Unternehmertum.

41:04

Das indische Außenministerium hielt nach dem ersten Tag des 18. BRICS-Gipfels in Neu-Delhi eine Pressekonferenz ab, auf der es die wichtigsten Ergebnisse vorstellte, darunter die einstimmige Verabschiedung der Erklärung von Neu-Delhi. Die Vertreter gingen auf die Diskussionen des Gipfels zu den Themen Reform der globalen Governance, Spannungen im Nahen Osten, Handel, Sanktionen und Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb der erweiterten BRICS-Gruppe ein.

1:36

Neue Sanktionen gegen Russland, die im Rahmen eines US-Gesetzentwurfs unter Beteiligung des verstorbenen Senators Lindsey Graham* geplant sind, werden nicht verheerend, sondern eher sinnlos sein. Dies erklärte Kirill Dmitriev in einem Interview.
Seinen Angaben zufolge werden die USA die negativen Auswirkungen potenzieller antirussischer Sanktionen vor allem durch steigende Ölpreise zu spüren bekommen.

6:53

Wladimir Putin begrüßt die Teilnehmer der BRICS-Plus-Sitzung und skizziert die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Bündnisses: 2 Billionen Dollar Binnenhandel, 49 % der weltweiten BIP-Dynamik, ein Viertel der globalen Exporte. Er wirbt für den Ausbau einer gemeinsamen Wachstumsplattform, eine eigene Zahlungs- und Abwicklungsinfrastruktur, eine BRICS-Getreidebörse, einen Rückversicherungsmechanismus und die Stärkung der Neuen Entwicklungsbank. Im Kern: technologische Souveränität, Unabhängigkeit von externem Druck und eine multipolare Weltordnung auf Grundlage des Völkerrechts.

14:16

Professor John Mearsheimer sagt, „die USA hätten das Versprechen gebrochen“, das sie Russland im Zusammenhang mit der NATO-Erweiterung gegeben hatten, und argumentiert, Washington trage die Hauptverantwortung für den Bruch der Zusicherungen, die Moskau nach dem Kalten Krieg gemacht worden waren. Mearsheimer erklärt, Russland habe die Osterweiterung der NATO als Verstoß gegen diese Versprechen und als eine Reihe offensiver Maßnahmen des Westens angesehen.

9:45

Professor John Mearsheimer erörtert, wie europäische Politiker Wladimir Putin sehen, und erklärt, dass die im Westen vorherrschende Meinung lautet, Putin sei „ein Imperialist“, der über die Ukraine hinaus nach Osteuropa und möglicherweise sogar nach Westeuropa vordringen könnte. Mearsheimer sagt, diese Überzeugung habe die Entscheidung Europas geprägt, die Ukraine weiterhin zu unterstützen und sich gegen Russland zu stellen.

3:57:46

Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa gibt ein umfassendes Pressebriefing am Rande des Internationalen Jugendfestivals in Jekaterinburg. Themen: Oblast Swerdlowsk, Lavrows Terminkalender, Staatsduma-Wahlen im Ausland, Ukraine-Konflikt, Butscha-Inszenierung, Moldawien, NATO-Atomwaffen, BRICS, Georgien, Armenien und deutsch-russische Kulturbeziehungen.

