russland.RU (Medienpräsenz)

1:21:33

Erklärung und Antworten auf Fragen der Medien des Außenministers der Russischen Föderation, S. W. Lawrow, im Anschluss an seinen Besuch in der Volksrepublik China, Peking, 15. April 2026

18:31

Gesamtkern der Rede

  • Unsere Sicht auf die Welt ist oft verzerrt
  • Die Zukunft ist multipolar, nicht hegemonial
  • Zusammenarbeit ist wichtiger als Konkurrenz
  • Dafür braucht es:
    1. starke internationale Institutionen
    2. faire Wirtschaftssysteme
    3. gemeinsame Verantwortung globaler Mächte

🎓 1. Einleitung und Kontext

Der Redner spricht an der Zingua-Universität und betont:

  • die Bedeutung der Universität als „Tempel des Wissens“
  • Wissenschaft und Vorstellungskraft als treibende Kräfte für Fortschritt und Zusammenarbeit
  • Ziel der Rede: Zusammenhang zwischen Wissen, Perspektiven und globaler Ordnung erklären

🗺️ 2. Die Geschichte von Matteo Ricci als zentrale Metapher

Ein großer Teil der Rede basiert auf der historischen Figur Matteo Ricci:

  • 1583 bringt Ricci eine europäische Weltkarte nach China
  • Diese Karte stellt Europa ins Zentrum und verzerrt die Perspektive
  • Chinesische Gelehrte hinterfragen diese Darstellung
  • Ricci erkennt: Jede Kultur hat ihr eigenes Zentrum der Welt
  • Er erstellt eine neue Karte mit ausgewogenerer Perspektive

👉 Kernaussage:
Unsere Sicht auf die Welt ist oft verzerrt durch eigene Perspektiven und Machtstrukturen.


🌍 3. Kritik an westlich-zentrierter Weltsicht

Der Redner argumentiert:

  • Historisch war China bereits eine zentrale Weltmacht (Bevölkerung, Wirtschaft, Technologie)
  • Auch Spanien erkannte diese Bedeutung früh (Handel mit der Ming-Dynastie)
  • Heute kehrt China wieder zu globaler Bedeutung zurück:
    • größter Warenexporteur
    • wichtige Rolle bei Klimaschutz und Armutsbekämpfung

👉 These: China war nie „Peripherie“, sondern immer ein globales Zentrum.


⚖️ 4. Ablehnung von Nullsummendenken

Kritik an verbreiteten Denkweisen:

  • Wachstum eines Landes = Verlust eines anderen
  • Kooperation mit einem Partner = Abkehr von anderen

Der Redner hält das für:

  • falsch
  • gefährlich (führt zu Stillstand und Konflikten)

👉 Stattdessen: Wachstum kann gleichzeitig an vielen Orten stattfinden


🌐 5. Multipolare Weltordnung als Realität

Zentrale These:

  • Die Welt entwickelt sich nicht zu einem Machtwechsel, sondern zu Multipolarität
  • Mehrere Regionen erzeugen gleichzeitig Fortschritt:
    • China / Asien
    • Afrika
    • Lateinamerika

👉 Multipolarität ist:

  • keine Theorie
  • sondern bereits Realität

🤝 6. Spaniens und Europas Haltung

Spanien (und Europa):

  • akzeptieren diese neue Weltordnung bewusst
  • handeln aus:
    • Realismus
    • Pragmatismus
    • Hoffnung

Ziel:

  • Zusammenarbeit mit China trotz Differenzen
  • Fokus auf Gemeinsamkeiten statt Konflikten

🔑 7. Drei zentrale Voraussetzungen für die Zukunft

1. Starker Multilateralismus

  • Globale Probleme (Klima, Ungleichheit) brauchen internationale Zusammenarbeit
  • Institutionen müssen reformiert werden (z. B. United Nations):
    • repräsentativer
    • demokratischer
    • inklusiver
  • Westen soll Macht teilen (mehr Stimme für Globalen Süden)
  • Vorschlag: erstmals eine Frau als UN-Generalsekretärin

👉 Warnung:
Multipolarität ohne Regeln → Konflikte und Kriege


2. Ausgewogene Handelsbeziehungen

  • Ziel: faire, „horizontale“ Weltwirtschaft
  • Problem:
    • großes Handelsdefizit Europas gegenüber China
  • Forderung:
    • China soll Märkte weiter öffnen
    • Ungleichgewichte abbauen

👉 Gefahr bei Ungleichgewicht:

  • soziale Spannungen
  • Protektionismus

3. Verantwortung für globale öffentliche Güter

Großmächte müssen mehr beitragen bei:

  • Klimaschutz
  • globaler Gesundheit
  • KI-Regulierung
  • nuklearer Sicherheit
  • Armutsbekämpfung

Probleme:

  • sinkende Finanzierung
  • mangelnde Kooperation

👉 Appell besonders an China und Europa:

