russland.RU (Medienpräsenz)

1:30:32

US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth halten eine Pressekonferenz im Weißen Haus ab und warnen, dass dem Iran die „vollständige Zerstörung“ drohe, sollte bis zum Ablauf der Frist keine Einigung erzielt werden. Angesichts der eskalierenden Spannungen berichten Regierungsvertreter über zunehmende Angriffe und eine hochriskante Rettungsmission.

5:51

Der Iran warnt vor Vergeltungsmaßnahmen gegen jegliche US-Angriffe auf seine Infrastruktur, nachdem Präsident Donald Trump zuletzt gedroht hatte, Brücken, Kraftwerke und andere kritische Einrichtungen anzugreifen, sollte die Straße von Hormus nicht bis Dienstag (7. April) geöffnet werden. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, bezeichnete solche Drohungen als „kriminelle Denkweise“ und betonte die Bereitschaft des Iran, seine Souveränität, seine nationale Sicherheit und seine Bürger zu verteidigen.

5:29

„Wir wollen Frieden.“
Ein historischer Moment in der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 11. Dezember 1964, als der kubanische Revolutionsführer Che Guevara eine kraftvolle Rede hält, in der er zum Widerstand gegen den Imperialismus und zur Solidarität unter den Völkern aufruft. Guevara sprach im Namen Kubas und stellte den Kampf Lateinamerikas als globale Sache dar. Er beendete seine Rede mit der ikonischen Erklärung, die durch die Geschichte hallen sollte:
„Vaterland oder Tod!“

19:18

Zeitmarken

Kernpunkte der Rede

  • Umbruch der Weltordnung: Lawrow spricht von einer dramatischen Umgestaltung der Weltordnung hin zu einer „stabilen und gerechten multipolaren Welt“. Er beschreibt den aktuellen Zustand jedoch eher als einen „Umbruch“, in dem ein Kampf um Führungspositionen geführt werde [03:16].
  • Kritik am Westen und den USA:
    • Er wirft dem Westen vor, das Völkerrecht zu untergraben und hegemoniale Ambitionen zu verfolgen, die auf der Ausbeutung anderer Länder basieren [04:08], [06:24].
    • Speziell kritisiert er US-Politiker wie Marco Rubio und Donald Trump für deren Umgang mit dem Völkerrecht und moralischen Instinkten [04:37].
    • Er zieht Parallelen zwischen den Minsker Vereinbarungen und aktuellen diplomatischen Kontakten, die seiner Meinung nach lediglich dazu dienen, militärische Invasionen zu verschleiern [11:53], [12:33].
  • Lage im Nahen Osten und Iran:
    • Russland fordert ein Ende der „US-israelischen Aggression“ gegen den Iran und verurteilt Angriffe auf zivile Infrastruktur [10:03].
    • Lawrow erinnert an das russische Konzept der „kollektiven Sicherheit im Persischen Golf“, das eine Normalisierung zwischen dem Iran und seinen arabischen Nachbarn vorsieht, was seiner Ansicht nach von den USA und Israel sabotiert wird [11:02], [15:02].
  • Russische Außenpolitik und Partner:
    • Die Priorität liegt auf der Zusammenarbeit mit der „globalen Mehrheit“, insbesondere China, Indien sowie Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika [02:10].
    • Er betont die Bedeutung von Organisationen wie BRICS, der SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) und dem Bündnis mit Nordkorea [17:19], [17:40].
    • Gegenüber dem Westen bleibe die Tür für Dialog offen, aber nur auf Augenhöhe und wenn der Westen seine „Launen“ beiseite lege [16:37].

Rolle des RIAC

Lawrow lobt den Rat als führendes Zentrum für außenpolitische Expertise, dessen Analysen direkt in die Arbeit der Präsidialverwaltung und des Regierungsapparats einfließen [01:13], [01:42].

2:28:40

Einige Zeitmarken

1. Termine des Außenministers [00:16]

  • 31. März 2026: Sergej Lawrow wird an der Generalversammlung des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten (RIAC) in Moskau teilnehmen.
  • Dabei wird eine Bilanz für das Jahr 2025 gezogen und die Prioritäten für das laufende Jahr 2026 festgelegt. Lawrow wird zudem die russischen Initiativen zur aktuellen Weltlage erläutern.