Zeitmarken:
0:00 Begrüßung & Oblast Swerdlowsk: Geschichte, Industrie, Kultur
9:30 Lavrows Termine: Jugendfestival, Russophilen-Kongress, UN
14:18 Forum „Dialog über Fakes 4.0" in Moskau
18:52 81. UN-Generalversammlung: Russlands Prioritäten
21:39 Staatsduma-Wahlen: Abstimmung im Ausland
26:16 Ukraine: Drohnenangriffe auf Zivilbevölkerung und Wahlkommissionen
32:03 Ramstein-Format und westliche Waffenlieferungen
37:03 Ukrainisch-kanadische „100-Jahres-Partnerschaft"
40:16 Ukrainischer Haushaltskollaps und Wirtschaftskrise
44:33 Sanktionen gegen Selenskis Ex-Sprecherin Julia Mendel
52:21 Butscha: Neue Ermittlungsergebnisse angekündigt
1:00:27 NATO-Chef Rutte: Kriegsrhetorik vor deutschen Diplomaten
1:07:01 „Schattenflotte", Nord Stream und Seerecht
1:10:10 Moldawien: Militarisierung, Denkmalabriss, Preisexplosion
1:20:03 Polen: Sowjetisches Dankbarkeitsdenkmal abgerissen
1:25:51 Partisaneneinheit „Rodina" – Denkmal in Frankreich
1:29:55 Junge Garde von Krasnodon & Donbass heute
1:39:20 Fußball: Zenit vs. Shanghai Shenhua
1:43:17 Fragen: Armenien – Verfolgung der Kirche durch Paschinjan
1:49:53 Iran: Straße von Hormus und Seerechtsblockade
1:56:14 Armenien: EU-Beitritt vs. EAWU – Referendum gefordert
2:04:08 Palästina und Russlands Nahostpolitik
2:15:38 Finnland/Litauen: Atomwaffen an Russlands Grenzen
2:21:36 Ukraine-Verhandlungen: Schweiz als Ort ausgeschlossen
2:27:40 Goethe-Institut vs. Russisches Haus Berlin
2:41:42 BRICS 2027: Chinas Vorsitz
2:50:29 Georgien: Bataillon Georgiewsk und historisches Erbe
3:15:22 G20, AfD-Sieg in Sachsen, Russland-Afrika-Gipfel
3:32:36 Weltraumwaffen, Litauen, US-Handelsabkommen, Merz vs. Weidel
3:51:25 Denkmäler, historisches Gedächtnis & Schlusswort

7:41

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich zu den Beziehungen zwischen Russland und Armenien, den Perspektiven Jerewans in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und dem Kurs der armenischen Führung auf eine Annäherung an die Europäische Union. 

2:32

Russland betont, dass noch Zeit sei, ein Wettrüsten im Weltraum zu verhindern, und fordert ein rechtsverbindliches Abkommen mit den USA, um die Stationierung von Kampfwaffen im Orbit zu unterbinden. Der stellvertretende Außenminister Sergei Rjabkow erklärte, Moskau wolle ein Instrument, das auch den Einsatz oder die Androhung von Gewalt gegen Weltraumobjekte ausschließe.

Rjabkow reagierte damit auf US-amerikanische Äußerungen zu Orbitalwaffen und erklärte, Russland beobachte und dokumentiere die amerikanischen Aktivitäten im Weltraum. Er fügte hinzu, solche Äußerungen würden den Dialog zur strategischen Stabilität mit Washington nicht beeinträchtigen, da ein solcher Dialog derzeit nicht existiere. Zukünftige Gespräche hingen von den umfassenderen Beziehungen zwischen den USA und Russland ab.

46:54

Überblick

1. Das internationale Jugendfestival als Begegnungsstätte

Sacharowa berichtet von einem internationalen Jugendfestival in Jekaterinburg, an dem ihren Angaben zufolge rund 10.000 junge Menschen aus 191 Ländern teilnehmen. Sie stellt das Festival in die Tradition der internationalen Jugendfestspiele des 20. Jahrhunderts.

Die Veranstaltung verbindet mehrere Elemente: eine große Ausstellung, interaktive Diskussionsveranstaltungen, kulturelle Darbietungen und ein internationales gastronomisches Angebot.

Sacharowa hebt hervor, dass die Jugendlichen nicht nur Informationen erhalten, sondern auch persönliche Kontakte knüpfen und Möglichkeiten für eine spätere Zusammenarbeit entdecken sollen.

2. Russland präsentiert seine Kultur und seine internationalen Angebote

Beim Rundgang besucht Sacharowa verschiedene Ausstellungspavillons.

Besonders ausführlich beschreibt sie den Stand von Rossotrudnitschestwo, der in Form einer Matroschka gestaltet ist. Die Matroschka bezeichnet sie als Symbol für russische Tradition, familiären Zusammenhalt und kulturelle Identität.

Das Nationale Zentrum Russland präsentiert Kunsthandwerk, Souvenirs und regionale Produkte. Dazu gehören traditionelle Lackmalerei, Spielzeug und Pelzmützen. Viele Produkte können unmittelbar gekauft oder über QR-Codes bestellt werden.

Sacharowa betont die Verbindung von Tradition und moderner Präsentation. Die ausländischen Besucher könnten ihre Eindrücke über soziale Medien verbreiten und damit zur internationalen Bekanntheit russischer Kultur beitragen.

3. Historisches Gedächtnis und der Zweite Weltkrieg

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Pavillon der Organisation Eurasien mit dem Projekt „Sieg 1945“.