  • mehr Verantwortung übernehmen
  • Technologie teilen
  • Schulden erlassen
  • Konflikte diplomatisch lösen

🇪🇺 8. Rolle Europas

Der Redner betont:

  • Europa ist trotz Größe ein globaler Schlüsselakteur:
    • größter Handelsblock
    • zweitgrößte Wirtschaft
    • hohe Lebensqualität
  • Ohne Europa:
    • keine stabile Weltordnung
  • Aber: Zusammenarbeit mit China ist ebenso unverzichtbar

🌌 9. Schlussgedanke: Perspektivwechsel

Rückkehr zur Metapher:

  • Wie bei Riccis Karte braucht die Welt eine neue Sichtweise

Vergleich mit Astronauten:

  • Blick auf die Erde aus dem All:
    • keine Grenzen
    • gemeinsame Menschheit

👉 Finale Botschaft:

  • Menschheit ist ein gemeinsames Projekt
  • Zusammenarbeit ist notwendig, um globale Herausforderungen zu bewältigen

49:35

Der Film ist dem Andenken an den ersten Menschen gewidmet, der einen Flug ins Weltall unternahm: dem sowjetischen Piloten und Kosmonauten, dem Helden des Sowjetunion, Juri Gagarin. Er ist der berühmteste Mensch auf der Erde! Und sein strahlendes Lächeln hat Millionen von Herzen erobert!
An ihn erinnern sich: seine Mutter Anna Timofejewna, sein Bruder Boris, seine Frau Valentina, die Piloten und Kosmonauten Alexej Leonow und German Titow sowie der Held der Sowjetunion Sergej Safronow.

Der Film verwendet Material aus dem Staatlichen Archiv für Film- und Fotodokumente der UdSSR, dem ZSDF, dem Studio „Tsentrnauchfilm“, dem tschechoslowakischen Fernsehen, den Filmchronik-Studios von Leningrad, Nischni-Wolga und dem Fernen Osten sowie aus den persönlichen Archiven der Familien von A. I. Gagarin und J. A. Gagarin.

13:32

China hat alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung aufgerufen, nachdem die Spannungen aufgrund des gemeldeten Plans der Vereinigten Staaten, eine Seeblockade in der Straße von Hormus – einer der weltweit wichtigsten Transportrouten für Energieträger – zu verhängen, eskaliert sind.

Bei einer regulären Pressekonferenz betonte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, dass die Stabilität in der Straße von Hormus den gemeinsamen Interessen der internationalen Gemeinschaft diene, und forderte alle Parteien nachdrücklich auf, eine weitere Eskalation zu vermeiden.

11:11

Der Präsident Putin hielt im Kreml eine Sitzung zur Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz ab.

5:53

Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow erklärte, die Gewährleistung der Energiesicherheit Kubas habe weiterhin „höchste Priorität“, und betonte Moskaus anhaltendes Engagement für die Unterstützung Havannas angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen und energiepolitischen Herausforderungen. Er hob die Zusammenarbeit bei der Brennstoffversorgung und der Energieinfrastruktur als Schlüsselbereiche der Partnerschaft zwischen den beiden Ländern hervor. Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Stromengpässe und Brennstoffknappheit in Kuba, die sich auf das tägliche Leben und die Wirtschaftstätigkeit auswirken. Russlands Unterstützung wird als Teil umfassenderer strategischer Beziehungen angesehen, wobei beide Nationen bestrebt sind, ihre Zusammenarbeit trotz äußerer Druckfaktoren und globaler Marktstörungen, die die Energieverfügbarkeit beeinträchtigen, zu stärken.

33:02

Der humanitäre Koordinator der Vereinten Nationen, Imran Riza, warnte vor einer sich verschärfenden Krise im Libanon und verwies dabei auf heftige Luftangriffe, steigende Opferzahlen und Massenfluchtbewegungen. Die Krankenhäuser sind überlastet, und die Hilfsmaßnahmen bleiben begrenzt, während die Gewalt trotz der Ungewissheit über einen Waffenstillstand weiter eskaliert. Die Verantwortlichen forderten eine Deeskalation und die Einhaltung des Völkerrechts.

3:19:19

Pressekonferenz der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, M. W. Sacharowa, Moskau.

16:22

Die Vereinigten Staaten verurteilen die anhaltenden Angriffe des Iran auf Verbündete am Golf und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus, nachdem Russland und China im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen eine Resolution Bahrains eingelegt hatten. Unter Hinweis auf die Bedrohung, die der Iran für den weltweiten Handel, die Energieversorgung und die humanitäre Hilfe darstellt, geloben die USA, die Region zu verteidigen, und fordern Nationen nachdrücklich auf, diese lebenswichtige Schifffahrtsroute zu sichern. 