2. Situation in der Ukraine und Justiz [04:24]

  • Es wurde über Gerichtsverfahren gegen ukrainische Soldaten berichtet. Bis zum 19. März wurden laut Sacharowa über 1.000 Fälle geprüft; 75 Personen seien zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
  • Namentlich erwähnt wurden Soldaten, die an Kampfhandlungen in der Region Kursk beteiligt gewesen sein sollen. Zudem wurde eine Verurteilung in Abwesenheit gegen eine Person ausgesprochen, der Terroranschläge in den Regionen Belgorod und Brjansk vorgeworfen werden.

3. Kritik an westlicher Unterstützung [06:18]

  • Großbritannien: Sacharowa kritisierte den Besuch des ukrainischen Präsidenten Selenskyj in London. Sie warf der britischen Regierung vor, durch Sicherheits- und Verteidigungsabkommen (die sogenannte „hundertjährige Partnerschaft“) die strategische Zusammenarbeit mit Kiew auf Kosten der zivilen Sicherheit zu vertiefen [09:01].
  • Spanien: Es wurde auf Forderungen der baskischen Partei Bildu hingewiesen, die Aufklärung darüber verlangt, wie für die Ukraine bestimmte Waffen in die Hände organisierter Kriminalität in Spanien gelangen konnten [14:40].
  • USA: Unter Berufung auf einen Bericht der New York Post wurde behauptet, dass es Unregelmäßigkeiten bei US-Hilfsprogrammen im Umfang von 26 Milliarden Dollar gegeben habe [15:29].

4. BRICS-Staaten [02:25:02]

  • Ein zentrales Ereignis für den Mai 2026 ist das geplante Treffen der BRICS-Außenminister, um die Rolle des Verbundes in der internationalen Agenda zu stärken.

5. Verhältnis zu Aserbaidschan [02:25:35]

  • Sacharowa wies Spekulationen über mangelnden Respekt gegenüber dem ehemaligen aserbaidschanischen Präsidenten Heidar Alijew zurück. Sie betonte den „aufrichtigen Respekt“ Russlands gegenüber den Partnern und die gemeinsame Geschichte [02:28:18].

57:30

Zeitmarken

1. Lage im Nahen Osten und Iran

  • Strategische Partnerschaft: Lawrow betont, dass der Iran ein strategischer Partner, aber kein formeller Verbündeter sei. Russland verteidige primär das Völkerrecht gegen die militärischen Aktionen der USA und Israels [00:34].
  • Ursachen der Eskalation: Er sieht die Hauptursache für die Instabilität in der Region in den Interventionen der USA (Irak, Syrien, Libyen) und bezeichnet die aktuellen Angriffe auf den Iran als „unprovozierte Aggression“ [01:40].
  • Rolle Russlands: Vorwürfe, Russland liefere dem Iran Aufklärungsdaten für Angriffe auf US-Stützpunkte, weist er zurück. Die Koordinaten dieser Basen seien ohnehin öffentlich bekannt [05:01].

2. Konflikt in der Ukraine und Verhandlungen

  • Völkerrecht: Lawrow kontrastiert die Situation im Iran mit der in der Ukraine. Während der Iran keine Verpflichtungen verletzt habe, habe die Ukraine die Minsker Vereinbarungen und ihre ursprüngliche Neutralitätserklärung von 1991 missachtet [13:03].
  • Verhandlungen mit den USA: Er hebt den „Geist von Anchorage“ hervor – Ergebnisse eines Gipfeltreffens zwischen Putin und Trump in Alaska im August 2025. Laut Lawrow gab es dort konkrete Verständigungen, die nun von der EU und der NATO-Führung untergraben würden [30:35].
  • Ziele: Die russischen Ziele seien weiterhin die Neutralität der Ukraine sowie der Schutz der russischen Sprache und der orthodoxen Kirche vor dem „nationalsozialistischen Regime“ in Kiew [20:35].

3. Beziehungen zu Frankreich und Europa

  • Gegnerstatus: Da Frankreich und die EU Russland eine „strategische Niederlage“ zufügen wollten, könne man sie nicht mehr als Partner betrachten [44:49].
  • Kommunikation: Er stellt klar, dass Wladimir Putin Telefonaten mit Präsident Macron gegenüber immer offen war, kritisiert jedoch die öffentliche Inszenierung und Informationslecks von französischer Seite [42:15].
  • Medien und Hybrider Krieg: Lawrow wirft Frankreich Doppelmoral vor, da russische Medien wie RT und Sputnik dort ausgeschlossen werden, während Frankreich Besorgnis über die Pressefreiheit in Russland äußert [49:36].