Er vermittelt jungen Menschen die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und erinnert an die Opfer und Leistungen der beteiligten Völker. Besucher können sich über individuelle Familiengeschichten informieren und eigene Erinnerungsorte auf einer digitalen Karte markieren.

Sacharowa bezeichnet die Erinnerung an den gemeinsamen Kampf gegen den Nationalsozialismus als verbindendes Element der eurasischen Völker.

Sie kritisiert den Abriss sowjetischer Denkmäler in westlichen Ländern und stellt dem die russischen Bemühungen um die Bewahrung des historischen Gedächtnisses gegenüber.

4. Demografie, Medizin und Familiengründung

Ein Stand der Unternehmensgruppe „Mutter und Kind“ beschäftigt sich mit Fortpflanzungsmedizin und demografischen Fragen.

Sacharowa erläutert, dass unerfüllter Kinderwunsch für viele Menschen ein langfristiges Problem darstelle. Medizinische Entwicklungen könnten neue Möglichkeiten eröffnen.

Am Stand werden Informationen angeboten und nach ihrer Darstellung sogar Untersuchungen durchgeführt. Über Telefonnummern, Internetseiten und QR-Codes können Interessierte später Kontakt zu Fachleuten aufnehmen.

5. Kultur und Tourismus als moderne Erlebnisangebote

Sacharowa lobt die Präsentation des russischen Kulturministeriums, das Museen und kulturelle Einrichtungen in digitaler und interaktiver Form vorstellt. Besonders hebt sie eine moderne Inszenierung des Dichters Alexander Puschkin hervor.

Auch ein Pavillon des Landwirtschaftsministeriums beeindruckt sie. Er präsentiert den Baikalsee und das touristische Potenzial Sibiriens mithilfe echter Pflanzen, Steine, Moos und einer naturnahen Gestaltung.

Die Ausstellung soll ausländischen Jugendlichen Russland als Kultur-, Bildungs- und Reiseland näherbringen.

6. Das Festival als Instrument internationaler Vernetzung

Sacharowa zieht eine Zwischenbilanz: Das Festival solle den Teilnehmern innerhalb weniger Tage einen umfassenden Einblick in Russland vermitteln.

Dabei gehe es nicht allein um touristische Eindrücke, sondern um langfristige Perspektiven. Sie nennt insbesondere Bildung, kulturelle und humanitäre Projekte sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für ausländische Fachkräfte, beispielsweise in den Bereichen IT und Medien.

Das Festival wird damit als Plattform für internationale Kontakte und längerfristige Zusammenarbeit dargestellt.

 

 

7. Russische Wahlen und der Vorwurf westlicher Einflussnahme

Ab etwa Minute 25

Das Gespräch wechselt vom Jugendfestival zur Politik. Sacharowa stellt die Offenheit des Festivals und die geplante Fragerunde mit dem russischen Außenminister als Beispiele für Dialogbereitschaft dar.

Demgegenüber wirft sie westlichen Staaten vor, russische Wahlen durch eine gezielte Medienkampagne zu diskreditieren und das Vertrauen der Bevölkerung in ihr Wahlrecht zu untergraben.

Sie stellt Russland und die Ukraine gegenüber: Während Russland Wahlen durchführe, würden in der Ukraine keine Wahlen mehr abgehalten. Daraus leitet sie den Vorwurf ab, westliche Staaten würden demokratische Prinzipien selektiv anwenden.

Darüber hinaus behauptet sie, westlicher Einfluss führe in anderen Ländern zum Verlust nationaler Souveränität und könne politische Instabilität und Gewalt begünstigen.

Diese Aussagen bilden die politische Argumentation Sacharowas; das Transkript enthält keine unabhängige Überprüfung der Vorwürfe.

8. Russische Diplomaten und Provokationen im Ausland

Ab etwa Minute 29

Konstantin fragt, wie gut russische Diplomaten angesichts möglicher Provokationen während der Wahlen vorbereitet seien.

Sacharowa erklärt, russische Diplomaten seien seit Jahren mit vielfältigen Formen der Einflussnahme konfrontiert. Sie nennt Drohungen, Bestechungsversuche, Spionage, verweigerte Visa für Familienangehörige und kurzfristige Ausweisungen.

Seit 2022 hätten sich diese Probleme nach ihrer Darstellung weiter verschärft.

Die russischen Auslandsvertretungen seien jedoch entsprechend vorbereitet. Als Beispiel führt sie die Organisation der Präsidentschaftswahlen an, bei denen Botschaften und Konsulate durch Fotos, Videos und Interviews umfassend über den Ablauf berichtet hätten.