Zeitmarken

Kernpunkte der US-Warnung:

  • Verurteilung des Vetos: Die USA kritisieren Russland und China scharf dafür, dass sie eine Resolution blockiert haben, die den Iran auffordern sollte, Angriffe auf die zivile Schifffahrt einzustellen. Der US-Vertreter bezeichnete dies als „neuen Tiefpunkt“ und warf beiden Ländern vor, sich auf die Seite eines Regimes zu stellen, das die Weltwirtschaft als „Geisel“ nehme [04:28, 10:47].
  • Bedrohung der Straße von Hormus: Die USA werfen dem Iran vor, die Straße von Hormus vermint zu haben und zivile Handelsschiffe zu beschießen. Diese Meerenge sei für den weltweiten Transport von Öl, Düngemitteln und humanitären Hilfsgütern (z. B. für den Kongo, Sudan und Gaza) essenziell [02:10, 04:07].
  • Vorwurf der gezielten Eskalation: Laut US-Stellungnahme hat der Iran über 500 Raketen und 2.000 Drohnen allein auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert, wobei bewusst zivile Ziele wie Hotels und Wohngebiete ins Visier genommen wurden [02:41, 03:05].
  • Iranische Innenpolitik und Terrorismus: Der Redner bezeichnet den Iran als den weltweit führenden staatlichen Unterstützer des Terrorismus und wirft dem Regime vor, sein eigenes Volk zu brutalisieren und sogar Kinder als Soldaten zu rekrutieren [05:22, 08:06].
  • Militärische Kooperation mit Russland und China:
    • Russland wird vorgeworfen, trotz bestehender Embargos Kampfflugzeuge und Panzer an den Iran zu liefern, während der Iran im Gegenzug Drohnen für den Krieg in der Ukraine bereitstellt [12:19, 12:37].
    • China wird kritisiert, weil es über 80 % des illegalen iranischen Öls importiert und Technologien exportiert, die in ballistischen Raketen verwendet werden könnten [13:09].
  • Ankündigung von Konsequenzen: Trotz des gescheiterten UN-Beschlusses betonen die USA ihr Recht auf Selbstverteidigung und kollektive Verteidigung ihrer Partner. Präsident Trump werde weiterhin „notwendige Maßnahmen“ ergreifen, um die Region und die freie Welt zu schützen [11:18, 11:35].

15:59

Russland begründet sein Votum gegen die von Bahrain eingebrachte UN-Resolution zur Straße von Hormus mit Bedenken hinsichtlich einer einseitigen Formulierung, Eskalationsrisiken und der Achtung des Völkerrechts. Moskau betont die Souveränität und territoriale Integrität aller Golfstaaten, einschließlich des Iran, und verurteilt die Aggression der USA und Israels. Russland fordert Diplomatie, Verhandlungen und die Einbeziehung aller Anrainerstaaten, um die Sicherheit auf See zu gewährleisten, Handelswege wiederherzustellen und weitere zivile Opfer zu verhindern, und schlägt gemeinsam mit China eine ausgewogene alternative Resolution vor.

Zeitmarken

  • Ablehnung der Resolution: Russland hat gegen den von mehreren arabischen Staaten (u. a. Bahrain, Jordanien, VAE) eingebrachten Resolutionsentwurf gestimmt. Die Begründung liegt darin, dass das Dokument als einseitig und „gefährlicher Präzedenzfall“ für das internationale Seerecht betrachtet wird [01:17].
  • Verantwortung für die Krise: Der Redner macht die USA und Israel für die Eskalation verantwortlich. Er bezeichnet deren militärische Handlungen gegen den Iran als „illegal und rücksichtslos“ und sieht darin die eigentliche Ursache der regionalen Spannungen [02:10].
  • Kritik an den Formulierungen:
    • Die Resolution stelle den Iran als alleinige Quelle der Instabilität dar, während die Angriffe der USA und Israels auf iranisches Territorium unerwähnt blieben [03:15].
    • Es werde verschwiegen, dass wesentliche Teile der Straße von Hormus zu den Hoheitsgewässern des Irans gehören [04:16].
    • Russland kritisiert, dass das UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 unter den Bedingungen eines bewaffneten Konflikts fälschlicherweise als anwendbar angeführt wurde [05:13].
  • Warnung vor Gewaltlegitimierung: Bestimmte Absätze der Resolution könnten laut Russland von „unredlichen Staaten“ als Freibrief für Gewaltanwendungen und militärische Schutzmaßnahmen ohne Rücksicht auf die Souveränität der Küstenstaaten missverstanden werden [05:48].
  • Humanitäre Lage: Es wird auf die hohen Opferzahlen im Iran hingewiesen (fast 2.000 Zivilisten) sowie auf die Zerstörung ziviler Infrastruktur, darunter Schulen, Krankenhäuser und Atomanlagen wie das Kraftwerk Buschehr [11:02].
  • Alternativer Vorschlag: Gemeinsam mit China schlägt Russland einen eigenen, „ausgewogenen“ Resolutionsentwurf vor. Dieser zielt auf eine Verhandlungslösung und die Beendigung aller Kampfhandlungen ab, um die maritime Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten [14:34].