4. Wirtschaft und Energie

  • Russland nutze Kriege nicht absichtlich zur Bereicherung, werde aber weiterhin mit interessierten Partnern Handel treiben, ungeachtet der „illegitimen“ westlichen Sanktionen [10:40]. Er wirft den USA vor, die Dominanz auf den globalen Energiemärkten anzustreben, etwa durch die Übernahme venezolanischen Öls oder das Interesse an den Nordstream-Pipelines [08:25].

Das Interview endet mit einer kurzen Diskussion über Lawrows T-Shirt mit der Aufschrift „UdSSR“, das er als Ausdruck seiner persönlichen Geschichte und Identität bezeichnet, vergleichbar mit französischen Revolutionssymbolen [56:07].

9:42

In diesem Video wird die Rede des russischen UN-Botschafters Wassili Nebensja vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Nahen Osten und der Palästina-Frage (Stand: März 2026) wiedergegeben. Nebensja warnt davor, dass die Eskalation im Iran die völkerrechtswidrigen Entwicklungen in den palästinensischen Gebieten überschattet.

Zeitmarken

Lage im Westjordanland und Ostjerusalem

  • Einschränkung palästinensischer Rechte: Unter Ausnutzung der regionalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg haben israelische Behörden und Siedler ihre Aktivitäten im Westjordanland verstärkt. Die Zahl der Straßensperren stieg um 80 %, und es wurden 40 Hektar Land für militärische Zwecke konfisziert [01:07], [01:17].
  • Siedlungsbau und Oslo-Abkommen: Nebensja kritisiert die Beschlagnahmung von Grundstücken und beispiellose Bebauungspläne im Gebiet E1 sowie die Überprüfung des Rechtsstatus der Zonen A und B, was gegen die Oslo-Vereinbarungen verstößt [02:00], [02:11].
  • Flüchtlingslager und Razzien: Infolge der israelischen Militäroperation wurden über 33.000 palästinensische Flüchtlinge aus den Lagern Dschenin, Tulkarm und Nur Schams vertrieben, wobei die Hälfte der Gebäude zerstört wurde [02:31].
  • Heilige Stätten: Die Schließung des Al-Aqsa-Moscheekomplexes am Ende des Ramadan sowie der Grabeskirche bezeichnet Nebensja als provokativ und fordert die Einhaltung des historischen Status quo [02:49], [03:02].

Kampagne gegen das UNRWA (UN-Hilfswerk)

  • Tötung von Mitarbeitern: Seit dem 7. Oktober 2023 wurden 391 UNRWA-Mitarbeiter getötet. Nebensja verurteilt die gezielte Kampagne aus Abriss von UN-Gebäuden, Gesetzen zur Schulschließung und systematischer Desinformation [04:04], [04:15].
  • Hassrede: Er kritisiert die öffentliche Aufstachelung durch israelische Amtsträger (wie den stellvertretenden Bürgermeister von Jerusalem), die offen zur Tötung von UN-Mitarbeitern aufriefen [03:37].
  • Finanzielle Not: Trotz der unverzichtbaren Hilfe für Millionen Flüchtlinge (Unterkunft, Bildung, Lebensmittel) bedroht vor allem die schwindende finanzielle Unterstützung durch Geberstaaten die Existenz des Hilfswerks [05:40], [06:02].

Die Situation im Gazastreifen

  • Humanitärer Zusammenbruch: Lieferungen von Hilfsgütern wurden um 80 bis 90 % reduziert. Es herrscht akuter Mangel an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten, während Baumaterialien für den Wiederaufbau blockiert werden [06:35], [06:57].
  • Stockender Friedensplan: Russland beobachtet keine Umsetzung des von der Resolution 2803 gebilligten Trump-Friedensplans für Gaza. Das Ausbleiben internationaler Stabilisierungskräfte und der Abzug israelischer Truppen drohen den Konflikt neu zu entfachen [07:19], [07:47].
  • Schwächung der Autonomiebehörde: Nebensja kritisiert den Ausschluss von Ramallah aus dem politischen Prozess und das Einbehalten palästinensischer Steuereinnahmen durch Israel in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar [08:05], [08:16].