9. Kritik an Kaja Kallas und der Europäischen Union

Ab etwa Minute 33

Der Moderator erwähnt eine Äußerung von Kaja Kallas, wonach sie zu einem Telefongespräch mit Wladimir Putin oder Sergej Lawrow bereit wäre.

Sacharowa reagiert mit einer ausführlichen Kritik an Kallas und der europäischen politischen Führung. Sie behauptet, Kallas werde selbst innerhalb der EU von politischen Kollegen nicht ernst genommen und hinter verschlossenen Türen scharf kritisiert.

Sie wirft ihr mangelnde Sachkenntnis und eine ausgeprägt antirussische Haltung vor. Ähnliche Kritik richtet sie gegen Ursula von der Leyen und die europäische Bürokratie.

Sacharowa vertritt die These, dass für die Besetzung bestimmter europäischer Spitzenpositionen eine antirussische Haltung wichtiger geworden sei als diplomatische Fachkenntnis.

Als Vergleich erwähnt sie die frühere US-Regierungssprecherin Jen Psaki.

Die persönlichen und politischen Bewertungen Sacharowas werden im Gespräch nicht durch überprüfbare Belege untermauert.

10. Demokratische Legitimation europäischer Spitzenpolitiker

Ab etwa Minute 36

Der Moderator spricht die fehlende direkte Volkswahl von Kallas und von der Leyen an.

Sacharowa räumt ein, dass beide nicht unmittelbar vom Volk gewählt wurden, verweist jedoch darauf, dass sie institutionelle Auswahlverfahren durchlaufen haben.

Sie kritisiert diese Verfahren und stellt die Frage, inwieweit die Bürger tatsächlich Einfluss auf die Besetzung europäischer Führungspositionen hätten.

Dabei vergleicht sie die politische Auswahl mit einem Markt: Parteien wie die AfD müssten ihre Positionen öffentlich präsentieren und Wähler überzeugen. Bei der Besetzung europäischer Spitzenämter fehle ihrer Darstellung nach eine vergleichbare unmittelbare Entscheidungsmöglichkeit.

Sie verbindet diese Argumentation mit dem Vorwurf, die europäische Führung sei gegenüber der Bevölkerung nicht ausreichend rechenschaftspflichtig.

11. Russische Wahlmöglichkeiten in Deutschland

Ab etwa Minute 42

Das Gespräch wendet sich der Schließung russischer Konsulate in Deutschland zu, insbesondere des Generalkonsulats in Bonn.

Sacharowa behauptet, die Schließung sei zeitlich so geplant worden, dass russische Staatsbürger in Deutschland bei der Stimmabgabe behindert würden.

Durch die geringere Zahl diplomatischer Vertretungen müssten viele Menschen längere Wege zurücklegen, beispielsweise nach Berlin.

Sie kündigt an, Russland werde dennoch Wahlmöglichkeiten für seine im Ausland lebenden Staatsbürger organisieren.

12. Wahlen in Moldau und Rumänien

Ab etwa Minute 44

Sacharowa erweitert ihre Kritik auf andere europäische Staaten.

Am Beispiel Moldaus behauptet sie, die Regierung habe die Stimmabgabe moldauischer Staatsbürger in Russland durch eine unzureichende Zahl von Wahllokalen faktisch behindert. Sie verweist auf lange Warteschlangen und überlastete diplomatische Vertretungen.

Anschließend kritisiert sie die Wahlvorgänge in Rumänien und erwähnt Äußerungen des US-Vizepräsidenten auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Beide Beispiele dienen ihr dazu, ihre These einer widersprüchlichen westlichen Haltung gegenüber demokratischen Wahlen zu bekräftigen.

13. Das Wahlrecht als verfassungsmäßiger Anspruch

Ab etwa Minute 45

Zum Schluss betont Sacharowa, Russland halte trotz äußerer Bedrohungen und ausländischer Einflussnahme an der Durchführung seiner Wahlen fest.

Sie bezeichnet die Teilnahme an Wahlen als verfassungsmäßig garantiertes Recht, das auch russischen Staatsbürgern im Ausland zustehe.

Die westlichen Staaten beschuldigt sie erneut, diesen Prozess durch politische Maßnahmen sowie durch die Unterstützung gewaltsamer Aktivitäten zu behindern.