Grundsätzliche Position Russlands

  • Zwei-Staaten-Lösung: Russlands Position bleibt unverändert. Es fordert die Wiederaufnahme des Friedensprozesses auf Basis der Grenzen von 1967 mit einem unabhängigen, lebensfähigen Staat Palästina und der Hauptstadt Ostjerusalem [08:47], [09:10].
  • Sofortige Waffenruhe: Russland fordert die Einstellung der Kampfhandlungen und bietet die Unterstützung bei einer politisch-diplomatischen Beilegung der Krise an [09:20].

11:29

Lawrow reflektiert darin über die Kunst der russischen Diplomatie, den Zustand der internationalen Beziehungen und die Vorherrschaftsansprüche des Westens.

Hier sind die zentralen Punkte des Interviews:

1. Die Kunst der russischen Diplomatie vs. US-Diplomatie

  • Gegenseitiger Respekt: Russische Diplomatie basiere auf der Wahrung nationaler Interessen bei gleichzeitigem Respekt vor den legitimen Interessen der Partner. Lawrow wirft der Trump-Administration vor, das Völkerrecht offen zu ignorieren und rein nach Instinkten zu handeln [00:29, 00:44].
  • Landeskunde und Ausbildung: Lawrow hebt die tiefe Ausbildung russischer Diplomaten hervor (Sprachkenntnisse, Geschichte, regionale Kultur), die meist fünf Jahre im Land bleiben. US-Diplomaten würden oft alle 2–3 Jahre unvorbereitet zwischen völlig verschiedenen Regionen rotieren [01:46, 02:51].

2. Rückfall in das Recht des Stärkeren

  • Verfall völkerrechtlicher Systeme: Die Welt befinde sich in einer Spirale zurück in eine Zeit vor dem Westfälischen Frieden oder dem Jalta-System. Lawrow konstatiert: „Might is Right“ (Macht ist Recht) [04:35, 04:45].
  • USA als Hegemon: Die USA würden offen erklären, sich nur um das eigene Wohlergehen zu kümmern und dieses notfalls durch Staatsstreiche, Entführungen oder gezielte Tötungen von Staatschefs ressourcenreicher Länder durchzusetzen (Beispiele: Venezuela, Iran) [05:08, 05:23].

3. Energiedominanz und europäische Unterwerfung

  • Marginalisierung Russlands: Die USA verfolgten das Ziel der weltweiten energetischen Dominanz [07:39]. Lukoil und Rosneft stehen unter Sanktionen.
  • Erpressung der EU: Deutschland sei durch die Zerstörung der Nordstream-Pipelines gedemütigt worden [05:51]. Ungarn und die Slowakei kämpften verzweifelt um bezahlbare russische Energie, würden aber von Brüsseler Bürokraten gezwungen, das Doppelte für US-Energie zu bezahlen [06:10]. Lawrow bezeichnet dies als Versuch, die koloniale Ära durch Neokolonialismus zurückzuholen [06:25, 06:57].

4. Russische Zukunftsstrategie

  • Eigene Stärke: Lawrow zitiert die historische Erkenntnis, dass Russland nur zwei (bzw. heute durch Luft-, Weltraum- und Drohnenkräfte mehr) echte Verbündete habe: seine Armee und seine Flotte [09:40].
  • Kein Vertrauen in Vertragsbrecher: Gegenüber Akteuren, die Russland mehrfach betrogen haben, gelte Vorsicht: „Die Schwachen werden geschlagen“ [10:40].
  • Künstliche Intelligenz: Lawrow schließt mit einem Zitat von Wladimir Putin: Wer im Bereich der Künstlichen Intelligenz führend ist, werde weltweit führend sein [11:07]. Die russische Diplomatie habe die Aufgabe, die Bedingungen für das Erreichen dieser technologischen Ziele zu schaffen [11:16].

Zusammenfassend beschreibt Lawrow den aktuellen Zustand der Geopolitik als gesetzlosen Zustand, in dem die USA versuchen, eine globale Energiemonopolstellung auf Kosten des Völkerrechts und europäischer Souveränität zu erzwingen, während Russland auf technologische Autarkie und militärische Stärke setzt.